Montag, 07. Juni 2010
Bewerber-Mangel zeichnet sich ab: Viele Lehrstellen schon vergeben
Nach der Schule eine Lehre machen und dann ab ins Berufsleben. Was lange Zeit vor allem für die Schulabgänger ein Problem war, wird nun immer mehr eines der Firmen.Der Ausbildungsmarkt entwickelt sich aus Sicht der Wirtschaft erfreulich stabil. Bis Ende Mai registrierten die Industrie- und Handelskammern 131.531 Ausbildungsverträge. "Das sind nur 1,2 Prozent weniger Neuverträge als im Mai 2009 - obwohl die Bewerberzahlen stark sinken", sagte der Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), Hans Heinrich Driftmann, den Dortmunder "Ruhr Nachrichten".
Der demografiebedingte Mangel an Bewerbern werde sich sicherlich im Laufe des Jahres bei den Vertragszahlen noch stärker bemerkbar machen. Auch wenn Altbewerber manche Lücke schließen würden, sei davon auszugehen, dass am Jahresende viele Tausend Lehrstellen nicht besetzt werden könnten.
In diesem Jahr gebe es bei den Schulabgängern einen Rückgang um fast drei Prozent, im Bereich der Real- und Hauptschulen sogar um vier Prozent. "Die Unternehmen reagieren auf die sinkende Zahl von Schulabgängern und schließen inzwischen früher Verträge ab, um sich die besten Azubis und damit die Fachkräfte von morgen zu sichern", sagte Driftmann. Rund 40 Prozent der neuen Ausbildungsverträge seien bereits abgeschlossen.
dpa
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