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Islamisches Land am IndusPakistan

10.09.2007, 12:39 Uhr

Die Mehrheit der pakistanischen Bevölkerung bekennt sich zum muslimischen Glauben. Seit Jahrzehnten steht das Land im Konflikt mit dem Nachbarstaat Indien. Präsident Musharraf hat sich inzwischen mit den USA verbündet. Radikalislamische Tendenzen in Pakistan gewinnen zunehmend an Gewicht.

Pakistan ist mit rund 165 Millionen Einwohnern nach Indonesien der zweitgrößte Staat mit überwiegend muslimischer Bevölkerung. Etwa 97 Prozent bekennen sich zum Islam, die meisten davon sind Sunniten. Das "Land der Reinen" grenzt an den Iran, Afghanistan, China und Indien. Mit etwa 800.000 Quadratkilometern ist Pakistan mehr als zwei Mal so groß wie Deutschland. Die Islamische Republik wurde 1947 nach dem Rückzug der Briten aus Indien unabhängig. Der jetzige Präsident ist Pervez Musharraf. Er kam 1999 nach einem Militärputsch an die Macht. Hauptstadt ist Islamabad.

Das Land gehört zu den ärmsten Staaten Asiens. Ein großer Teil der Bevölkerung lebt von der Landwirtschaft im fruchtbaren Tal des Indus-Stromes. Wichtige Exportgüter sind Textilien, Baumwolle, Reis und Zuckerrohr. Die größte Stadt des Landes ist die am Indischen Ozean gelegene alte Hauptstadt Karachi mit rund 18 Millionen Einwohnern. Karachi gilt als wirtschaftlicher Mittelpunkt Pakistans.

Wegen der Kaschmir-Region hat es zwischen den Atommächten Indien und Pakistan drei Kriege gegeben. Vor den Terroranschlägen vom 11. September 2001 in den USA unterstützte Pakistan das radikalislamische Taliban-Regime in Afghanistan. Inzwischen ist Pakistan aber Verbündeter der USA. Seit Musharraf im Juli die von Islamisten besetzte Rote Moschee in Islamabad stürmen ließ, wird das Land vermehrt von Anschlägen erschüttert.