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Kommentare

Montag, 14. März 2011

Schwarz-gelber Kurswechsel: Merkel muss jetzt Wort halten

ein Kommentar von Hubertus Volmer

"Die Lage nach dem Moratorium wird eine andere sein als die Lage vor dem Moratorium", sagt Bundeskanzlerin Merkel. Die Opposition wittert Wählertäuschung, und abwegig ist dieser Gedanke nicht. Doch es ist bestenfalls die halbe Wahrheit.
Wie hoch ist die Halbwertzeit von Merkels Worten?

Wie hoch ist die Halbwertzeit von Merkels Worten?
(Foto: AP)

Über Jahrzehnte haben Union und FDP das ewige Mantra heruntergebetet, die deutschen Kernkraftwerke seien sicher. Was liegt da näher, als hinter dem beispiellosen Kurswechsel der Koalition nichts als die Angst vor dem Verlust der Macht in Baden-Württemberg zu sehen? Und darauf hinzuweisen, dass dieser Kurswechsel in blanker Schönheit offenbart, wie hemmungslos die deutschen Atompolitiker die Risiken der Kernenergie heruntergespielt haben? Kurzum: Mit ihrem Auftritt im Kanzleramt hätten Bundeskanzlerin Angela Merkel und Außenminister Guido Westerwelle gezeigt, wie wenig Wahrheit und Sicherheit ihnen in der Debatte um die Laufzeitverlängerung bedeutet haben.

Das könnte man meinen - und hätte doch bestenfalls die halbe Wahrheit erfasst. Denn über die Motive der Kanzlerin und ihres Vize kann zu diesem Zeitpunkt nur spekuliert werden. Ohnehin sind sie einerlei. Zu messen sind Merkel und Westerwelle vorerst an ihren Ankündigungen, später an ihren Taten.

"Es ändert die Dinge"

Merkel sagte: "Die Ereignisse in Japan lehren uns, dass etwas, was nach allen wissenschaftlichen Maßstäben für unmöglich gehalten wurde, doch möglich werden könnte. Sie lehren uns, dass Risiken, die für absolut unwahrscheinlich gehalten wurden, doch nicht vollends unwahrscheinlich sind." Und sie sagte: "Es gibt bei dieser Sicherheitsprüfung keine Tabus. (…) Damit kein Zweifel entsteht: Die Lage nach dem Moratorium wird eine andere sein als die Lage vor dem Moratorium."

Westerwelle sagte: "Das Moratorium ist keine Vertagung, sondern das Moratorium ändert die Dinge." Und: "Wir wollen (…) die Beschleunigung der Nutzung erneuerbarer Energien." Und: "Wir werden in Europa, aber auch mit der Internationalen Atomenergiebehörde und mit weiteren Bündnispartnern besprechen, welche Schlussfolgerungen zu ziehen sind." Er sagte auch: "Ich darf darauf aufmerksam machen, dass der Energiekonsens der Bundesregierung vorsieht, dass wir eine Option zur befristeten Weiternutzung der Kernkraft geschaffen haben. Aber wir haben keine Garantie zum Weiterbetrieb jedes einzelnen Kraftwerks abgegeben."

Riskant und mutig

Das alles sind Sätze, die in dieser Klarheit noch vor wenigen Tagen, vor der Katastrophe in Japan, von der Kanzlerin und ihrem Vize nicht gesagt worden wären. Es sind Sätze, die nach dem Moratorium nicht verschwinden werden - nicht einmal dann, wenn der baden-württembergische Ministerpräsident Stefan Mappus, der sich jetzt an die Spitze der Bewegung stellen will, in knapp zwei Wochen wider Erwarten im Amt bestätigt werden sollte.

Als Union und FDP am 28. Oktober im Bundestag die Laufzeiten verlängert habe, stimmte eine Handvoll Abgeordneter aus der Unionsfraktion mit Nein, darunter der CSU-Umweltpolitiker Josef Göppel. Er nannte den Beschluss damals, vor nicht einmal fünf Monaten, den Keim zur Abwahl der Union. Göppel hatte recht, und mit der Entscheidung für das Moratorium erkennt die Kanzlerin dies nun an. Sicher: Sie und Westerwelle setzen ihre Glaubwürdigkeit aufs Spiel. Doch, bei aller Skepsis: Das Moratorium ist politisch riskant und deshalb mutig. Und es ist richtig und, vor allem, wegweisend. Das sollte nicht vergessen werden. Ebenso wenig, wie Merkels Worte.

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Bundesregierung reagiert auf Japan
AKW-Laufzeitverlängerung ausgesetzt
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Kommentare
Hansi Vorseher schreibt:
14.03.2011 22:55

Mappus dieser Lügner! So vbelrogen, MErkel, Röttgen und die ganze schwarz-gelbe Truppe. Ha - weg damit!!!


Juergen Nottmeyer schreibt:
14.03.2011 23:32

In dieser Situation und der Erkenntnis realer Bedrohung durch bisher weltweit nicht fuer moeglich gehaltener ereignisse darf nur noch alles bisher Beschlossene voller Verantwortung infrage gestellt und total neu entschieden werden und zwar jenseits von Taktik und Geiferei. Insoweit gibt es kein anderes Verhalten als das was von Merkel und Roettgen vorgeschlagen wird. Wenn die Diskussion von allen Offen und fair gefuehrt wird, werden sich Alle am Ergebnis messen lassen muessen - aber erst dann und nicht vorher! Dazu sollte sich offen und verantwortlich - aber nicht polemisch beteiligen!


Frank schreibt:
15.03.2011 00:42

Kein Atomlobbyist der schwarzgelben Regierung hat sich auch nur einen Deut um Sicherheitsbedenken beim Betrieb von AKW`s geschert, schon gar nicht um die sichere Lagerung von Atommüll. Die jetzige Rolle rückwärts unserer Atom-Kanzlerin ist nichts anderes als scheinheiliger Aktionismus zum Zweck des politischen Machterhalts. Es ist genau so verlogen wie die unsägliche, unerträgliche Bevormundung und finanzielle Belastung der Bürger durch sogenannte Klimaschutzbestimmungen, EURO-Rettung und andere Zumutungen für die Steuerzahler zu Gunsten der oberen Zehntausend und ihrer Helfershelfer. Wer solche Wahnvorstellungen hegt, daß das Klima mit CO2-Abgabe, Glühlampenverbot, Biosprit und all dem ganzen anderen Schwachsinn verändert werden kann, sollte auch nicht vor einem weltweiten Verbot von Erdbeben zurückschrecken.


