Donnerstag, 12. August 2010
Von der "Kursk" zum Feuerinferno: Krisenmanagement auf Russisch
Nicholas Roerich
Die Brände in Russland zeigen: Zehn Jahre nach dem Untergang der "Kursk" bleibt die Einstellung der Mächtigen zum Volk unverändert: Inszenierte Tatkraft ersetzt konkrete Hilfe.Wenn ein Land nach wochenlanger Dürre von katastrophalen Bränden heimgesucht wird, Dutzende Menschen sterben, Tausende obdachlos werden, hunderttausende Hektar Land vernichtet sind, das Militär Atomanlagen räumt, Feuer die verseuchte Region um Tschernobyl erreicht und in der von giftigem Rauch heimgesuchten Hauptstadt Millionen Menschen eine Ahnung bekommen, wie die Apokalypse aussehen könnte, dann sollte jemand versuchen, das Schlimmste zu verhindern und die Lage unter Kontrolle zu bringen.
Auch in Russland ist das eigentlich Aufgabe der Staatsführung. Doch weder Präsident Dmitri Medwedew noch Premierminister Wladimir Putin zeichnen sich durch angemessenes Krisenmanagement aus. Von Moskaus Bürgermeister Juri Luschkow ganz zu schweigen.
Erinnerungen an die "Kursk"
Manche Dinge ändern sich wohl nicht. Auf den Tag genau vor zehn Jahren sinkt das russische U-Boot "Kursk", alle 118 Seeleute sterben. Die Marine erweist sich als unfähig, das Prunkstück der U-Boot-Flotte zu bergen - geschweige denn die Besatzung zu retten. Hilfe aus dem Ausland nimmt die Marineführung erst an, als es zu spät ist. Präsident Putin bricht seinen Urlaub erst nach einer Woche ab. Die Angehörigen der Besatzung werden über den Verlauf der Rettungsarbeiten nur schleppend und teilweise absichtlich falsch informiert.
23 Seeleute überleben die Explosion zunächst und rufen noch um Hilfe, als die Marine sie bereits für tot erklärt. Erst zwei Jahre nach dem Untergang gibt sie zu, dass ein eigener defekter Torpedo für die Explosion verantwortlich ist. Bis dahin beharrt die Marineführung auf der Version, die über 150 Meter lange "Kursk" sei nach einer Kollision mit einem U-Boot der Nato gesunken.
Zehn Jahre nach dem Untergang der "Kursk" wird Russland von verheerenden Bränden heimgesucht. Und der Blick zurück zeigt zahlreiche Parallelen: Behörden und Verantwortliche versagen, das Löschen kommt nicht voran, die Bevölkerung wird beschwichtigt und falsch informiert, Verantwortung übernimmt keiner, lediglich ein paar Offiziere werden entlassen.
Kollektive Gleichmut
Als die Feuer ausbrechen, entdeckten Feuerwehrleute, dass viele der Wege in den Wäldern in so schlechtem Zustand sind, dass die Fahrzeuge nicht durchkommen. Löschteiche enthalten kein Wasser, sondern Matsch. Viele machen eine Reform aus dem Jahre 2006 verantwortlich: Holzkonzerne dürfen den Brandschutz an Subunternehmer übertragen. Das machen sie auch fleißig. Das Resultat: Die beauftragten Firmen sind kaum vorbereitet und schlecht ausgerüstet.
Und in Moskau? Die Stadt ist tagelang von giftigem Rauch eingehüllt. Viele der 10,6 Millionen Menschen in der größten Stadt Europas finden kaum noch Luft zum Atmen - und das bei der stärksten Gluthitze, die die Stadt seit mehr als 140 Jahren heimsucht. Die Metropole versinkt in einem düsteren Nebel, der so brenzlig riecht, dass vielen übel wird. Der brandige Dunst von den Torfbränden des Umlands beißt in den Augen, trocknet den Rachen und reizt die Schleimhäute in der Nase. Die Todesrate in Moskau steigt allein im Juli im Vergleich zum Vorjahresmonat um 50 Prozent auf mehr als 14.000 Menschen.
Was Moskaus Bürgermeister Juri Luschkow lange nicht davon abhält, seinen Urlaub zu genießen. Erst als die Proteste immer heftiger werden, entschließt er sich, in die Hauptstadt zurückzukehren. Die Begründung für sein Fernbleiben: Schuld am Smog seien ja die Wald- und Torfbrände in der Umgebung. "Das sind nicht nur Folgen von Naturkapriolen, sondern auch von der Verantwortungslosigkeit der Beamten der Regionen", sagte Luschkow. Auf den Gedanken, dass in Moskau Organisationsbedarf besteht, kommt der Bürgermeister nicht.
