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Dossier

Montag, 20. November 2006

Hintergrund: Gewalt an deutschen Schulen

In den vergangenen Jahren haben Gewalttaten an Schulen öfter für Schlagzeilen gesorgt. Die Liste reicht bis zu tödlichen Attacken auf Lehrer:

26. April 2002: In einem Gymnasium in Erfurt richtet ein Ex-Schüler ein beispielloses Blutbad an: Schwarz vermummt und schwer bewaffnet zieht der 19-Jährige durch das Gebäude und erschießt 16 Menschen - acht Lehrerinnen, vier Lehrer, eine Schülerin, einen Schüler, die Sekretärin und einen Polizisten. Dann tötet er sich selbst.

19. Februar 2002: Ein mit zwei Pistolen, drei Rohrbomben und einer Handgranate bewaffneter 22-Jähriger tötet bei einem in Eching bei München begonnenen und in Freising fortgesetzten Amoklauf drei Menschen, darunter den Rektor seiner früheren Wirtschaftsschule.

16. März 2000: Weil er am Vortag von seinem Realschulinternat in Brannenburg (Bayern) verwiesen wurde, schießt ein Schüler (16) den Leiter der Anstalt in den Kopf und fügt sich dann selbst schwere Verletzungen zu. Der 57-Jährige stirbt sechs Tage später.

21. Februar 2000: In Müncheberg (Brandenburg) wird eine 16- jährige Gymnasiastin festgenommen, die ein Handgranaten-Massaker an ihrer Schule geplant haben soll.

21. Dezember 1999: In Köln-Porz stürzt ein 15-Jähriger in ein Klassenzimmer und schießt wortlos mit einer Gaspistole auf einen Pädagogen. Weil ihn seine Mitschüler trotz Maskierung erkannt haben, kann der Täter kurze Zeit später dingfest gemacht werden.

30. November 1999: Die Polizei nimmt in Metten (Bayern) drei Jugendliche fest, die Mordpläne gegen ihre Schulleiterin und eine Lehrerin geschmiedet hatten.

09. November 1999: In Meißen (Sachsen) dringt ein 15 Jahre alter Gymnasiast maskiert in ein Klassenzimmer ein und ersticht seine Lehrerin. Er hatte die Tat angekündigt, wird kurz darauf gefasst.

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