Merksbach schreibt:
15.03.2011 02:52

Wers glaubt wird seelig! Bemühen wir mal Wikipedia: Moratorium lat. morari „verzögern, aufschieben“ bezeichnet allgemein die Übereinkunft, eine bestimmte Sache aufzuschieben oder vorläufig zu unterlassen. Die Kanzlerin und ihr Vize spekulieren darauf, daß in drei Monaten a ein paar Landtagswahlen überstanden sind, und b längst die nächste Sau durch Dorf getrieben wird. Das ist ungefähr die gleiche Vernebelungstaktik, mit der deutsche AKWs mit Nebelanlagen vor gekaperten Leicht-Flugzeugen geschützt werden sollen. Bah!


Grossbiker schreibt:
15.03.2011 05:11

Genauso richtig wie es am Anfang Ihrer Legislaturperiode war die Laufzeiten der AKW zu verlängern, genau so richtig ist es jetzt diese Entscheidung in Frage zu stellen nach den Jüngsten Ereignissen in Japan. Ein jeder sollte auch die Möglichkeit haben eine vorher gafällte Entscheidung zurückzunehmen, dieses Recht sollte nicht nur für uns gelten sondern auch für unsere Kanzlerin. Deshalb weeden alle diejenigen die Ihr dieses Recht nicht einräumen Sie Kanzlerin an Ihren Aussagen messen.


Wofi schreibt:
15.03.2011 07:49

Der dämliche Vorwurf an die Dagegen-Partei erscheint nun in einem anderen, von den Schwarz-Gelben sicherlich nicht gewünschten Licht: Wie gut, dass es die Dagegen-Partei gibt, die seit Jahrzehnten vor den unkalkulierbaren Risiken der unbeherrschbaren Atom-Technik warnt. Es ist eine unglaubliche Heuchelei, wenn Frau Merkel als Physikerin! nun ganz erstaunt tut, als habe sich erst jetzt die Gefährlichkeit dieser Technik gezeigt. Kann sich Kanzlerin Merkel vorstellen, eines Tages vor das Volk zu treten und tröstende Worte zu stammeln, wenn sich in Deutschland ähnliches ereignet hat, wie jetzt in Japan? Nein, davor schützen kann nur eines: Abschalten sofort, die Brückentechnologie ist doch nur eine Brücke in die Katastrophe! Wir Alle aber müssen uns darauf einstellen, dass dies nicht zum Nulltarif zu haben sein wird. Wenn wir nicht mehr mit dem Restrisiko das in Japan zu besichtigen ist leben wollen, wird ein anderer Lebensstil nötig sein. Wer das nicht will, muss wissen, dass er /sie einen Pakt mit dem Teufel geschlossen hat. Die schwarz-gelbe Regierung mit ihrer Nähe zur Atomlobby wird den notwendigen Wechsel weder wollen noch können - hoffen wir auf die Wähler in Baden-Würtemberg und anderswo, damit der notwendige Wandel beginnen kann! Der erste Schritt wäre, die Laufzeitverlängerung für Atomkraftwerke ohne wenn und aber und für immer zu stoppen. Drei Monate Moratorium sind lächerlich und soll doch uns Bürger nur verschaukeln.


Sabine schreibt:
15.03.2011 07:53

Seit 30 Jahren war die CDU und wahlweise die FDP meine Partei der Wahl. Jetzt muss ich sagen, wenn ich ihre Entschiediungen Heute überdenke und höre, kann ich die Verlogenheit gegenüber dem Wähler bereits nicht mehr ertragen. Für mich ist klar, egal ob Moratorium oder nicht. Die Atomkraftwerke müssen weg und die Regierung auch. Ich empfinde gegenüber der Verlogenheit nur noch ein Ekelgefühl. Diese Regierung steht nicht für den Bürger, da muss sich kein Bürger irgendetwas selbst vor machen. Die stehen nur für den Geldbeutel der Lobby und für ihren eigenen. Egal was andere Bürger darüber denken, meine Entscheidung steht fest: NIE MEHR IN MEINEM LEBEN CDU ODER FDP WÄHLEN! Das ist das was sie bei mir erreicht haben mit ihren Machenschaften. Dennen geht es doch in Wahrheit sowieso nicht um den Bürger mit seinen Ängsten uns sorgen! Diese Regierung muß weg für immer!!!!!!!!!!!!


R.H. schreibt:
15.03.2011 07:58

Tragödie: Ja, das was in Japan passiert ist wünscht man keinem und man bekommt es mit der Angst zu tun. Aber: Die ganzen Stammtischparolen gehen einem ziemlich auf die Nerven. Was nützt es, wenn wir in Deutschland alle AKWs abschalten und um uns herum. in Ländern mit geringerem Sicherheitsstandard, stehen die Dinger unmittelbar an der Grenze. Warum muss Deutschland immer wieder versuchen, in allem der Vorreiter zu sein? Das geht nur an den Geldbeutel der Bürger. Da habe ich ehrlich gesagt bald keine Lust mehr drauf. Was nützt es, wenn die sowieso schon viel zu hohen Energiepreise durch eine Abschaltung noch einmal in die Höhe schnellen. Was nützt uns grüner Strom, wenn wir diesen nicht bezahlen können? Kerzenschein kann sehr romantisch sein, aber dauernd? Der Weg der Bundesregierung ist richtig. Die alten Meiler abschalten und alle anderen noch einmal genauestens überprüfen. Ist Deutschland eigentlich genauso Erdbeben gefährdet, wie es Japan ist? Ach wäre das schön, wenn man über alles sachlich und ohne Stammtischparolen diskutieren könnte.


rohan schreibt:
15.03.2011 08:00

Ich denke, bzw. hoffe, das die Katastrophe in Japan den letzten Atomlobbyisten die Augen geöffnet hat. Eine Weltwirtschaftsmacht innerhalb von nur wenigen Tagen, sanft gesagt, vollständig zerstört. Das ist neben den menschlichen Tragödien ein wirtschaftlicher Schaden den kein Gewinn der AKWs jemals einfahren wird. Klar es ist Wahlkampf, jedoch war die Verzweifelung der Kanzlerin deutlich zu spüren. Schade das es immer erst knallen muss bis die Blinden aufwachen.


FG schreibt:
15.03.2011 08:09

Tataa, wenn Schwarz-Gelb hier hatte ich mich zuerst vertippt und Schwarz-Geld geschrieben...doppelt lustig für eine Koalition von Schwarzgeldverwaltern und einer käuflichen Klientelpartei..aber das ist nicht das Thema; wenn jedenfalls die Regierung jetzt noch die Steuererleichterungen für Hotelbesitzer zurücknimmt und sich dann noch durch weiteren Druck der Verbraucher vom E10 abbringen lässt, sind wir wieder im September 2009; und das wäre nicht einmal das Schlechteste. Es ist mir unbegreiflich, wie der Autor das Gebaren von Frau Merkel, die, um den großartigen Volker Pispers zu zitieren, sich wieder verhält wie das Schilfrohr in der Brandung, als mutig bezeichnen kann; aber ganz ohne Anhänger kann diese Regierung ja wohl noch immer nicht dastellen, für mich ebenso unverständlich wie der Umstand, dass die Bild-Zeitung Leser hat. Und doch tut diese im Moment tatsächlich etwas Gutes, indem Sie mit reißerischen Schlagzeilen über Atomkatastrophen zwar nicht informiert oder bildet, aber die Meinung ihrer Leserschaft auf Anti-Atomkraft stellt; und mit etwas Glück gibt diese Koalition der Willigen dann irgendwann endlich der Druck der Massen nach und man wird sich an die Kombination Schwarz-Gelb-2011 nur noch erinnern, weil Dortmund Meister wurde.