Auf nach Abchasien
Wer Medwedew, Putin oder Luschkow nun vorwirft, sie seien Versager, die es nicht besser können, der irrt. So bitter es auch ist: die Probleme der Bevölkerung sind ihnen schlicht ziemlich egal.
Ein eindrucksvolles Beispiel für diese Geisteshaltung der politischen Führung lieferte Medwedew am vergangenen Wochenende: Er reiste zum zweiten Jahrestag des Krieges gegen Georgien in dessen abtrünnige Region Abchasien. Dort rechtfertigte er den Krieg, traf den Rebellenchef und unternahm mit ihm einen Bootsausflug. So sehen also die Prioritäten der russischen Staatsführung aus. Die Schwächung Georgiens ist ihr aufrichtig wichtiger.
Die Zustimmung für Medwedew und Putin sinkt zwar auf ein historisches Tief, doch in einer "gelenkten Demokratie" ist das für die beiden kein Grund zur Sorge. Putin wird zwar bei einem Besuch in Nischni Nowgorod von verzweifelten Frauen beschimpft, doch diese Bilder tauchen im Staatsfernsehen natürlich nicht auf. Statt dessen sieht der Zuschauer, wie sich Putin im Kampf gegen das flammende Inferno als oberster Brandmeister mit einem Einsatz in einem schweren Löschflugzeug in Szene setzt. Als Co-Pilot eines Wasserflugzeugs wirft er nach einer kurzen Einführung in die Technik zielgenau die Wasserladung ab. Dieses Bild soll in Erinnerung bleiben.
Liberalismus als Schimpfwort
Und was interessieren die Umfragewerte von Medwedew? Aller Wahrscheinlichkeit nach will sich Putin 2012 wieder zum Präsidenten wählen lassen. Je unbeliebter Medwedew ist, desto strahlender wirkt Putin. Der ehemalige Geheimdienstchef hat es bislang immer geschafft, seinen Gegnern die Schuld an den immensen Problemen des Landes zu geben. Mal zeigt er auf die Oligarchen, um sie für Arbeitslosigkeit, steigende Preise oder Korruption verantwortlich zu machen, mal zeigt er auf Provinzfürsten.
Die Zustimmung für Putin sinkt zwar auf ein historisches Tief, doch das wird sich wieder ändern.
(Foto: ASSOCIATED PRESS)
Als nächstes könnte Medwedew dran sein. Nicht weil Putin persönlich etwas gegen seine Kreatur hätte, im Gegenteil. Es geht um das, für das Medwedew steht. Der Präsident soll der Autokratie den Anstrich von schrittweiser Liberalisierung und Modernisierung geben. Diese ungeliebten Begriffe kann Putin nun problemlos mit dem vielfachen Versagen bei der Brandbekämpfung in Verbindung bringen.
Währenddessen lodern die Brände weiter, Feuer erreicht die Region um Tschernobyl und nicht nur in Moskau leiden Menschen. Doch was geht das Putin an?
Während seiner achtjährigen Präsidentschaft war er in Russland außerordentlich populär, auch wenn das in Deutschland erstaunlich erscheinen mag. Ihm fiel es leicht, den Staat Schritt für Schritt in seinem Sinne umzuformen, ein autokratisches Regime mit einer starken Zentralmacht und einem allmächtigen Geheimdienst zu schaffen. Eine nennenswerte Opposition gibt es nicht.
Doch nicht nur Strukturen und Symbole der Sowjetunion haben eine Wiederauferstehung erlebt, auch der Umgang der Mächtigen mit der Bevölkerung ist sehr ähnlich. Das hat schon die "Kursk" gezeigt. Der Turm des geborgenen U-Boots sollte ursprünglich nahe einer Kirche in Murmansk aufgestellt werden, um als Teil eines Mahnmals die Erinnerung an die Tragödie wachzuhalten. Doch aus dieser Ankündigung wurde nichts: Das Wrackteil ging verloren und wurde erst im vergangenen Jahr zufällig wiederentdeckt – auf einem Schrottplatz.

