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Geringe AutoritätDas Nahost-Quartett

21.02.2007, 12:14 Uhr

Die eher geringe Autorität des so genannten Nahost-Quartetts gilt als ursächlich für den Misserfolg. Erstmals formiert hatte sich die Gruppe 2002.

Das Nahost-Quartett tritt seit einigen Monaten wieder stärker in Erscheinung - und das nicht zuletzt wegen deutscher Bemühungen. Das Quartett besteht aus den USA, der Europäischen Union, Russland und den Vereinten Nationen. Erstmals formierte es sich im April 2002. Anlass war damals eine neue Intifada (Aufstand) der Palästinenser, die den Nahostkonflikt verschärfte. Ende April 2003 präsentierte US-Präsident George W. Bush einen vom Quartett ausgearbeiteten Stufenplan.

In dieser so genannten Road Map wurde festgelegt, wie nach einem Ende der Gewalt und dem Abzug der Israelis aus den 1967 besetzten Gebieten bis 2005 die Voraussetzungen für einen souveränen Staat der Palästinenser geschaffen werden sollten. Der Plan blieb bislang Makulatur. Das Quartett drohte zeitweise in Vergessenheit zu geraten. Dennoch gilt der "Fahrplan" weiter als Basis für den Weg zum Frieden.

Die eher geringe Autorität der Gruppe gilt als ursächlich für den Misserfolg. Israel hielt die UN, EU und Russland für palästinenserfreundlich und setzte eher auf die USA als Ansprechpartner. Den Plan selbst akzeptierten sie nur mit Einschränkungen. Der damalige Palästinenser-Präsident Jassir Arafat erklärte die "Road Map" bald für "tot", weil die USA nicht genug getan hätten. Die Gewalt dauerte an. In den vergangenen Wochen erhöhte Washington sein Engagement in der Region.