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Die Protestierenden haben eine eindeutige Botschaft über Trump.
Die Protestierenden haben eine eindeutige Botschaft über Trump.(Foto: REUTERS)

Störungen in Ohio: Wieder Proteste bei Trump-Reden

Der Protest gegen Donald Trump geht weiter. Im Rennen um die Präsidentschaftskandidatur der Republikaner zieht er nun Proteste in Ohio auf sich.

Einen Tag nach gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen Gegnern und Anhängern des republikanischen Präsidentschaftsbewerbers Donald Trump in Chicago ist es zu neuen Protesten bei Wahlkampfauftritten des Multimilliardärs gekommen. So versuchte ein Mann am Samstag während einer Rede Trumps in Dayton (Bundesstaat Ohio), auf die Bühne zu springen. Er wurde aber von Beamten des Secret Service, der Trump schützt, überwältigt und abgeführt.

Wenig später unterbrachen Dutzende Protestierende eine Rede Trumps in Cleveland (ebenfalls Ohio). Wachleute führten sie aus dem Saal. Am Abend versammelten sich zahlreiche Demonstranten vor einem Gebäude in Kansas City (Missouri), wo der Immobilienmogul zu einer Kundgebung erwartet wurde. Die Protestierenden wurden aber durch Barrieren von den eintreffenden Trump-Anhängern ferngehalten.

Danach kam es zu Handgemengen und Prügeleien zwischen Anhängern und Protestierenden während Trumps Rede. Er nannte sie schließlich "Müll" und drohte damit, von nun an jeden von ihnen zu verklagen. "Nehmt sie fest" forderte er zunehmend gereizt und irritiert von den Sicherheitsbeamten im Raum. Seinen Anhängern versprach er: "Wir werden das Land von diesen Leuten zurückerobern."

Auch vor dem Veranstaltungsgebäude demonstrierten Hunderte gegen Trump. Es kam zu vereinzelten Zusammenstößen mit der Polizei und mehreren Festnahmen. Dem Sender CNN zufolge war die Lage zu einem Zeitpunkt so angespannt, dass die Polizei Tränengas einsetzte. Am Freitag hatten sich in Chicago vor einer geplanten Kundgebung Trumps so viele Demonstranten angesammelt, dass Trump die Veranstaltung vorsichtshalber absagte.

Trump führt im Rennen um die republikanische Spitzenkandidatur bei der Präsidentenwahl im November. Seine innerparteilichen Rivalen Ted Cruz, Marco Rubio und John Kasich lasten ihm an, mit seiner provozierenden und spalterischer Rhetorik die Stimmung im Wahlkampf angeheizt zu haben.

Alle drei hatten kürzlich in einer Fernsehdebatte zugesagt, dass sie den Spitzenkandidaten ihrer Partei auf jeden Fall unterstützen würden - auch wenn es Trump sei. Rubio sagte dazu am Samstag, das zu tun, werde aber "mit jedem Tag schwerer".

Cruz, derzeit die Nummer 2 hinter Trump, konnte am Samstag bei der innerparteilichen Kandidatenkür in Wyoming punkten. Dem Sender NBC zufolge kam er auf 68 Prozent, vor Rubio (21) und Trump (8 Prozent). Auf demokratischer Seite schlug Ex-Außenministerin Hillary Clinton bei der Vorwahl im US-Außengebiet Nördliche Marianen ihren Konkurrenten Bernie Sanders mit einem Vorsprung von 20 Prozentpunkten.

Quelle: n-tv.de

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