Sehr geehrter Herr Roerich, Sie haben einfach keine Ahnung von dem, worüber Sie reden, auch wenn es für Sie, mit Ihren eigenen Worten, erstaunlich sein mag. Es sind zahlreiche sachliche Fehler in dem - doch relativ kurzen - Artikel, sowie einige sehr naive Aussagen, die einen Artikelschreiber erkennen lassen, der weder in Russland längere Zeit gelebt hat, noch das Land und die Situation dort versteht. Ich könnte das Ihnen zu jedem einzelnen Fehler detailliert nachweisen, das würde jedoch den Rahmen dieses Kommentars hier bei weitem sprengen. Vielleicht sollten Sie zuerst etwas Russisch lernen und entsprechende Quellen sowohl zu dem Kursk-Unglück wie auch zu den derzeitigen Grossflächen-Bränden recherchieren. Insofern sollten Sie auch das Artikelschreiben über diese Themen bis dahin am besten jemand kompetenterem überlassen. Mit freundlichen Grüssen Michael Seitz
Sehr geehrter Herr Seitz, aus Ihrem Kommentar kann man auch beim besten Willen nicht jemanden erkennen, der, wie Sie sagen, längere Zeit in Russland gelebt, geschweige denn das Land und die Situation dort versteht. Der lupenreine Demokrat Putin steht für das Wiedererstarken Russlands, für dieses Gefühl sind die Menschen dort bereit, sehr viel zu opfern. Ein Menschenleben in einer Diktatur ist nicht viel Wert, das haben die Führer des geschundenen Landes mehrfach bewiesen. Die Interessen der grossen Sache hatten schon immer den Vorrang, der Stalin pflegte zu sagen: wir haben genug Weiber, die uns genug Kinder gebären werden. Und viele sehen in dem Putin sogar den neuen Stalin. Als ich vor kurzem in Moskau war, hat mir eine ältere Frau allen Ernstes an den Kopf geworfen, wir der Westen hätten Russland von allen Seiten umzingelt und träumen von nichts Anderem, als das Land zu erobern und dessen Bodenschätze zu rauben. Die in- und ausländische Feinde sind das beliebteste Mittel jeder Diktatur auf der Welt, um die eigene Bevölkerung zu unterdrücken. Mit freundlichem Gruss Albert K.
Sehr geehrter Herr Seitz, es wäre doch schon mal ein guter Anfang, wenn Sie denn wenigstens mal einen Fehler detailliert nachweisen würden
Sehr geehrter Herr Seitz, ich gebe gerne zu, nicht über das fundierte Hintergrundwissen zu verfügen, um ihren Kommentar inhaltlich zu bewerten. Ich kann aber auch ohne dieses Hintergrundwissen feststellen, dass ihr Kommentar auf billige Weise polemisch ist. Dem Autor Wissen abzusprechen, sachliche Fehler ohne deren Nennung anprangern, eigenes Wissen zu behaupten und dann aber den konkreten Beweis schuldig zu bleiben ist unterste Schublade. Auf ihre Ausführungen zur Kursk-Katastrophe wäre ich aber sehr gespannt, zumal stillschweigend Herr Roerich ja ihrer Aufforderung nachkäme und Artikel zu diesen Themen einem Kompenteren überliesse; zumindest jemandem, der dies für sich in Anspruch nimmt, nämlich Ihnen! MfG
Hallo Michael, etwas ohne Angabe zu kritisieren ist Politikergehabe, viel reden ohne etwas klar auf den Punkt zu bringen. Beim Kursk Unglück wurde vehement von Russland jede Einflussnahme gestoppt und auch lange aufrechterhalten das es ein Zusammenstoss mit einem anderen Uboot war. Das Russland eine gelenkte Demokratie ist steht wohl ausser Frage. Was nicht heisst das Russland bereit wäre für eine normale Demokratie. Manche Dinge brauchen Zeit sich zu entwickeln.
