Politik
Stephan Weil geht in die Offensive - und hofft, dass ihn Transparenz entlastet.
Stephan Weil geht in die Offensive - und hofft, dass ihn Transparenz entlastet.(Foto: dpa)
Montag, 07. August 2017

Weils Manuskript im Wortlaut: Was VW ändern wollte

Im Streit um die angebliche Einflussnahme des VW-Konzerns auf eine seiner Reden geht Niedersachsens Landesregierung in die Offensive - und verbreitet das Manuskript samt der Änderungswünsche seitens VW. Weil soll auf diese Weise entlastet werden.

Im Streit über eine Rede des niedersächsischen Ministerpräsidenten Stephan Weil zum Abgasskandal bei Volkswagen hat die Landesregierung das Rede-Manuskript veröffentlicht. Wie aus dem am Sonntag verbreiteten Dokument hervorgeht, machte der Autokonzern vor der Rede im Jahr 2015 mehrere Änderungsvorschläge, die zum Teil angenommen, aber auch abgelehnt wurden.

Weils Sprecherin Anke Pörksen zufolge wurden in einer VW-kritischen Passage die Änderungswünsche des Konzerns nur zu einem geringen Teil übernommen. Der SPD-Politiker warf darin den Wolfsburgern vor, die Abgasmanipulationen zu spät eingeräumt und einen schweren Fehler begangen zu haben. Weil hielt die Rede schließlich im niedersächsischen Landtag. Der Regierungschef sitzt auch im VW-Aufsichtsrat, weil sein Bundesland 20 Prozent von VW besitzt.

Die "Bild am Sonntag" hatte einen namentlich nicht genannten VW-Mitarbeiter mit den Worten zitiert: "Wir haben die Rede umgeschrieben und weichgespült." Daraufhin wurde Weil etwa von Unionspolitikern kritisiert. Er selbst weist die Vorwürfe zurück. Die Unterstellung, seine Regierung habe sich von VW die Feder führen lassen, sei "bodenlos". Er begründete das Vorgehen unter anderem mit den Verfahren, die es gegen VW damals in den USA gab. Im Kern sei der Redetext unverändert geblieben.

Anbei lesen Sie im Detail, welche Stellen im Manuskript verändert worden sind.

(Foto: Staatskanzlei Niedersachsen)

Quelle: n-tv.de

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