US-ÖlversorgungGolf wichtiger als Alaska
Wegen des Hurrikans "Katrina" ist ein Teil der amerikanischen Ölplattformen, Häfen, Raffinerien und petrochemischen Werken geschlossen worden.
Wegen des Hurrikans "Katrina" ist ein Teil der amerikanischen Ölplattformen, Häfen, Raffinerien und petrochemischen Werken geschlossen worden. Tausende Arbeiter wurden von Bohrplattformen im Golf von Mexiko evakuiert. Auch in den Betrieben an der Golf-Küste der Bundesstaaten Louisiana, Mississippi und Alabama ruhte die Arbeit weitgehend.
Im Golf von Mexiko werden täglich rund 1,5 Millionen Barrel Öl für die USA gefördert, von denen nun etwa 600.000 Barrel durch die Schließung der Ölinstallationen ausfallen. Im Golf befinden sich mehr als 800 bemannte Bohrinseln, 135 Bohrtürme sowie tausende kleinerer Bohranlagen.
Auf den Golf von Mexiko entfällt mehr als ein Viertel der amerikanischen Erdgas- und Ölförderung. Damit ist der Golf von Mexiko für die US-Ölversorgung wichtiger als Alaska. In den US-Bundesstaaten am Golf von Mexiko befinden sich zahlreiche Raffinerien. Die petrochemische Industrie ist in den Küstengebieten mit riesigen Anlagen konzentriert.
Auch ein großer Teil der US-Ölimporte läuft über die Golfhäfen. Der Louisiana Offshore Oil Port (LOOP), etwa 30 Kilometer südlich von New Orleans, ist der mit Abstand größte amerikanische Ölimporthafen. Die in den Küstengebieten liegenden Raffinerien repräsentieren fast 50 Prozent der US-Gesamtkapazität.