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Vorschlag 4Bildungspakt

03.11.2005, 13:06 Uhr

Die Initiative für Elite-Universitäten war ein Schritt in die richtige Richtung. Wir gehen noch zwei Schritte weiter. Das ist nur möglich, wenn Bund und Länder in einem Bildungspakt mit den Universitäten den Boden dafür bereiten. Wir fordern, dass der jetzige Haushaltsanteil des Bildungsetats nicht unterschritten wird. Auch wenn sich der Bildungsbereich für private Initiativen öffnet, darf sich der Staat nicht zurückziehen. Hochschulen werden fortan absolute finanzielle Selbstverwaltung genießen.

Der Bund übernimmt die Humboldt-Universität zu Berlin und baut sie zu einem Flaggschiff von internationalem Rang aus. Zehn Jahre lang zahlt der Bund jährlich 1 Milliarde Euro, um mit diesem Geld ein Stiftungsvermögen aufzubauen. Wir setzen darauf, dass diese Initiative Schule macht und die Bundesländer in einem Wettbewerb um Spitzenförderung mit ähnlichen Maßnahmen nachziehen. Erfolgreiche deutsche Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler werden aus dem Ausland nach Deutschland zurückkehren, weil sie ihre wissenschaftlichen Freiheiten und Möglichkeiten in der Heimat nicht mehr gefährdet sehen.

Die Ungerechtigkeit muss abgeschafft werden, dass der Arbeiter den Vollzeit- und Freizeitstudenten finanziert. Wir empfehlen daher, Studiengebühren für alle einzuführen und sie mit einem befristeten Niedrigzinsdarlehen zu verbinden. Das Darlehen zahlen die Studenten zurück in Abhängigkeit von ihrem Einkommen in den ersten Berufsjahren. Öffentliche Schulen für Kunst, Theater und Musik haben einen besonderen kulturellen Auftrag und bleiben deshalb gebührenfrei.

Staatliche Bildungseinrichtungen wie die Deutsche Forschungsgemeinschaft, der Deutsche Akademische Austausch-Dienst und die Begabtenförderwerke werden erweitert. Im Gegenzug garantieren sie einheitliche Auswahl- und Entscheidungsprozesse, die öffentlich nach-vollziehbar sind. Allen Schulabgängern muss die Chance gegeben werden, Auslandserfahrung zu sammeln. Deshalb fördert ein „Johannes-Gutenberg-Programm“ Auszubildende ähnlich dem Erasmus-Programm für Studierende.