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Das autoritäre Regime des  weißrussischen Präsidenten Alexander Lukaschenko will nun auch zwischen Russland und der Türkei vermitteln.
Das autoritäre Regime des weißrussischen Präsidenten Alexander Lukaschenko will nun auch zwischen Russland und der Türkei vermitteln.(Foto: dpa)

Streit zwischen Russland und Türkei: Weißrussland bietet sich als Vermittler an

Seit dem Abschuss eines Kampfjets ist das Verhältnis zwischen Russland und der Türkei eisig. Weißrussland möchte den Streit zwischen den beiden Staaten nun schlichten. Ein Angebot, das nicht ganz uneigennützig ist.

Weißrussland will im Streit zwischen Russland und der Türkei vermitteln. "Wir gehen davon aus, dass gegenseitiger Druck und Sanktionen kein Weg sind, um Probleme in den internationalen Beziehungen zu lösen", sagte Außenminister Wladimir Makej dem weißrussischen Fernsehen. Konkrete Vorschläge machte er nicht.

Die Führung in Minsk habe ihre Sicht auf den Konflikt Russland wie der Türkei dargelegt, wolle die Vermittlung aber nicht aufdrängen. Seit dem Abschuss eines russischen Kampfjets durch die türkische Luftwaffe im syrischen Grenzgebiet hat Russland zahlreiche Strafmaßnahmen gegen die Türkei verhängt. Weißrussland hatte schon im Ukrainekonflikt vermittelt.

Das autoritäre Regime des weißrussischen Präsidenten Alexander Lukaschenko hatte Minsk bereits als Ort der Ukraine-Verhandlungen zur Verfügung gestellt und damit den eigenen Spielraum erweitert. Makej sagte nach Angaben der russischen Agentur Interfax, er hoffe auf ein baldiges Ende der EU-Sanktionen gegen sein Land. Die Europäische Union hat 170 Personen aus Weißrussland die Einreise verboten und Konten gesperrt, die Maßnahmen sind aber zeitweise ausgesetzt.

Quelle: n-tv.de

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