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1528 Bürger Menschen haben sich in diesem Jahr bereits in NRW angezeigt.
1528 Bürger Menschen haben sich in diesem Jahr bereits in NRW angezeigt.(Foto: picture alliance / dpa)

NRW-Steuersünder zeigen Furcht statt Reue: Zahl der Selbstanzeigen vervierfacht sich

In Nordrhein-Westfalen scheint sich der Ankauf von Steuer-CDs auszuzahlen. Viermal so häufig wie im vergangenen Jahr wählten Bürger die Option Selbstanzeige. Sie treibt die Angst vor der Entdeckung, vermutet Finanzminister Walter-Borjans.

Nach dem wiederholten Ankauf von Steuer-CDs aus der Schweiz verzeichnen die Steuerbehörden in Nordrhein-Westfalen weiter einen deutlichen Anstieg bei der Zahl der Selbstanzeigen. Die Finanzverwaltung NRW nahm in diesem Jahr bereits 1528 Selbstanzeigen von Bürgern mit Bezug zur Schweiz auf. Das sind mehr als vier Mal so viel wie im Vergleichszeitraum des Vorjahres, teilte das Landesfinanzministerium mit. Zwischen Januar und Anfang Juli 2012 waren demnach 347 Selbstanzeigen gezählt worden.

Damit stieg die Zahl der Selbstanzeigen seit dem Frühjahr 2010 auf 8939. Besonders die beiden vergangenen Monate zeigten eine deutliche Zunahme. So gingen im Mai NRW-weit 365 Selbstanzeigen ein, im Juni sogar 452.

"Wir werden weiterhin alles tun, um Steuerschlupflöcher im In- und Ausland zu schließen und den Druck auf Steuerbetrüger aufrecht zu erhalten", kündigte NRW-Finanzminister Norbert Walter-Borjans an. "Für manch einen ist und bleibt die Furcht vor der Entdeckung das wichtigste Argument für eine Selbstanzeige, wenn es zur Steuerehrlichkeit nicht gereicht hat", so der SPD-Politiker.

Steuerhinterzieher können sich unter bestimmten Bedingungen selbst anzeigen und damit eine Strafverfolgung vermeiden. Voraussetzung ist allerdings, dass sie den gesamten Umfang der Steuerhinterziehung angeben. Auch darf ihnen nicht bekannt sein, dass Ermittlungen gegen sie laufen oder bevorstehen, weil die Straftat bereits entdeckt wurde.

Quelle: n-tv.de

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