Rita Meier schreibt:
15.03.2011 08:26

Mich wundert es ja schon, dass mit Unwahrscheinlichkeiten argumentiert wird! Unsere Kenntnisse sind bescheiden. Wir können uns nicht anmaßen, dass wir wahrscheinliche Katastrophen berechnen können. Wir brauchen Energie und sind bereit, sehr viel dafür aufs Spiel zu setzen. Atomenergie birgt einfach zuviele Risiken und ist im Falle eines Gaus absolut nicht beherrschbar und verseucht die Gebiete über tausende von Jahren! Frau Merkel ist Atomphysikerin, also vom Fach! Bitte stecken Sie unser Geld in eine Energieentwicklung, die nicht so risikant ist. Schnell! Unsere Regierung hats schwer in diesen Monaten und besonders vertrauenserweckend waren die Handlungen nicht. Es kann nicht damit getan sein, die alten AKWs schnell abzuschalten. Es muss genau erörtert werden, warum das vor einigen Monaten kein Thema war! So gehts nicht mehr! Lobbyismus! Besonders erkennbar in dieser Legislaturperiode!


Oliver P. schreibt:
15.03.2011 09:27

Nun man sieht schon wieder an der Wortwahl wie weit die jetzige Regierung von ihrem Volk entfernt ist. ,,MORATORIUM ich möchte mal behaupten das ein Teil des Volkes mit dem Begriff auf Anhiebe nicht anfangen konnten ob sie es zugeben würden oder nicht. Anhand der Suche auf Wikipedia nach dem oben genannten Wort könnte man dies wohl nachweisen. Einfach ,,Aussetzung wäre das jeden verständliche Wort gewesen. Liebe Politiker kommt auf den Boden und redet über solch wichtigen Dinge Klartext. Einen Großteil eurer Worte bei Wikipedia nachzuschlagen kann nicht der richtige Weg sein vor allem nicht wenn es dafür klar definierte deutsche Wörter gibt. Den Schritt Frau Merkel begrüsse ich im übrigen, ich hoffe nicht das es nur ein Schritt ist um das ganze in Vergessenheit geraten zu lassen um dann im Anschluß weiterzumachen wie bisher. Es gibt noch die Fragen der Endlagerung die auch einhergeht mit der Frage wie teuer uns Atomstrom wirklich kommt. ich spreche hier zum Beispiel von der Asse deren Sanierung kein Stromversorger bezahlt sondern wir die Steuerzahler, ihre Wähler. Geld das wir an andere Stelle viel besser gebrauchen könnten.


FR schreibt:
15.03.2011 10:23

Ich verstehe diese ganze Abschalt Diskussion nicht. Das Abschalten eines Reaktors führt ja nun mitnichten zu Sicherheit. Die Reaktoren in Japan sind alle abgeschaltet gewesen. Und erst DANACH traten die Kühlprobleme ein!! Abschalten allein könnte sogar die Gefahr erhöhen, weil man sich in Sicherheit wiegt, es aber lange noch nicht ist. Ziel muss es sein, diese Zeitbomben komplett zu demontieren. Nur wohin mit dem radioaktiven Müll?


Dagegen! schreibt:
15.03.2011 10:49

In einem hat Kanzlerin Merkel Recht: Jetzt führt kein Weg mehr vorbei an einer breit angelegten Diskussion über die Nutzung der Atomkraft! Aber: Sie selbst hat sich als Moderatorin einer solchen Diskussion völlig disqualifiziert! Wie kann sie so tun, als sei ihr - als Phsikerin! - erst jetzt die Gefährlichkeit dieser Techologie bewusst geworden? Nein, es geht ihr immer nur um Machterhalt, ob es um KTzG geht oder um eine Verlängerung der Laufzeiten! Und ihr Vizekanzler von der FDP ist ohne hin nur der verlängerte Arm der Wirtschaft. Wer jetzt noch über die Kosten eines Ausstiegs redet, verschweigt, dass es bei einem GAU in Deutschland um unvorstellbares Leid und unermessliche Kosten geht!. Wie kann Schwarz-Gelb zuerst sagen, dass die deutschen AKWs die sichersten der Welt seien - um sie jetzt auf Sicherheit zu überprüfen? Wie kann sie erst sagen, die Sicherheit habe nichts zu tun mit dem Alter der AKWs - und jetzt die ältesten ganz schnell still zu legen wie es rot-grün seit langem foirderte? Das Ganze ist doch nur der Angst vor den Landtagswahlen geschuldet, ich hoffe, die Wähler lassen sich nicht wieder einmaltäuschen! Leute, geht zur Wahl, wählt vor allem Mappus ab, der noch vor einem Jahr selbst Umweltminister Röttgen aus der Regierung werfen wollte,weil der für eine kürzere Laufzeitverlängerung eintrat. mappus merke: Es lohnt sich, DAGEGEN zu sein aber zur rechten Zeit, nicht, wenn es opportun ist!


Jana Keller schreibt:
15.03.2011 11:01

Das dreimonatige Moratorium ist stellt nicht im Mindesten eine Entscheidung für einen teilweisen Atomausstieg dar. Wie wir inzwischen wissen sitzt unsere Bundeskanzlerin Probleme am liebsten aus - sie war nicht umsonst ein Ziehkind des Altkanzlers Kohl. Die drei Monate sind nur dazu da, den aktuellen Druck abzumildern und den Eindruck von Aktivität zu erwecken. Sobald das Problem in Japan nicht mehr akut ist, läuft alles einfach so weiter wie bisher. Im Notfall wird das Moratorium noch einmal verlängert, aber kein halbwegs intelligenter Mensch, der unsere Bundeskanzlerin kennt, wird auch nur den geringsten Zweifel daran haben, dass sie letztendlich doch still und heimlich ihren alten Plan der Laufzeitverlängerung durchsetzt.


