Mittwoch, 10. Juni 2009
Über 30 Tote im Irak: Autobombe explodiert auf Markt
Belebte Märkte sind bevorzugte Anschlagsziele der Terroristen.
(Foto: picture-alliance/ dpa)
Terroristen haben auf einem Markt im Süden des Iraks 32 Menschen getötet. Augenzeugen und Polizisten berichteten, 47 weitere Menschen seien verletzt worden, als eine Autobombe auf dem Al-Batha-Marktviertel im Norden der Stadt Nassirija explodierte. Zahlreiche Geschäfte wurden zerstört. Zu dem Anschlag bekannte sich zunächst niemand. Dutzende Einwohner der Stadt meldeten sich, um Blut für die Verletzten zu spenden.
Nassirija ist die Hauptstadt der normalerweise recht friedlichen Provinz Dhi Kar und liegt rund 380 Kilometer südlich von Bagdad. Die irakischen Sicherheitskräfte hatten die Kontrolle über die mehrheitlich von Schiiten bewohnte Provinz im September 2006 von den multinationalen Truppen übernommen. Viele Bewohner von Nassirija wagten sich nach dem Anschlag am Mittwoch nicht aus dem Haus.
Gewalt geht zurück
Dennoch war der Mai der unblutigste Monat seit dem US-geführten Einmarsch im Irak vor mehr als sechs Jahren. Laut der Statistiken von Innen-, Verteidigungs- und Gesundheitsministerium kamen im Mai insgesamt 156 Iraker bei Anschlägen und Angriffen ums Leben - 125 Zivilisten, sechs Soldaten und 25 Polizisten. Im April waren 355 Menschen getötet worden.
dpa/AFP
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