n-tv GesprächUSA foltern im Ausland
Knud Krakau, Professor des John F. Kennedy-Instituts für Nordamerikastudien an der Freien Universität Berlin, sieht es als erweisen an, dass die USA im Ausland Gefangene foltern lassen.
Knud Krakau, Professor des John F. Kennedy-Instituts für Nordamerikastudien an der Freien Universität Berlin (FU), sieht es als erweisen an, dass die USA im Ausland Gefangene foltern lassen. "Es gibt über die Zeit außerordentlich glaubwürdige Berichte in der kritischen amerikanischen Presse, die sich auf Quellen aus der Regierung berufen, aus dem CIA-Umfeld ehemaliger Mitarbeiter", sagte Krakau bei n-tv. Es gebe inzwischen sogar einen Terminus Technicus dafür: Rendition.
"Dieser sehr technisch euphemistisch klingender Ausdruck bedeutet, dass Leute in Länder geschafft werden, wo Verhörmethoden – wir würden oft genug dazu sagen: Folter – angewandt werden, die in Amerika selbst nicht praktiziert werden", so Krakau weiter. Amerika wolle sich salopp gesagt nicht die Hände schmutzig machen.
"Man möchte sich diesen Vorwürfen nicht aussetzen, nimmt also die Gelegenheit wahr, dass andere Länder diese Dienste gewissermaßen anbieten."