Blondi schreibt:
15.03.2011 11:20

Die Kanzlerin leidet scheinbar unter chronischem Realitätsverlust. Jetzt! will sie AKW´s überprüfen lassen - was war denn die Grundlage für die Laufzeitverlängerung? Wer jetzt prüft und dann entscheidet, nachdem er Monate zuvor entschieden hat, sollte diese schwerwiegende Fehlentscheidung zugeben oder das Amt niederlegen. Mit dem Moratorium kommt uns das nicht bekannt vor aus der Guttenberg-Affäre als man für gewisse Zeit den Dr.Titel ruhen lassen wollte? beweist sie wiederum eine Aufschub-Salami-Technik vorbei an der Bürgermeinung. Hat sie noch nicht bemerkt, dass wir im Zeitalter der digitalen Revolution leben, die Wählerlüge und Bürgerverhöhne schwieriger für die Regierenden wird? Das AKW Biblis ist immer noch das selbe wie vor der Laufzeitverlängerung /des Bebens, es liegt in der Nähe des Frankfurter Flughafens, statistisch gesehen ereignen sich die meisten Flugunfälle beim Start- und Landevorgang. Und plötzlich ist gerade dieses AKW gegen Flugzeugabstürze/Terroranschläge nicht sicher genug - man ist zudem noch so unintelligent, dies öffentlich zuzugeben.. quasi eine Einladung an Terrornetzwerke. Wir brauchen keinen Terror - wir haben dafür unsere Politiker.


Walter-Josef I. schreibt:
15.03.2011 12:32

Frage: Wie kann ein beschlossenes Gesetz zur Atomlaufzeitverlängerung ausgesetzt werden? Ist so etwas Rechtlich eigentlich zulässig? Gilt jetzt die Regelung vor Inkraftsetzen der Atomlaufzeitverlängerung von Okt. 2010? Ich bin kein Jurist, aber Gesetze sind entweder in Kraft, werden geändert oder abgeschafft oder verstehe ich das nicht? Zum Kommentar von FR. Bis ein AKW vollständig abgeschaltet ist vergehen einige Tage. Mit der Schalterstellung AUS wird nur der Abschaltvorgang angestoßen. Das ist ja das große Problem, welches sie in Japan haben.Die Kühlung wird bis Ende der Abschaltprozedur benötigt. Walter-Josef I.


Tom Hirzle schreibt:
15.03.2011 12:33

Frau Merkel hat als promovierte Physikerin das Risiko vor wenigen Tagen noch diametral anders beurteilt. In einem Unternehmen wäre eine solch gravierende Fehleinschätzung wohl Grund für eine fristlose Entlassung. Herr Präsident Wulff - handeln Sie!


Kathy schreibt:
15.03.2011 13:00

Wenn die Meiler nach der Wahl in BW wieder ans Netz gehen, dann müssen wir unsere Politiker nach Fukushima schicken!


J. Rowold schreibt:
15.03.2011 13:22

Bis vor einer Woche hat man auch in Japan an die Sicherheit der Technik und an die Wahrscheinlichkeit hundertjähriger Ereignisse geglaubt. Nun ist man in Japan eines anderen belehrt worden. Die Reaktion unserer Regierung wird angesichts der bisherig favorisierten Pro-Atom-Politik sehr schwierig. Eine Regierung, die einen derartigen Politikwandel innerhalb einer Woche anwendet, hat das Vertrauen in der Bevölkerung verloren. Um nicht regierungslos dazustehen, sollte Alles Erdenkliche von dieser Regierung unternommen werden, um das diese Hochrisikotechnik komplett zu verbannen. Nun, der Anfang ist gemacht. Glaubwürdig kann diese Regierung erst wieder werden, wenn der Plan zur Abschaltung aller AKWs in Deutschland in 1 Jahr umgesetzt wurde. ABSCHALTEN SOFORT - mit Sinn und Verstand und sobald als nur irgendmöglich aber maximal nach 1 Jahr


Konfuzius schreibt:
15.03.2011 13:28

Es ist immer das gleiche Muster: Wenn etwas Schreckliches passiert was aber zuvor von Vielen bereits prophezeit worden ist, tut die Kanzlerin betroffen und erstaunt, da ist sie die Mutti der Nation. So war es bei der Finanzkrise, so ist es jetzt angesichts der Atomkatastrophe in Japan. Es gibt auch diesmal viele salbungsvolle Worte als Beruhigungspillen für das aufgeregte Volk. Ist dann einige Zeit vergangen, machtt sie und ihre Regierung der Wirtschaftslobbyisten weiter, als sei nix gewesen! Denn was hat sich denn nach der Finanzkrise wirklich geändert - ausser dass der Steuerzahler um viele illiarden ärmer geworden ist??? So wird es auch diesmal gehen, die Kanzlerin sitzt das aus, trickst, redet schön daher, aber den Mut zu einem wirklichen Politikwechsel hat sie nicht. Da hilft nur noch eines: Andere Parteien wählen.


Sebastian schreibt:
15.03.2011 13:35

Hallo, es ist ja Wahnsinn wieviel Unwissenheit herrscht. Die Grünen uns die SPD gehören abgeschafft. Warum schalten wir nich mal alles aus??? ich bin dafür. Da werden sich viele Grünen Wähler umschauen, wenn wir kein Strom mehr haben. Es gibt de facto keine alternative zu Atomenergie. Also diese dummen kommentare einiger linker Fratzen sollte man kein Glauben Schenken. FDP forever!!!!!!


Hans schreibt:
15.03.2011 14:27

Jetzt die Kraftwerke abzuschalten ist eine absolute Panikreaktion. Klar, Atomkraft nicht die endgültige Lösung, aber was jetzt abläuft wird der Wirtschaft und dem Klimaschutz deutlich schaden. Mal ganz davon abgesehen, dass man jetzt den Strom halt aus anderen europäischen Atomkraftwerken bezieht. Die Quittung für das Abschalten werden wir alle ziemlich flott auf unseren Stromrechnungen sehen und so wie ich unsere Bevölkerung bisher kennengelernt habe wird dann von den gleichen Leuten gemeckert, die jetzt auf die Straßen gehen und gegen die Atomkraft protestieren.


buchband schreibt:
15.03.2011 14:28

OK, dann hat unsere Regierung sich hier den aktuellen Ereignissen und dem Druck der Bürger beugen müssen. Passt natürlich auch noch wenn Wahlkampf ist! Was für mich aber komplett unverständlich ist - hier nun Deutschland intern so ein Fass aufzumachen! Schön und Gut - die Werke werden abgeschalten, ohne wirkliche Alternativen zu haben. Hier hat die jetzt so laut schreiende, Steinewerfende Rot-Grüne Koalition unter Schröder auch bereits viel verpasst. Abschalten und keine Alternativen... Geht so nicht ganz! Meiner Meinung nach sollten alle Mittel die man hat in Bewegung gesetzt werden den Menschen in Japan zu helfen, und zu evakuieren! LEUTE WACHT AUF - HIER STERBEN MENSCHEN!!!


