Politik
Alexander Dobrindt spricht in einem Zeitungsbericht von "Nafris".
Alexander Dobrindt spricht in einem Zeitungsbericht von "Nafris".(Foto: dpa)

Dobrindt nutzt umstrittenen Begriff: Verkehrsminister spricht von "Nafris"

In der Silvesternacht spricht die Kölner Polizei von "Nafris" - und meint damit Kriminelle aus Nordafrika. Das sorgt für viel Kritik. Der Kölner Polizeipräsident sagt später, der Begriff hätte nicht öffentlich benutzt werden sollen. Das tut nun der Verkehrsminister.

Verkehrsminister Alexander Dobrindt hat in einem Interview von "Nafris" gesprochen. Der Begriff ist umstritten. Die Kölner Polizei war gerade erst für seine Verwendung kritisiert worden, es gab eine Rassismus-Diskussion. Dobrindt sagte nun der "Passauer Neuen Presse", die Menschen in Deutschland erwarteten klare Konzepte, wie sie besser gegen nordafrikanische Intensivtäter geschützt werden können. "Die Menschen wollen klare Antworten auf die Frage, wie der Staat bestmöglich für ihre Sicherheit sorgt und sie zum Beispiel vor Nafris schützt", so der CSU-Politiker.

Damit benutzte Dobrindt die umstrittene Abkürzung aus dem Polizeijargon für "nordafrikanische Intensivtäter". Die Kölner Polizei hatte am Silvesterabend via Twitter mitgeteilt: "Am HBF werden derzeit mehrere Hundert Nafris überprüft."

Der Kölner Polizeipräsident Jürgen Mathies bedauerte später die öffentliche Verwendung des Begriffs. Es sei ein interner Arbeitsbegriff gewesen. Auch das Bundesinnenministerium distanzierte sich davon.

Quelle: n-tv.de

Empfehlungen