StichwortModerne Sklaverei
Obwohl Sklaverei offiziell in allen Ländern der Welt verboten ist, gibt es Menschenrechtsaktivisten zufolge derzeit mehr Sklaven als je zuvor - und zwar etwa 27 Millionen Menschen.
Obwohl Sklaverei offiziell in allen Ländern der Welt verboten ist, gibt es Menschenrechtsaktivisten zufolge derzeit mehr Sklaven als je zuvor - und zwar etwa 27 Millionen Menschen. Dazu kommen 218 Millionen Kinderarbeiter und 300.000 Kindersoldaten. Auch bei der Stichwahl in Mauretanien am Sonntag spielte das Thema eine wichtige Rolle. Es folgen einige Fakten zur modernen Sklaverei:
Sklaverei weltweit: Die meisten modernen Sklaven arbeiten in Südasien. Die Zahl der Menschen, die zur Zwangsprostitution nach Großbritannien gebracht werden, hat sich Regierungsangaben zufolge von 1998 bis 2003 verdreifacht. Bulgarien und Rumänien gehören zu den elf Ländern, die die Vereinten Nationen als Hauptquelle der "Ware Mensch" bezeichnen. In Bulgarien werden jährlich zwischen 4.000 und 5.000 Frauen verschleppt, wie das Innenministerium mitteilte. Im afrikanischen Staat Niger leben mindestens 43.000 Menschen als Sklaven, viele von ihnen werden als Leibeigene geboren. Sie kriegen kaum Essen und sind oft Opfer von Gewalt und sexuellem Missbrauch.
Sklaverei Mauretanien: Historikern zufolge entwickelte sich Sklaverei im siebten Jahrhundert, als Araber in die Region eindrangen und ihre islamische Religion mitbrachten, die ausdrücklich die Versklavung von Nicht-Gläubigen erlaubte. Sklaverei sei in dem afrikanischen Land so tief verwurzelt, dass sie ethnische und soziale Grenzen überschreite, sagt der Mauretanier Messaoud Ould Boulkheir. "Es gibt weiße Sklaven. Es gibt Schwarze mit schwarzen Sklaven. Es gibt sogar befreite Sklaven, die Sklaven haben", sagt er.