Politik
Freitag, 24. Juli 2009

Kernkraftwerk abgeschaltet: Zwischenfall im AKW Emsland

5773529.jpgDas Atomkraftwerk Emsland im niedersächsischen Lingen ist nach einem Zwischenfall abgeschaltet worden. Eine Überwachungseinrichtung an einem Maschinentrafo löste nach Mitteilung des Betreibers RWE eine Schnellabschaltung aus.

Nach Angaben des niedersächsischen Umweltministeriums handelt es sich dabei aber um einen Vorfall von geringer Bedeutung, der nur auf der untersten Meldekategorie und nicht als Störfall eingestuft wurde. Eine Sicherheitsgefahr bestehe nicht und es habe keinerlei Austritt von Radioaktivität gegeben, sagte eine Ministeriumssprecherin.

RWE garantiert Prüfung

RWE teilte mit, alle Sicherheitseinrichtungen hätten ordnungsgemäß funktioniert. Die Überwachungseinrichtung, die den Alarm auslöste, diene dazu, einen Stufenschalter des Maschinentrafos vor Schäden zu schützen. Die Behörden seien umgehend informiert worden. RWE leitete Untersuchungen zur Klärung der Ursache ein. Vor einer Inbetriebnahme der Anlage werde es umfangreiche Prüfungen geben.

Der 1400-Megawatt-Reaktorblock wurde 1988 in Betrieb genommen und produziert nach Angaben von RWE elf Milliarden Kilowattstunden Strom jährlich. Damit könnten 3,5 Millionen Haushalte versorgt werden.

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Quelle: n-tv.de

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