Anschlag von Fort HoodWarnung vor Amok-Schützen
Der Amokläufer vom texanischen Militärstützpunkt Fort Hood war seinen Vorgesetzten bereits früher als unzuverlässig aufgefallen.
US-Medien berichteten unter Berufung auf armeeinterne Dokumente von 2007, Nidal Hasans damaliger Chef im Washingtoner Walter-Reed-Krankenhaus habe "schwerwiegende Zweifel" an dessen "Professionalität" geäußert. Unter anderem missfiel ihm, dass Hasan mit seinen Patienten über "religiöse Fragen" diskutierte.
Bei der Schießerei auf dem größten Militärstützpunkt der USA hatte der 39-jährige Militärpsychiater Hasan Anfang November 13 Menschen getötet und 42 verletzt. Der Amoklauf wurde schließlich von der Polizei gestoppt, Hasan schwer verletzt. Nach Angaben seiner Familie widersetzte sich der arabischstämmige Muslim seiner bevorstehenden Entsendung nach Afghanistan.
Die Militärjustiz klagte Hasan, der sich derzeit im Krankenhaus befindet und nach Angaben seines Anwalts möglicherweise für immer gelähmt bleiben wird, des 13-fachen Mordes an.
US-Verteidigungsminister Robert Gates kündigte eine Untersuchung über Sicherheitslücken in der Armee an. Ziel sei es, "alles in unserer Kraft zu tun, um ähnliche Tragödien in Zukunft zu verhindern". Es gehe vor allem darum, wie Soldaten identifiziert werden können, die eine Gefahr darstellen. Die interne Untersuchung soll drei Monate dauern. Eine weitere Studie soll die Behandlung von Soldaten durchleuchten, die psychisch angeschlagen von Einsätzen zurückkehren.