Ursel schreibt:
15.03.2011 14:59

Der Merkel ist eines klar: wenn sie den AKW Kurs nicht ändert, kommt die CDU nur noch auf ca. 7 Wählerstimmen. Deswegen der Komplettumschlag.. ähm.. für die nächsten drei Monate... denn dann kommt man auf alte Ziele wieder zurück. Die Machtgier beherrscht ihre Moral, sie als Physikerin wusste schon lange welche Gefahren die AKWs in sich bergen, aber tut so, als wäre es ihr heute ganz neu.... und hoppla, muss man so tun, als würde man handeln. Schließlich will man sich ja das nächste Wahlergebnis nicht ruinieren. Was Grüne und Linke schon lange über AKWs prädigen und Merkels Regierung belächelt und Köpfe schüttelt, ist heute das wichtigste Thema überhaupt. Die angeblichen Christen in der CDU sind solche Schwindelbarone. Aber schön, dass wir uns von denen regieren lassen.


AGL schreibt:
15.03.2011 15:43

Ist doch Scheißegal, ob wir unsere AKWs vom Netz nehmen oder nicht. Mittlerweile lagern dort hunderte von Tonnen radioaktiver, giftiger Müll. Oder stellen sich den Frau Merkel und die anderen Atompolitiker in den Keller? Nein erst wenn der Müll irgendwo sicher verbracht wird sind wir sicher! Und die Zeit dafür ist gekommen! JETZT!!!


Lars schreibt:
15.03.2011 16:00

ich verstehe einige Leute nicht,die hier Hetzparolen verbreiten. Sicher ist es so,daß die Atomkraftwerke verschwinden müssen,aber das geht nicht von heute auf morgen.Es wäre doch schon ein Anfang,wenn die alten Atommeiler stillgelegt werden. Die erneuerbaren Energien reichen noch nicht aus,um den Energiehunger in Deutschland zu stillen.Es ist eine internationale Aufgabe,wo alle Länder mitziehen müssen.....!!!! Was die Politiker betrifft ist es doch egal ob CDU,FDP,SPD oder Grüne.....Sie waren schon alle an der Macht und haben nichts getan für den Bürger....gerade Gabriel oder Trittin.... Denkt mal drüber nach.....


alois.krompaß schreibt:
15.03.2011 16:34

Macht. Geld. Gier! Jede Schülermannschaft wird verantwortungsvoller geführt, als dieses Land mit diesen unfähigen, unverantwortlichen Möchtegern-Spitzenpolitikern. Wäre Japan dieses unsägliche Leid erspart geblieben, hätten wir es vielleicht schon morgen vor der Haustür! Eine Spitzentechnologie, die der Mensch im Falle eines Falles nicht zu beherrschen in der Lage ist, ist ein Scheißdreck -ENTSCHULDIGUNG! Wie gesagt: GELD - MACHT - GIER! Aber ja nicht zu ENDE denken.


Stefan Reder schreibt:
15.03.2011 16:46

Die Situation nach Japan ist die selbe wie vor Japan! Vor allem hat sich an der Sicherheit der deutschen Kraftwerke und der Notwendigkeit diese zu betreiben nichts geändert! Herr Brüderle hat selbsst bestätigt, dass durch die Abschaltung von sieben! Kraftwerken kein Versorgungsengpass entstehen würde. Die Laufzeitverlängerung war einzig und alleine der Klientelpolitik der Bundesregierung und der Profitgier der Atomkonzerne geschuldet. Darüber wird sich, bei allen Beteuerungen, niemand täuschen lassen. Die tragischen Ereignisse in Fukushima besiegeln zwei Dinge. Das Ende der Atomkraft in Deutschland und die Abwahl der Regierung Merkel. Spätestens 2013!


wickisam schreibt:
15.03.2011 17:44

Vom Japan-GAU kann man gewisse Dinge lernen. Das eine ist wohl „Ruhe bewahren“, um weitsichtige und richtige Entscheidungen zu treffen. Das weitere ist wohl, dass es gesellschaftlich zum Umdenken kommen muss. Es muss zukünftig als „ehrenvoller“ gelten, Fehler einzugestehen und berichtigen zu dürfen, als geschickt zu verschleiern und zu lügen. Auch das noch: Über längere Zeit, vielleicht für immer, sollte man sich eingestehen, dass diese Atomtechnik-Risiken nicht kalkulierbar/ beherrschbar und somit nicht verantwortbar sein werden. Als Konsequenz wäre der Rückzug aus dieser Technik. Was dann? Es ist naiv zu glauben, dass alle weltweit mitziehen werden. Es muss vermieden werden, dass unser Strom nun aus anderen Ländern atomar und billig kommt, sogar dazu führt, das diese Länder ihre Atomtechnik ausweiten, um uns „billiger“ zu beliefern. Ja, eine gewisse Übergangszeit muss geboten werden. Man kann nur MegaWatts abschalten, wenn MegaWatts an alternativer Herstellungs-Menge sicher bereit steht. Zug um Zug. Somit könnte man auch ein brisantes Thema kompensieren: KnowHow Kaum einer wird uns Aufträge für ein AKW geben, wenn wir keins mehr selbst betreiben! Ist logisch. D.h. auch, dass durch den Umstieg unsere eigene Atomindustrie langfristig „arbeitslos“ würde, muss man berücksichtigen und versuchen zu klären. Durch die „alternative“ Technik entstehen hoffentlich ein Vorsprung in Wissen und Erfahrung, was wiederum Arbeitsplätze sichert und schafft. Anmerkung: Bei Windstille und Nacht wäre nur noch die Wasserkraft/Erdwärme da, dies müsste leider noch durch fossile Kraftwerke unterstützt werden, deren Abluft sicherlich durch technisch ausgeklügelte Filter beste Luft verbreiten … wobei, wenn da mal was explosives passiert, die Schäden lokal immens wären, aber keine Radioaktivität verteilt … Die Zwischenspeicherung Solar/nachts, Wind/Windstille/Sturm wird noch ein Problem sein, aber durch Forschungen bei den Elektro-Autos fällt sicherlich einiges an tollem KnowHow auch für diesen Bereich an, oder? Es ist wohl nach Japan keine Frage mehr des Geldes, es ist nur eine Frage: Mut zum Wollen! Oder? Viele Grüße !


HHX schreibt:
15.03.2011 21:23

Hätten Uran und Plutonium eine Halbwertszeit wie die Entscheidungen unserer politischen Führung, wäre so ein SuperGau ja kein Problem. Eine Aussetzung einer Verlängerung um Jahre für drei Monate? Wie geht sowas eigentlich? Der Aktionismus muss einem erst Recht Angst machen. So mal sieben AKW-Reaktoren runterfahren und fünf dann nach den Wahlen doch wieder hoch - ob das alles ohne SuperGAU hinhaut? Erfreut hat mich heute nur das herrliche Foto der Kehrtwender mit Frau Merkel in der Mitte. Sah aus wie das Letzte Abendmahl - ein flüchtiger Gedanke jedoch nur an morgen, an die richtigen Kreuze auf den Wahlzetteln! Denn schon wich er der Ernüchterung, dass diese Kanzlerin jeden politischen GAU übersteht!


