Umstrittenes "Killerspiel"Counter-Strike
"Counter-Strike" gilt als das beliebteste Internet-Computerspiel. Man kann es allein oder mit anderen Mitstreitern spielen.
Die Amoklauf-Drohung, die am Nikolaustag in Baden-Württemberg für Ängste und Schrecken sorgte, hatte ein anonymer Benutzer im Internet-Spiel "Counter-Strike" ausgesprochen. Es gehört zu den umstrittenen "Killerspielen". Man kann es allein oder im weltweiten Netz mit anderen Mitstreitern spielen. Es folgt ein Überblick über "Counter-Strike", zusammengestellt nach Angaben der Arbeitsgruppe Computerspiele der Otto-von-Guericke Universität in Magdeburg.
Counter-Strike gilt als das beliebteste Internet-Computerspiel. Es ist in verschiedenen Versionen seit knapp zehn Jahren auf dem Markt und Insbesondere unter Jugendlichen weit verbreitet. Bei der aktuellen Ausgabe handelt es sich um eine Modifikation des Spiels "Half-Life 2", das in der deutschen Ausgabe für etwa 30 bis 40 Euro erhältlich ist. Hersteller ist die amerikanische Firma Valve.
In der virtuellen Welt des Spiels stehen sich Terroristen und Polizisten gegenüber. Die Terroristen erhalten einen Auftrag, den sie in einer bestimmten Zeit erfüllen müssen - etwa, ein Munitionsdepot zu sprengen. Die Polizisten müssen dies verhindern. In einem anderen Szenario muss die Polizei Geiseln befreien, die von den Gegenspielern gefangen gehalten werden. Stirbt eine Geisel, gibt es sowohl für die eine als auch die andere Gruppe Punktabzug.
Bei der Offline-Version muss der Spieler gegen den Computer antreten, der die Gegner bewegt. Wesentlich beliebter ist die Online-Version: Der Internetnutzer kann sich kostenlos auf einem Server anmelden und danach die gewünschte Spielversion und die Mit- und Gegenspieler aussuchen. Bis zu 30 Kontrahenten können sich beteiligen.
Die Benutzer können sich ihre virtuelle Umgebung selbst zurechtschneidern und beliebige Orte wie ein Haus oder eine Schule nachbauen. Zum Töten der Gegner stehen zahlreiche Waffen zur Verfügung, aus denen der Benutzer frei wählen kann.
Oft organisieren sich die Spieler in Vereinigungen, so genannten "Clans", die dann in Wettkämpfen gegeneinander antreten. Vergleichbar mit anderen Sportarten gibt es Länderwettkämpfe bis hin zu Weltmeisterschaften. Trainiert wird im Internet. Besonders beliebt sind Partys, bei denen meist eine große Halle für den Wettstreit angemietet wird.