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Dossier

Montag, 25. Dezember 2006

Äthiopien: Hungersnöte und ein Grenzstreit

Äthiopien ist das am längsten unabhängige Land Afrikas. Abgesehen von einer fünf Jahre dauernden Besetzung durch Italien unter Mussolini hat es nie eine Kolonialherrschaft erlebt. Der ostafrikanische Binnenstaat am Horn von Afrika zählt mit seinen gut 70 Millionen Einwohnern zu den ärmsten Afrikas. Das jährliche Durchschnittseinkommen liegt bei rund 100 Dollar.

Die Demokratische Bundesrepublik Äthiopien steht für immer wiederkehrende Hungersnöte und einen Grenzstreit mit dem Nachbarland Eritrea. Die Hauptstadt Addis Abeba ist außerdem Sitz der im Jahr 2002 gegründeten Afrikanischen Union.

Das weitgehend christlich orientierte Land, das mit einer Fläche von rund 1,2 Millionen Quadratkilometern gut doppelt so groß ist wie Frankreich, unterstützt im jüngsten Konflikt die international anerkannte, aber schwache Übergangsregierung Somalias gegen die Union islamischer Gerichte. Die somalischen Islamisten haben enge Beziehungen zu Eritrea, dem Erzrivalen Äthiopiens, und sollen von dort auch Waffen für ihre Milizen erhalten.

Äthiopien gilt militärisch als die stärkste Regionalmacht am Horn von Afrika. Das Land hat nach Schätzungen von Militärexperten mit rund 162000 Soldaten und gut 500 Kampfpanzern die größte Armee des ganzen Kontinents.

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