August Schwein schreibt:
15.03.2011 21:31

Kanzlerin Merkles Wort ist jetzt genau so viel Wert wie vor der letzten Wahl als die Mehrwertsteuer auf Ihre Wahlaussage hin um 2 steigen sollte. Die SPD war gegen eine Mehrwertsteuererhöhung! Der Kompromiss war dann eine Erhöhung um 3 !!


Aylin Erkan schreibt:
15.03.2011 22:08

Ich habe eine Frage: Wohin gelangt das Meerwasser mit dem die AKWs gekühlt werden? Warum schaltet Merkel die AKWs ab ? Befürchtet sie, dass Mängel festgestellt werden ? Aylin


Peter Scheipl schreibt:
15.03.2011 22:51

Es ist so unglaublich beschämend für die deutsche Politik und damit für alle deutschen Bürger, dass unsere Regierung nach dieser unfassbaren Katastrophe in Japan genau aus einem einizgen Grund handelt: nämlich ausschließlich aus wahl- und machttaktischem Kalkül. eine Regierung die vor 5 Monaten die Kernenergie noch als beherrschbar und sicher klassifizierte und die noch Mitte letzter Woche meinte, es gäbe keinen Grund, irgendwelche Beschlüsse in Punkto Kernenergie und Laufzeitverlängerung zu überdenken. Wenn es nicht so unendlich traurig wäre, müsste man fast darüber lachen!!!!


Japan schreibt:
15.03.2011 23:25

Erstmal wünsche ich Japan, daß sie die Kraft haben diese Naturkatastrophe mit all Ihren schrecklichen folgen zu verkraften.Frau Merkel wünsche ich,daß möglichst viele Leute Ihre Wahltaktischen Spielerein richtig einschätzen und für das Aus dieser schmierigen Argumentatorin stimmen. Wir halten an Atomkraft fest - Die Kraftwerke sind Sicher - und dann die Abschaltung zur Überprüfung bis nach der Wahl in drei Monaten. Das sollte eine Bundeskanzlerin, trotz Atomlobby besser hinbekommen.


Meiersfritz schreibt:
16.03.2011 08:43

Ich finde hier Beiträge, die ich eigentlich für nicht für möglich gehalten habe: Da argumentieren zum Beispiel Sebastian und Hans wie auch die meisten schwarz-gelben Parteigänger mit Entbehrungen und Kosten, wenn wir auf Atomkraft verzichten! Das stimmt aber gar nicht: Wir exportieren Strom, vor allem im Sommer, in das Paradies der Atomfuzzies, Frankreich nämlich, wo wegen Wassermangels die Reaktoren nicht mehr gekühlt werden können und abgeschaltet werden müssen! Zweitens sollten diese Leute doch mal bedenken, dass schon heute die gesamten Kosten der Atomtechnik gar nicht in die Preise eingehen Endlagerung! und noch viel höher wären, wenn die Betreiber eine Versicherung abschliessen müssten! Und schliesslich: Wenn sich das Restrisiko wie jetzt in Japan realisiert, übertreffen die Kosten für uns ALLE das tausendfache dessen, was ein Abschied vom Atom kosten würde. Wenn ich die Bilder aus Japan sehe, bin ich gerne bereit, auf so manches verzichte, was ohnehin für ein glückliches Leben nicht gar so wichtig ist.


Peter Kreutzmann schreibt:
16.03.2011 10:16

Um Politiker zu werden muß man wohl zum Lügner und Hetzer geboren sein. Es gibt nicht viele, die sich trauen die Wahrheit zu sagen und zu Ihren Aussagen stehen.Doch diese bleiben nicht lange im Amt. Es ist eine Schande, wie Politiker und Lobbyisten uns ein Theaterstück nach dem anderen vorspielen. Sie sind sich sicher, das die trägen Deutschen sich nicht wehren. Leider haben sie Recht.


Zeljko Pavlovic schreibt:
16.03.2011 10:19

Es ist interessant zu lesen wie sich die Rot-Grünen jetzt freuen als ob sie was anders gemacht hätten. Ich bin auch dafür, dass man die AKWs abschaltet. Nur so einfach ist das nicht. Selbst wenn wir schon jetzt Ersatz dafür hätten, keine ist bereit den höheren Strompreis zu bezahlen. Und selbst wenn wir so weit wären, ein Abschalten der AKWs in Deutschland ohne europaweite Aktion würde unsere Sicherheit kaum erhöhen. Oder glaubt jemand im ernst, dass die Stralung, aus restlichen 138 AKWs die europaweit verstreut sind, sich im Falle eines Unglücks an Grenzen halten würden...?


Rolch schreibt:
16.03.2011 10:22

Ich verstehe das ganze Gejammer nicht. Wir leben doch in einer Demokratie mit freiem Handel. Jeder Mensch konnte bisher selber entscheiden, ob er Atomstrom oder Strom aus regenerativen Energien möchte. Strom aus 100 regenerativen Energien ist nicht teurer, wie die Stromtarifvergleiche immer wieder zeigen. Wieso ist jetzt die Regierung gefordert? Es waren doch die Bürger, die auf Atomstrom gesetzt haben. Wir brauchen doch in dieser Frage nicht auf die Politik zu warten. Aber ich habe den Eindruck, es ist jetzt vielen Lobbyisten ganz recht, was da in Japan passiert. Denn nur so ist die pausenlsoe aberwitzige Panikmache seit Samstag zu erklären. Ich will klarstellen: es handelt isch natürlich um eine ganz enstzunehmende und furchtbare Katastrophe. Die Auswirkungen sind in keinster Weise abschätzbar. Nur dann sollten die sogenannten Experten dies auch sagen, egal ob sie von Greenpeace oder den Kernergieverbänden kommen. Was zur Zeit über die Medien verbeitet wird ist reine Stimmungmache - in die eine, oder andere Richtung. Das hat meines Erachtens nichts mit seriösem Journalismus zu tun. Ein kleines Beispiel: seit Samstag berichtet N-TV davon, dass die Lage in Japan außer Kontrolle geraten ist. Wenn die Lage am Samstag außer Kontrolle geraten ist, wie kann sie es dann am Sonntag noch einmal und wie kann sie am Montag wieder außer Kontrolle geraten und am Dienstag und Mittwoch? Das ist kein Journalismus, das ist billiges Phrasenfreschen.


