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Abschied aus der Spitze der Bundespartei: Nach vier Jahren will Wowereit nicht mehr SPD-Vizechef sein.
Abschied aus der Spitze der Bundespartei: Nach vier Jahren will Wowereit nicht mehr SPD-Vizechef sein.(Foto: picture alliance / dpa)

"Es sind nun mal andere dran": Wowereit zieht sich aus SPD-Spitze zurück

Als er 2009 zum stellvertretenden SPD-Chef gewählt wird, gilt Klaus Wowereit noch als große Zukunftshoffnung der Genossen. Inzwischen hat er genug Probleme in Berlin, wo er seit 12 Jahre Regierender Bürgermeister ist. Seinen Platz an der Parteispitze will Wowereit daher nun für andere freimachen.

Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit zieht sich aus der SPD-Führung zurück. Er werde beim Parteitag im November nicht mehr als stellvertretender Vorsitzender kandidieren, sagte Wowereit der "Berliner Morgenpost". "Das war eine ganz persönliche Entscheidung, die nichts mit den Ergebnissen des 22. September zu tun hat." Sie sei schon vor der Bundestagswahl gefallen.

"Es sind nun mal andere dran, das ist doch auch nicht schlecht", sagte Wowereit. Es handele sich nicht um einen Rückzug aus der Bundespolitik. Als Regierender Bürgermeister sitze er im Bundesrat und nehme auch in Zukunft an Sitzungen der Parteispitze teil.

Zu den Sondierungsgesprächen zwischen seiner Partei und der Union äußerte sich Wowereit skeptisch, ob eine Große Koalition zustande kommen kann. "Was in Berlin funktioniert, lässt sich nicht einfach auf den Bund übertragen." Die Skepsis an der Basis sei groß. Nach dem Ende der letzten Großen Koalition im Bund habe die SPD das schlechteste Bundestagswahlergebnis ihrer Geschichte erlebt. Ein derartiges Bündnis sollte ohnehin die Ausnahme bleiben, sagte der Regierungschef.

Wowereit, der erst vor einigen Tagen 60 Jahre alt wurde, ist seit 2001 Regierender Bürgermeister Berlins. Zum stellvertretenden SPD-Chef wurde er vor vier Jahren gewählt.

Quelle: n-tv.de

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