Sehr geehrter Herr Roerich, auch ich musste leider feststellen, dass ihr Artikel zur derzeitigen Lage in Russland unpassend ist, schließlich ist die russische Regierung nicht für die verherrenden Bränden im ganzen Land verantwortlich. Die klimatischen Bedingungen sind schließlich zur Zeit an einigen Orten auf der Welt ein großes Problem und haben dort große Schäden angerichtet. Zudem erscheint es mir sehr gewagt politische Paralelen zum Kursk-Unglück in der Barentsee zu ziehen. Der politische Umgang mit Katastrophen ist in einem Land wie Russland gerade auf Grund seiner historischer und menschlichen Entwicklung nicht mit gleichen Maßstäbe zu bemessen, wie in einigen europäischen Ländern. In puncto Demokratie, Rechtstaatlichkeit und Meinungsfreiheit hinkt Russland sicherlich ein wenig hinterher. Zusätzlich bin ich davon überzeugt, dass den herrschenden Eliten in Russland die Probleme der Bevölkerung nicht völlig egal ist. Ein kurzzeitiger Besuch des Präsidenten Medwedew in der kriegzerstörten Kaukasusrepublik Abchasien ist in anbetracht der wirtschaftlichen und politisch äußerst brisanten Situation sogar begrüßenswert und kein davonlaufen vor der Verantwortung in Rest-Russland. Mit freundliche Grüßen, Sophie
Man muss in einem Rechtsstaat für jede Behauptung einen Beweis vorlegen. Welche Gedanken und Gefühle jemand hat ist sehr schwer nachzuweisen. Das gilt in gleicher Weise für Putin und Medwedjew. Es handelt sich also bei dem Artikelt weitestgehend um unbewiesene Unterstellungen seitens des VErfassers. Im Übrigen frage ich mich was man will: entweder eine starke russische Zentralgewalt, die für alles zuständig und damit verantwortlich ist, oder eben keine. Man kann nicht gleichzeitig alle Verantwortung für das Desaster an Putin übertragen und sich dann über seinen Mangel an Demokratie beschweren. Im Übrigen hat noch nie ein deutscher Politiker eine Naturkatastrophe in einer Distanz von rund 3000 km bekämpfen müssen. Etwas weniger deutsche Besserwisserei wäre also angebracht.
Es ist irgendwie langweilig, sobald sich nur die geringste Gelegenheit bietet, Putin eine reinzuhauen, nutzt die deutsche Medienlandschaft ihre Chance. Putin hat zu seiner Amtszeit in wenigen Jahren ein völlig verschuldetes Land mit darniederliegender Witschaft unter Jelzin und seinen Harvard Beratern ist die russische Wirtschaft auf 30 des Standes von 1990 runtergerutscht, siehe J. Stiglitz zu einem Land mit stabilen Finanzen und einem wirtschaftlichen Aufschwung gemacht. Ist es das, was der Westen ihm anlastet? Warum dieser Putin Hass? Man sollte sich mal fragen, ob man im Westen immer noch in der Tradition von Hitler und seinem Antiwolschewismus lebt und denkt.
Die aufgeregten Kommentare der allwissenden Damen Sophie und Herren Seitz lassen mich als Russin nur eines traurig erkennen: Sie möchten wohl das Bild von einem hübschen Märchenrussland für sich bewahren und erkennen nicht an, was dieser tragische Sommer zu Tage fördert - die russische Politik ist so korrupt und menschenverachtend, dass sie auf diese Jahrtausendhitze übrigens von russischen Medien bereits im Winter angekündigt! nicht vorbereitet war und den Missständen mit einer Gewohnheitsreaktion begegnet, mit Lügen und beschwichtigen. Oder wussten SIE, dass Moskauer Ärzte unter Androhung von Kündigung die Diagnose Hitzschlag u.ä. untersagt wurde? Was ist das, wenn nicht Lügen und Beschwichtigen? Der Autor hat das schon sehr gut recherchiert. Die Kursk-Parallele ist vielleicht reißerisch, das stimmt. Aber auch auf eine tragische Weise völlig korrekt. Die Welt ist eine Bühne, und die russische Politik ist ein Balagan. Wissen Sie denn, was DAS bedeutet?
Albert schreibt: Der lupenreine Demokrat Putin steht für das Wiedererstarken Russlands, für dieses.. Das ist wohl ein Witz oder doch ernst gemeint? Scheinbar sind hier einige Kommentare von Menschen mit russischen Wurzeln geschrieben worden, ohne mehr zu Wissen wie es im alten Väterchen Russland ist und war. So verklebt einen die entfernte Sicht die Augen um noch ein gutes Haar an Putin oder Medwedew zu lassen. Das neue Russland wird mit harter Hand regiert PUNKT. Putins und Medwedews Biographie sagen alles zum Thema. Es wird nicht demokratisch oder so ähnlich regiert, sondern im Befehlston und mit dem Verständnis eines Soldaten PUNKT Zum Schluß: Kursk ist gleich Waldbrände in Russland in Bezug auf das Verhalten der Verantwortlichen. Aber das, kann ich zur Beruhigung aller sagen, wäre bei uns auch nicht viel anders, wenn es die gleiche Art einer neuen Katastrophe wäre.
