Nationaldenkmal WalhallaTempel im griechischen Stil
Der bayerische König Ludwig I hatte die Walhalla zwischen 1830 und 1842 erbauen lassen. Sie sollte ein Ruhmestempel für "bedeutende Persönlichkeiten teutscher Zunge" werden.
Für "bedeutende Persönlichkeiten teutscher Zunge" ließ der bayerische König Ludwig I. die Walhalla zwischen 1830 und 1842 von seinem Hofbaumeister Leo von Klenze erbauen. Der Ruhmestempel im griechischen Stil, der als eines der bedeutendsten deutschen Nationaldenkmäler gilt, thront seitdem auf einem Hügel über der Donau bei Donaustauf im Landkreis Regensburg.
Anfang des 19. Jahrhunderts sollte der weit sichtbare weiße Säulenbau noch im Englischen Garten in München errichtet werden. Ludwig selbst legte fest, dass alle Geehrten mindestens 20 Jahre tot sein müssen, ehe ihr Abbild in die Walhalla darf. Die Entscheidung für die Neuaufstellung von Büsten trifft das bayerische Kabinett nach einem aufwendigen Verfahren.
Grundsätzlich kann jeder Bürger und jede Institution Persönlichkeiten für die Ehrung in der Walhalla vorschlagen. Zu den Vorschlägen nimmt zunächst die Bayerische Akademie der Wissenschaften Stellung, dann fertigt das Wissenschaftsministerium auf dieser Grundlage eine Vorlage für den Ministerrat an.
Als bislang letzte Büste wurde die Widerstandskämpferin Sophie Scholl im Jahr 2003 in die Walhalla aufgenommen, davor im Jahr 2000 ein Denkmal des Komponisten Johannes Brahms. In dem Ruhmestempel sind mittlerweile 127 Büsten ausgestellt. Derzeit wird die Walhalla für 11,4 Millionen Euro saniert.