"Zwei Fliegen mit einer Klappe"Herr Bödecker beantwortet die P-Frage
Wer wird unser neues Staatsoberhaupt? Von der Leyen, Lammert oder doch Schäuble? Nichts da, Merkel soll es machen, sagt Ehrhardt Bödecker. Und weil die Bürger in der Politik "nicht mehr zu Wort kommen", hat der Historiker einen anderen Weg gefunden, der Welt seinen Vorschlag zu verkünden.
Wer wird unser neues Staatsoberhaupt? Von der Leyen, Lammert oder doch Schäuble? Nichts da, die Bundeskanzlerin soll es machen, sagt Ehrhardt Bödecker. Der Historiker hält Angela Merkel für die beste Nachfolgerin von Horst Köhler. Und weil die Bürger in der Politik "nicht mehr zu Wort kommen", hat er einen anderen Weg gefunden, seinen Vorschlag in die Köpfe der Abgeordneten der Bundesversammlung zu transportieren.
"Wählen Sie Frau Angela Merkel zu unserer neuen Bundespräsidentin. Sie ist hochintelligent, kann moderieren, spricht mehrere Sprachen (auch russisch) und ist international respektiert", steht da in einer großen Anzeige im "Berliner Tagesspiegel" geschrieben. Sicher, keine preiswerte Art der Meinungsverbreitung, aber was sei schon teuer, wenn man sich wie er um sein Land sorge. Das sei offenbar heute nicht mehr "en vogue", schimpft der 85-Jährige im Interview mit n-tv.de. "Man muss immer Interessen vertreten, ich vertrete keine Interessen, mir geht es um unser Land."
Kanzlerin Merkel habe ideale Voraussetzungen für den Job als Bundespräsidentin, nicht aber die Eigenschaften eines Kanzlers, urteilt Bödecker, der nicht nur viele Jahre eine Bank leitete, sondern sich auch als Autor mit Werken über die preußische Geschichte einen Namen machte. Es fehle Merkel an Durchsetzungskraft und die sei nun mal nötig, sonst wird es nichts mit dem Sparen. "Wir brauchen einen besseren Bundespräsidenten und wir brauchen einen besseren Bundeskanzler", fordert er im Interview und stellt klar: Das sind zwei Positionen, die wir jetzt auswechseln könnten.
"Er kann den Stall in Ordnung bringen"
"Als neuer Bundeskanzler wäre Freiherr Karl-Theodor von und zu Guttenberg vorzusehen", schreibt Bödecker in seiner Anzeige weiter. Er sei entscheidungsfreudig, würde wieder die Richtlinien in der Politik bestimmen und brächte frischen Wind in die leider desolate Lage.
"Guttenberg kann diesen Stall in Ordnung bringen", betont er gegenüber n-tv.de. Auf die Frage, welchen Erfolg er sich mit der Anzeige erhofft, antwortet Bödecker, dass es doch schön wäre, wenn er "von den über 1000 Leuten in der Bundesversammlung den einen oder anderen unsicher mache". Zwar sei er sich sicher, dass die Parteien nicht darauf eingehen werden, aber es sei ihm wichtig, dass die Politiker mal darüber nachdenken. "Es wird zu wenig nachgedacht und zuviel nachgeplappert!"