UN-MarivebandWer beteiligt sich
Seestreitkräfte aus insgesamt neun Staaten nehmen unter deutscher Führung an dem Marineeinsatz vor der libanesischen Küste teil.
Bis zu 2400 deutsche Soldaten sollen für die UN-Friedenstruppe UNIFIL im Libanon bereitgestellt werden. Unter Führung der Deutschen Marine soll ein Verband aus Streitkräften von acht weiteren Staaten, dem wohl auch Schiffe aus Schweden, den Niederlanden, Norwegen und Dänemark angehören werden, den Waffenschmuggel von der Seeseite verhindern. Das Kommando soll der Kieler Flottillenadmiral Andreas Krause haben. Einsatzort ist ein 50 Seemeilen breiter Streifen vor der libanesischen Küste.
Deutschland: Geplant ist die Entsendung zweier Fregatten, des Einsatzgruppenversorgers "Frankfurt am Main", von vier Schnellbooten der Gepard-Klasse und zweier Versorgungsschiffe. Die Versorgung werden wohl Tender der Elbe-Klasse übernehmen. Das Führungsschiff dürfte die knapp 140 Meter lange Fregatte "Mecklenburg-Vorpommern" werden.
Dänemark: Vorgesehen ist der Einsatz von drei Schiffen mit insgesamt 150 Besatzungsmitgliedern. Dabei soll es sich um die 84 Meter lange Fregatte "Peter Tordenskiold" sowie die kleinen Kampfschiffe "Ravnen" und "Glenten" handeln. Das Parlament in Kopenhagen gab bereits am 8. September grünes Licht.
Norwegen: Oslo wird voraussichtlich die vier Schnellboote "Terne", "Tjeld", "Geir" und "Jo" mit insgesamt rund 100 Mann Besatzung schicken. Bereits Anfang September hatte Verteidigungsministerin Anne-Grete Strm-Erichsen die Bereitschaft Norwegens signalisiert.
Niederlande: Angedacht ist die Entsendung eines Schiffes. Das Kabinett soll Ende dieser Woche darüber entscheiden.
Schweden: Vorgesehen ist die Entsendung der 57 Meter langen Korvette "Gävle", ein Beschluss des Reichstags steht noch aus.
Vorläufig überwacht ein Verband aus italienischen, französischen und griechischen Schiffen die Küste. Das Kommando hat ein italienischer Admiral an Bord des Flugzeugträgers "Giuseppe Garibaldi".