FDP wähler schreibt:
16.03.2011 11:06

Junge Junge, eine Million Spermien. Und Ihr wart die schnellsten? ich bin dafür wir schalten mal alles ab. ABER: nur bei den Grünen Wählern. Die können gern im Kerzenschein leben. Das sinbd übrigens die ersten die Rufen würden: EINSCHALTEN wenn die Strompreise explodieren. Sowas opportunistisches wie die Grünen und der Experte Gabriel von der SPD gehören abgeschafft. ARMES DEUTSCHLAND!!!!!


Heiko Kuhnt schreibt:
16.03.2011 14:00

Meine Gedanken sind beim Japanischen Volk.... Und meine Wünsche bei den befürwortern der Kewrnenergie, denn denen wünsche ich ein langes Leben und das Sie nach Japan gehen mögen um an den Kernkraftwerken aufräumen...!!! Gruß Heiko Kuhnt


Wofi schreibt:
16.03.2011 15:06

Man mag nicht glauben, was die Regierung Merkel uns an Verlogenheit alles zumutet: Zuerst haben wir die sichersten AKW der Welt - dann sollen sie jetzt auf ihre Sicherheit überprüft werden! Erst heisst es, die alten AKWs seien nicht als unsicherer zu betrachten wie die neuen - jetzt sollen aber nur sie erst mal für drei Monate abgeschaltet werden, aus sicherheitsgründen. Es wird uns erzählt, ohne Atomstrom gingen bei uns die Lichter aus und die Strompreise müssten zwangsläufig steigen, was, wie einige Beiträge zeigen von manchen Leuten sogar geglaubt wird. Dabei betonen selbst regierungsnahe Fachleute immer wieder, dass dem NICHT so ist! Nein, dies ist eine konzept- und prinzipienlose Regierung, die aus Mangel an Glaubwürdigkeit nicht in der Lage sein wird, den notwendigen Diskurs über die richtige Energiepolitik zu führen. Diese Regierung ist eine getriebene - erst von den Energieriesen EON und RWE, jetzt von der verständlichen Wut der Bürger. Das Mindeste, was die REgierung tun müsste, um Glaubwürdigkeit zurück zu gewinnen wäre, erstens, Rücknahme aller von ihr gegen den Willen der Mehrheit der Bevölkerung durchgesetzten energiepolitischen Gesetze und zweitens, Ablösung des sog. Umweltministers Röttgen durch Josef Goeppel von der CSU. Sorry, Freunde von den Gruenen: Mit dem Mann kann man/frau reden!


Knallnase schreibt:
16.03.2011 19:41

Schlimm, Schlimm, Schlimm 1. Die Katastrophe: Ursache Erdbeben - Folge Zunami - Folge - Schäden. Es ist meschlich gesehen wirklich Schlimm, was den Leuten dort geschehen ist. 2. Schlimmer noch, nein, geradzu wiederlich ist das Gebaren unseren Politischen Eliten. Fangen wir mal mit dem Grünen-Gesülze an, ich kann das, was bei denen rauskommt, wenn sie mal wieder ihre Wähler geteuscht haben finanziell nicht mehr leisten. Aber, was haben Trittin, Kühnast, Roth und das ganze ahnungslose Gefolge denn gemacht, als sie mal mit denen von der S PD Sozial kann man streichen, kennen die nicht dran waren. Die sind doch so auf Schutz der Umwelt bedacht. Hätten die nicht als Erste die Kraftwerke auf ihre Sicherheit prüfen müssen. Ach ja, als Herr Trittin dann sogar Umweltminister sein durfte, waren die Kastortransporte auch nicht mehr ganz soooo gefährlich wie jetzt wieder. Da waren sie grün. So, nun haben die wieder Aufwind, schalten möglicherweise alles ab und unser Strom kommt dann aus z.B. Frankreich. Na und, Deutschland ist atomfrei uns kann nichts mehr passieren, genau so, wie unsere Innenstädte vom Feinstaub so frei sind und E 10 unsere Motoren werstattumsatzfreundlich schont wie nie zuvor. Frage, kann das überhaupt noch jemand lesen dem noch nicht schlecht geworden ist. Über die von der S PD zu schreiben, ist der Mühe nicht Wert. Da kommt nie wieder was Vernüftiges. Ja und der Rest des derzeitigen Regierungsklüngels wendet und windet sich des Wahlergenisses wegen auch schon wieder so wiederlich, dass mir jetzt schon zum zweiten Mal schlecht wird. Ist das nicht schlimm??? wirklich schlimm. Noch schlimmer ist, da wird es Wahlergenisse geben und die sind wieder schlimm oder schlimmer.


Gast schreibt:
17.03.2011 00:10

Frau Merkel setzt jetzt um, was SPD und Grüne seit Jahren propagieren. Die SPD möchte sich aber gerne selbst mit diesen Lorbeeren schmücken. Was hilft da sonst, als wie immer dagegen zu reden - und die Stromkonzerne auch noch mit der Nase darauf zu stoßen, dass sie dagegen klagen können! Außerdem: Wenn es bei den jetzt folgenden Tests und Überprüfungen der AKWs zu einem Störfall kommt? Denn die Tests werden unter Druck, in einer Stresssituation durchgeführt, von Leuten die um ihren Arbeitsplatz bangen! Zur Erinnerung: In Tschernobyl sollte auch nur mal probiert werden, was wohl passiert... Wenn da was schief läuft, ist es die Schuld der Atomkraftgegner! Never touch a running system!


reif für die insel schreibt:
17.03.2011 07:21

Restrisikos von erheblicher Stärke sind/waren schon lange bekannt. Auch der Physikerin mit echtem Doktor-Titel, eben Frau Dr. Merkel! Ihre jetzigen Machenschaften incl. der Ãußerungen Ihres Horrorkabinetts sind plumpe Versuche, den Wahlkampf zu manipulieren. Dabei ist die Dame sich noch nicht einmal zu schade, die wirklich schlimme Tragödie i. JAPAN zu bemühen! Experten i. liste diese Vielen jetzt nicht Alle auf sprechen von einer echten Überprüfungszeitszeit von mind. 1,5 JAHREN!! Merkel war zulange unter adeligem Impulsiveinfluss!