Lieber Mario, vielleicht lesen Sie einmal Joseph Stiglitz, er ist als Ex Senior Vice President der Weltbank, Harvard Professor, Clinton Berater und Nobelpreisträger nun wirklich weit davon entfernt, Putinfreund zu sein. Er erläutert sehr detailliert, wie unter dem vom Westen so gefeierten angeblichen Demokraten Jelzin das Land in den Ruin gewirtschaftet wurde, während unter Putin in fast sämtlichen Punkten eine geradezu unglaubliche Stabilisierung stattfand. Fragen Sie mal die deutschen Industrieverbände. Ich habe beruflich viel mit Russen und in Russland zu tun, sie würden ihn zwar nicht als Demokraten bezeichnen, aber Demokratie nach westlichem Ratschlag ist für die meisten Russen nach Jelzin identisch mit Armut und Niedergang. Im Übrigen ist es pervers, eine Naturkatastrophe ideologisch auszuschlachten. Pakistan ist auch keine Demokratie und in Bezug auf die Überschwemmungen dort wird auch nicht der Führung die Schuld gegeben. Einfach absurd der Artikel und die Meinungen.. Abgesehen davon ist es Sache der Russen zu regeln, wie sie regiert werden wollen. Die brauchen nicht unseren erhobenen Zeigefinger. Am deutschen Wesen sollte Russland schon mal genesen und das hat 22 Millionen Sowjets das Leben gekostet.
Lieber Mario, vielleicht lesen Sie einmal Joseph Stiglitz, er ist als Ex Senior Vice President der Weltbank, Harvard Professor, Clinton Berater und Nobelpreisträger nun wirklich weit davon entfernt, Putinfreund zu sein. Er erläutert sehr detailliert, wie unter dem vom Westen so gefeierten angeblichen Demokraten Jelzin das Land in den Ruin gewirtschaftet wurde, während unter Putin in fast sämtlichen Punkten eine geradezu unglaubliche Stabilisierung stattfand. Fragen Sie mal die deutschen Industrieverbände. Ich habe beruflich viel mit Russen und in Russland zu tun, sie würden ihn zwar nicht als Demokraten bezeichnen, aber Demokratie nach westlichem Ratschlag ist für die meisten Russen nach Jelzin identisch mit Armut und Niedergang. Im Übrigen ist es pervers, eine Naturkatastrophe ideologisch auszuschlachten. Pakistan ist auch keine Demokratie und in Bezug auf die Überschwemmungen dort wird auch nicht der Führung die Schuld gegeben. Einfach absurd der Artikel und die Meinungen.. Abgesehen davon ist es Sache der Russen zu regeln, wie sie regiert werden wollen. Die brauchen nicht unseren erhobenen Zeigefinger. Am deutschen Wesen sollte Russland schon mal genesen und das hat 22 Millionen Sowjets das Leben gekostet.
Naja! Von der Demokratie kann hier in Europa auch nicht die Rede sein. Eher ist es eine Diktatur der Demokratie!!! Diktatur der Bank! Egal wie demokratisch das System aufgebaut ist - die Bank gewinnt immer. Legalisierter Raub ist bestimmt keine Demokratie! Ich spreche von unserem Geldsystem. Uns geht es hier nur deshalb so gut, weil wir es geschafft papier mit farbe zu bedrucken und es gegen die Rohstoffe zu tauschen. Wartet mal ab, wenn die Russen auf dieselbe Idee kommen - Öl und Gas nur für den Rubel an uns zu verkaufen, dann werden wir sie sofort als Erpresser beschimpfen... Nicht wahr?
Liebe Natalia, wenn die russischen Medien bereits im Winter den heißen und trockenen Sommer angekündigt haben, warum sind dann die Menschen und Verantwortlichen in den Gemeinden und Kommunen nicht präventiv aktiv geworden? Der ach so machtgeile Putin hat doch vor ca. 2 Jahren die diesbezügliche Verantwortung an die Regionen und privaten Besitzer der Wälder abgegeben? Wenn man Mitbestimmung will dann muss man die Verantwortung auch übernehmen und die Schuld für die Folgen von Passivität nicht nach oben schieben. Wieso gehen Sie davon aus, dass Medienmeldungen nur die Herrschenden interessieren und aktivieren sollten während die Bevölkerung sorglos mit dem Feuer spielt ? Mir scheint das ein merkwürdiges Demokratieverständnis zu sein
Der Name des Autoren und dieser Artikel lässt vermuten, dass es sich um einen frustrierten Aussiedler handelt der eine große Karriere bei der Bild haben könnte.
