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Die russische Luftwaffe fliegt vorerst weiter Luftangriffe in Syrien.
Die russische Luftwaffe fliegt vorerst weiter Luftangriffe in Syrien.(Foto: dpa)

Vor geplanter Feuerpause in Syrien: Zivilisten sterben bei russischen Luftangriffen

Auf der Münchner Sicherheitskonferenz einigt sich die Syrien-Gruppe auf eine Feuerpause. Doch ungeachtet der geplanten Waffenruhe fliegt Russland vorerst weiter Angriffe in dem Bürgerkriegsland. Dem fallen offenbar keine Dschihadisten, sondern Zivilisten zum Opfer.

Bei einem russischen Luftangriff im Zentrum Syriens sind nach Angaben von Menschenrechtsaktivisten mindestens 16 Zivilisten ums Leben gekommen. Jets der russischen Luftwaffe hätten die Orte Al-Ghantu und Al-Dar al-Kabira nördlich der Stadt Homs bombardiert, erklärte die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte. Die oppositionelle Nachrichtenseite Al-Zaman al-Wasl berichtete von 50 Verletzten.

Auch im Norden Syriens gingen die Kämpfe weiter. Russische Jets hätten Luftangriffe auf den Ort Tel Rifaat nördlich der umkämpften Metropole Aleppo geflogen, meldete die Beobachtungsstelle.

Zudem habe es in der Region schwere Gefechte zwischen Anhängern des syrischen Regimes und islamistischen Rebellen sowie Kämpfern der radikalen Nusra-Front gegeben, hieß es weiter. Dabei handelt es sich um den syrischen Ableger des Terrornetzwerks Al-Kaida. Zwölf Nusra-Dschihadisten seien getötet worden. Auch in den Reihen der Truppen des Regimes habe es Opfer gegeben.

Erst in der Nacht hatten sich Russland, die USA und wichtige Regionalmächte wie die Türkei und Saudi-Arabien in München auf eine Feuerpause binnen einer Woche geeinigt, nachdem die syrische Regierung und die Opposition diese bestätigt haben. Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) und die Nusra-Front sollen jedoch weiter bekämpft werden können.

Quelle: n-tv.de

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