Anne P schreibt:
17.03.2011 07:47

Mutig ...? Nun ja, - auch in meinen Augen spiegelt diese plötzliche Kehrtwendung eher Angst wider - nicht zuletzt vor unliebsamen Wählerentscheidungen! Natürlich sollte jeder aus Fehlern lernen können - soweit es sich um wirkliches Lernen handelt! Die Tatsache, dass die Kanzlerin sich nun auch noch zunehmend um Kopf und Kragen redet, deutet allerdings auf Letzteres nicht unbedingt hin. So äußerte sie kürzlich in einem Interview, der entscheidende Unterschied von Fukushima im Vergleich zu Tschernobyl sei der, dass bei Letzterem menschliches Versagen den Ausschlag gegeben hätte. Ähhh...Wie bitte??? Muss man daraus schließen, dass - abgesehen von allen übrigen Risiken - deutsche Fachleute, Ingenieure etc. von irgendwie überirdischer Beschaffenheit sind oder aus sonstigen mysteriösen Grünen gegen solcherlei Versagen gefeit?!? - Nein, - für meine Begriffe ist die Tatsache, dass die Atomenergie eine unbeherrschbare Technik darstellt,bereits seit Harrisburg offenkundig,und hätte man auf diese angemessener reagiert, gäbe es jetzt nicht diese wenig überzeugenden Manöver und dieses Wirrwarr, dessen gekonnte satirische Beleuchtung derzeit unter dem Titel Toll! Einfach mal abschalten in der ZDF-Mediathek zu finden ist http://frontal21.zdf.de/ZDFde/inhalt/1/0,1872,1001633,00.html?dr=1 Und dennoch: momentan habe ich irgendwie nur wenig Lust auf dieses haben wir es nicht seit xxx Jahren gepredigt - in politischen Gremien, innerhalb der Anti-Akw-Bewegung, - auf der Straße - und übrigens auch in lebendigen Diskurs ermöhglichenden Internet-Plattformen wie dem ehemaligen n-tv-Forum !!, von denen es letztlich nicht genug geben kann ... Nein, eher macht sich bei mir - neben unendlichem Mitgefühl für die neuerlichen Opfer - eine ganz große Traurigkeit breit, die auch die Wut langsam überlagert ! Und Letztere richtet sich NICHT in erster Linie gegen den unseligen von Erhard Eppler kürzlich monierten menschlichen Hang zum Verdrängen unangenehmer Wahrheiten, sondern in erster Linie gegen eine Atomlobby, die diesen durch ständiges Vertuschen und Verschleiern noch zusätzlich verstärkt und für sich nutzt, um nicht zuletzt die eigenen wirtschaftlichen Vorteile nicht zu gefährden - und das weltweit!! Liebe Politiker - hört vor allem endlich auf, mit diesen Leuten zu kungeln, Euch ununterbrochen dem Machtmissbrauch der großen Konzerne zu beugen, die letztlich Alpträume wie den gegenwärtig in Japan ablaufenden - ob man es nun wahrhaben will oder nicht - bewusst oder unbewusst mit in der Rechung haben ...


Michael Hohf schreibt:
17.03.2011 10:19

Was sind wir Deutsche doch für ein bigottes Volk! Es ist einfach widerlich! In Japan ertrinken zehntausende Menschen bei einer Naturkatastrophe riesigen Ausmaßes und jede Nacht erfrieren Menschen, weil sie keine geheizten Ausweichquartiere haben... und das einzige was uns Deutsche interessiert ist, ob die radioaktive Belastung von 5 auf 6 µSv pro Tag steigt oder nicht. Es werden schon wieder Millionen für sinnlose Jodtabletten und noch sinnlosere Geigerzähler von egoistisch denkenden Teilen der Bevölkerung ausgegeben, statt mit diesem Geld der japanischen Bevölkerung zu helfen! Mir scheint, wir sind wie zu Kaisers Zeiten sind doch immer noch ein obrigkeitshöriges Volk! Die Regierung soll Atomkraftwerke abschalten, verbieten, vernichten oder was sonst noch alles in den greifernden heuchlerischen Kommentaren gefordert wurde... Wer hat es denn in der Hand, daß Atomstrom produziert wird? Richtig erkannt! Nur der, der ihn verbraucht! Nicht unsere Regierung sondern ganz allein wir als Verbraucher! Wir handeln wieder einmal was mir erfahrungsgemäß typisch deutsch erscheint nach dem Motto: Wasch mich, aber mach mich nicht nass. Darin schließe ich mich ausdrücklich ein! Ich bin kein expliziter Befürworter der Atomkraft, aber sie ist nun mal da und wir müssen was sinnvolles damit machen. Ein sofortiger Ausstieg bringt rein garnichts! Nun, ich muss mir an die eigene Nase fassen! Eben habe ich auf der Homepage meiner Stadtwerke nachgesehen, von denen ich meinen Strom beziehe und festgestellt, dass dort ein Anteil von 16,24 Atomstrom sind. Wenn jeder Stromkunde diesen Anteil auf 0 setzt, erledigt sich das Problem von selbst... Auf diese Weise brauchen wir uns keinerlei Sorgen um eine Verlängerung der Laufzeiten zu machen! Der sinnvolle Ausstieg gelänge von alleine! Scheinbar ist wohl noch niemand auf diese einfache Idee gekommen! Ich habe schlicht und einfach genug von dieser unsäglichen Scheinheiligkeit der Leute, die es schon immer gewußt haben! die haben auch zur Waldsterbenszeit in den siebziger Jahren vorausgesagt, daß es 2010 keinen Wald mehr gäbe...eines von vielen Beispielen der Allwissenden !!! Es würde mich freuen, wenn dieser Beitrag zum Handeln jedes Einzelnen anregt... Und nicht die Forderung nach immer mehr staatlicher Lebensvorschriften, davon gibt es ohnehin viel zu viele! Jetzt werde ich als nächstes meine Stadtwerke anschreiben und Ökostrom bestellen.... Viele Grüße an die geneigte Leserschaft! Michael Hohf Erlangen


Philipp1964 schreibt:
17.03.2011 11:46

Ich finde einfach nur toll, wie in der Zeit des Wahlkampfes die Ängste und Bedenken der Bürger ausgenutzt werden. Die SPD, auch die Grünen können doch gar nicht anders. Denn was anderes haben sie nicht im Programm. Als führende Parteien diese beiden? Da droht uns der politische SUPER-GAU. Unsere Kraftwerke waren immer sicher, sind auch jetzt noch sicher. Und Herr Trittin und GAbriel hatten 8 Jahre Zeit, sich um Endlager zu bemühen, die Kraftwerke abzustellen. Was war passiert? Nichts konkretes. Die ham nix drauf, sind reine Blender. Und wenn ich im TV zusehen muss, wie eine Frau Künast und auch andere Volksvertreter sich rumlümeln, Zeitung lesen und keinen Respekt den Wortführenden Personen gegenüber zeigen, dann sag ich; gebt Euer MAndat zurück, ihr habt niocht erdient, das deutsche Volk zu vertreten. DAs was in Japan gerade passiert, ist furchtbar, ein Ablauf von mehreren Naturgewalten auf einmal. Erst Erdbeben, dann Tsunami. Wer hatte nur die Idee, Kernkraftwerke dort hin zu stellen, wo sich tektonische Platten treffen. Bescheuert ist das.