Politik
Ein Kommen und Gehen: Kanzlerin Angela Merkel (l.) braucht nach dem Rücktritt von Annette Schavan (2.v.r.) eine neue Bildungsministerin. Zu der wird Johanna Wanka (r.) von Präsident Joachim Gauck ernannt.
Ein Kommen und Gehen: Kanzlerin Angela Merkel (l.) braucht nach dem Rücktritt von Annette Schavan (2.v.r.) eine neue Bildungsministerin. Zu der wird Johanna Wanka (r.) von Präsident Joachim Gauck ernannt.(Foto: dapd)

Gauck erledigt die Formalitäten: Wanka übernimmt Bildungsressort

Mit dem Austausch der Urkunden findet die fünfte Kabinettsumbildung der Legislaturperiode ihren Abschluss. Präsident Gauck entbindet die Merkel-Vertraute Schavan von ihren Pflichten als Bildungsministerin und setzt dafür offiziell die Sächsin Wanka ein.

Bundespräsident Joachim Gauck hat Johanna Wanka zur neu en Bundesbildungsministerin ernannt. Die aus Sachsen stammende CDU-Politikerin folgt auf Annette Schavan, die nach der Aberkennung ihres Doktortitels wegen Plagiatsvorwürfen zurückgetreten war.

Gauck verabschiedete zugleich Schavan und dankte ihr für die in mehr als sieben Jahren als Bildungsministerin geleistete Arbeit. "Viele bedauern, dass die Bildungs- und Forschungspolitik des Bundes nicht mehr in ihren Händen liegen", sagte der Präsident. Mit Schavan gehe eine Ministerin, "die weit über die eigene Fraktion und Koalition hinaus hohe Achtung in der politischen und wissenschaftlichen Welt genießt", sagte Gauck weiter.

Wankas Regierungszeit in Hannover vorüber

Schavan, eine enge Vertraute von Bundeskanzlerin Angela Merkel, strebt nun erneut ein Bundestagsmandat an; gegen die Entscheidung der Universität Düsseldorf zur Aberkennung des Doktortitels will sie juristisch vorgehen.

Die 61-jährige Wanka wurde bereits am Tag zuvor in Hannover aus ihrer bisherigen Funktion als Landes-Wissenschaftsministerin entlassen. Sie habe viele positive Akzente für das Land Niedersachsen gesetzt, sagte Noch-Ministerpräsident David McAllister bei der Verabschiedung. Die schwarz-gelbe Regierungszeit in Niedersachsen endet ohnehin am kommenden Dienstag mit der konstituierenden Sitzung des neuen Landtags.

Wanka machte deutlich, dass sie die Politik ihrer Amtsvorgängerin Annette Schavan fortsetzen wolle. Innovation, Forschung und Bildung seien entscheidend für die Zukunft Deutschlands, sagte Wanka. Wanka sagte weiter, eine reiche Nation wie Deutschland "muss es ermöglichen können, dass jeder seinen Bildungsweg gehen kann - ungeachtet seiner sozialen Herkunft". Dabei seien Begabtenförderung und Breitenförderung kein Gegensatz.

Quelle: n-tv.de

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