Terror und Epressung"Euskadi ta Askatasuna"
Die baskische Untergrundorganisation ETA hat Jahrzehnte lang für einen unabhängigen baskischen Staat gebombt und getötet.
Die baskische Untergrundorganisation ETA hat Jahrzehnte lang für einen unabhängigen baskischen Staat gebombt und getötet. Fast 850 Männer, Frauen und Kinder kamen bei ihren Terroranschlägen ums Leben. Die ETA betrachtet sich selbst als eine links stehende Befreiungsorganisation. Von der Europäischen Union und anderen internationalen Organisationen wurde sie offiziell als terroristische Vereinigung eingestuft.
Das Kürzel ETA steht für "Euskadi ta Askatasuna", Baskenland und Freiheit. Gegründet wurde die Gruppe 1958. Im Kampf gegen die Franco-Diktatur (1939-1975) spielte sie eine wichtige Rolle. Doch auch nach der Rückkehr Spaniens zur Demokratie setzte die Organisation ihren bewaffneten Kampf fort.
Seit dem ersten Mordattentat 1968 folgten zahlreiche Anschläge in ganz Spanien. Die spektakulärste Aktion war 1973 die Ermordung von Ministerpräsident Luis Carrero Blanco. Das Attentat auf den 70 Jahre alten Franco-Vertrauten war eine Vergeltung für die Hinrichtung militanter Basken.
Das blutigste ETA-Attentat war ein Anschlag auf ein Kaufhaus in Barcelona im Juni 1987 mit 21 Toten. Diesen Anschlag bezeichnet die ETA als einen "schweren Irrtum". 1995 versuchte die ETA sogar König Juan Carlos auf Mallorca zu ermorden.
Ende 1999 hatte sie nach 14 Monaten ihre im September 1998 erklärte Waffenruhe aufgekündigt. Noch im Jahr 2000 waren der ETA-Gewalt 23 Menschen zum Opfer gefallen. Im Jahr 2003 sank die Zahl der Getöteten drastisch auf drei. Seither gab es keine Todesopfer mehr. Die ETA-nahe Baskenpartei Batasuna (Einheit) wurde im März 2003 vom Obersten Gerichtshof verboten. Sie galt als politischer Arm der Terroristen.
Wie viele Terrorgruppen, finanziert sich auch die ETA durch erpresste Schutzgelder, die sie "Revolutionssteuer" nennt. Wer nicht zahlt, muss damit rechnen, dass im eigenen Betrieb eine Bombe explodiert. Erst vor zwei Tagen bekannte sich die ETA zu neun Terroranschlägen.