Der Hass auf Russland ist nicht neu und entspricht ganz der Linie der Macher und Eigner von N-TV. Domokratien westlicher Prægung sind natuerlich auch auf diesem Gebiet allen anderen weit ueberlegen und mit schlauen Ratschlægen schnell zur Hand. Wie sehr ihnen ihre Bevølkerung am Herzen liegt, hat Katrina eindrucksvoll bewiesen - der amerikanische Præsident hatte wichtigers zu tun...zB.auf seiner Ranch in Texas. Damals keine Spur von solch polemisch und ideologisch verbræmter Propaganda. Ausgerechnet die Versager von Katrina sollen in Pakistan die Rettung bringer und die Ueberschlauen von N-TV haben`s vergessen...
@mario: Wie bereits erwähnt braucht Demokratie Zeit. Nicht jedes Land hat wie Deutschland einen Weltkrieg oder zwei angefangen, diesen verloren und binnen kürzester Zeit Demokratie eingetrichtert bekommen. Nein, die meisten Länder dieser Welt haben sich selbstständig für diesen Weg entschieden und haben einige Jahrhunderte gebraucht um da zu sein, wo Deutschland heute ist. Möglicherweise ist das ein Kompliment für Deutschland. Schließlich haben Sie etwas innerhalb von 20 Jahren zu Stande gebracht, was andere Länder in 100 Jahren nicht geschafft haben. Naja, dafür haben die anderen demokratischen Länderauch keine zwei Weltkriege verloren. : - PUNKT Ich amüsiere mich immer wieder köstlich, wenn Menschen aus der Ferne über die Regierung anderer Länder urteilen als ob Ihr Land in der Weltgeschichte keine Fehler gemacht hat und zugleich verlangen, dass alles von heute auf Morgen in die Tat umgesetzt wird. Ich glaube Russland ist uns allen ein Entschuldigung schuldig, dafür dass dort keiner mit dem Gewehr aus Europa steht und Sie zwingt so schnell wie möglich lupenreine Demokratie durchzusetzen. Was die Korruption angeht, so ist Russland ganz weit vorne. Gemäß einer Artikelüberschrift: „Korruptionsbekämpfung in Russland läuft wie geschmiert.“ Aber auch das braucht seine Zeit. Vom Kommunismus in die vom westen verstandene Demokratie könnte noch 20, 40 odergar 100 Jahre in Anspruch nehmen. Und zu guter letzt hier noch ein Artikel von einem deutschen Journalisten, der in Russland sesshaft ist. Dieser äußert sich oft kritisch dem Russland gegenüber, aber zumindest bleibt er faktisch: http://www.aktuell.ru/russland/kommentar/selten_peinlich_merkels_masken_fuer_moskau_484.html
Eins vorweg. Ich bin auch von dieser deutschen Demokratie nicht überzeugt. Aber wenn diese Demokratie folgendes bedeutet. Es gibt ein funktionierendes Rettungssystem mit THW, Feuerwehr und allen nachgelagerten Ressourcen, dann haben die Menschen vor Ort keine 40 Jahre, denn bis dahin sind sie bereits tot. Lassen sie mich raten, durch das Feuer? Und immer wieder das Totschlag Argument zu bringen ,wir Deutschen haben 2 Weltkriege angefangen und dürfen nichts sagen, na dann werden sich meine Kinder das noch anhören müssen. Ihr seid mal ruhig, Ihr habt zwei Weltkriege angezettelt. Und das Argument, was keins ist, folgt immer, wenn dem anderen nicht besseres einfällt. Na dann gute Nacht, dann werde ich keine Kommentare mehr schreiben, auswandern und Indisch lernen. Dann kann ich meine Meinung sagen. Und noch eins zum Schluß. Wir sollten ein Krieg gehabt haben, um schneller Demokratie zu lernen? Mhm... Nein! Lösung. Die Verantwortlichen wechselt man aus, wie nach dem 2. Weltkrieg bei uns? Och nöh, dann bleiben doch wieder Nazis irgendwo übrig und machen im Untergrund weiter.
Die Feuer können in Russland die Region um Tschernobyl nicht erreichen, weil Tschernobyl in der Ukraine liegt.