Montag, 06. September 2010
Politik und Propaganda: Schwarz-Gelb macht Atomkraft grün
Hubertus Volmer
Ohne Not verlängert die Koalition die Laufzeiten der 17 deutschen Atomkraftwerke und nennt das Ganze auch noch Förderprogramm für erneuerbare Energien. Die Entscheidung ist ein politischer Kompromiss, sinnvoll ist sie zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht.Die Sprachregelung klingt noch ein wenig gewöhnungsbedürftig. Ziel des schwarz-gelben Atomkonsenses sei "das Umsteuern in der Energiepolitik", sagt Wirtschaftsminister Brüderle. Er meint damit nicht etwa den Weg zurück in die Kernenergie, bewahre, sondern den Ausbau der erneuerbaren Energien.
Durchschnittlich 12 Jahre länger soll die viel beschworene "Brücke" ins regenerative Zeitalter nun also sein, wenn es nach dem Willen der Koalition geht. Es ist ein politischer Kompromiss. Der energiepolitische Sinn der Laufzeitverlängerung spielte dabei ebenso wenig eine Rolle wie die Frage, ob die alten Meiler noch sicher genug sind und was mit dem zusätzlichen Atommüll passieren soll - wenn schon für den bisher angefallenen radioaktiven Abfall kein Endlager in Sicht ist.
Nach dem bislang geltenden Atomkonsens aus dem Jahr 2000 würde das letzte der deutschen Atomkraftwerke in 15 Jahren vom Netz gehen. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt ist es eine reine Glaubensfrage, ob Deutschland dann auf Atomstrom wird verzichten können. Insofern wären Bundeskanzlerin Merkel und FDP-Chef Westerwelle gut beraten gewesen, die Füße still zu halten.
Der Popularität von Union und FDP wird die Verlängerung der Laufzeiten sicher nicht dienlich sein. Zumal die Begründung nicht ehrlich ist. Die Koalition habe "einen Fahrplan in das Zeitalter der erneuerbaren Energien aufgestellt", sagt Röttgen. Er spricht von einem "Förderprogramm", das es wohl weltweit noch nicht gegeben habe.
Röttgen muss das Erneuerbare-Energien-Gesetz aus dem Jahr 2000 vergessen haben, das zu einem Boom der Öko-Energie in Deutschland führte und weltweit von zahlreichen Staaten kopiert wurde. Diese Prognose sei gewagt: Die schwarz-gelben Atompläne werden eine solche Wirkung nicht entfalten.
Dennoch ist das Vorhaben der Bundesregierung für Gegner der Atomenergie eine gute Nachricht. Die schwarz-gelbe Rhetorik zeigt, dass nicht einmal überzeugte Kernkraft-Befürworter heute mehr den Mut haben, zu ihrer Überzeugung zu stehen. Längere Laufzeiten sind einfach nicht mehrheitsfähig.
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Eine riesige Mogelpackung. Die Regierung hat sich von der Atomlobby kaufen lassen. Schade, ich fand Merkel und auch den Röttgen eigentlich gar nicht so schlecht. Aber nun kann ich nur hoffen, dass sie dafür bei der nächsten Wahl die Quittung bekommen werden.
Völliger Unsinn und einseitiger Kommentar. Wenn man beim Öl auf die Araber und beim Gas auf die Russen angewiesen ist, sollte man heimische Energiequellen nutzen. Die Verlängerung ist richtig um den teuren Ökostrom bezahlbar zu halten!
Fand folgendes im Netz: Stromkonzerne zerschlagen? Vielleicht ist es an der Zeit, die Stromkonzerne in kleinere Einheiten umzuorganisieren. Es hat sich ja nun gezeigt, dass die großen Konzerne nicht in der Lage sind, auf eine langsichtig haltbare Energiestrategie umzusteuern und dass sie auch nicht Willens sind, sich an getroffene Vereinbarungen zu halten. Da ja Regierungen häufig wechseln können, wäre es an der Zeit, seitens der Stromerzeuger Veränderungen per Gesetz einzuleiten, die nicht später von einer anderen Regierung gekippt werden können. Das wäre nicht zuletzt auch im Interesse der Planungssicherheit, dich ja im Bereich Energie mit seinen langen Abschreibungszeiten besonders wichtig ist. Kleinere Energieerzeuger sind per se innovativer und haben auch nicht die Kraft, Parteien so unter Druck zu setzten wie es jetzt passiert. Außerdem wäre eine größere Konkurrenz auch im Sinne moderater Strompreise. Brauchen wie wirklich vier Oligopolisten die mit unserem Land machen was sie wollen? Für eine verlässliche und billige Stromversorgung brauchen wir sie nicht, da sind sie langfristig eher ein Hindernis. - Interessante Idee...
Hallo Harry Werner, wir haben einen liberalisierten Strommarkt. D.h. dass der Strompreis sich nicht nach den Gestellungskosten richtet sondern nach dem Verhältnis von Angebot und Nachfrage. Der Strompreis entsteht also an der Börse, nicht im Kraftwerk. An der Börse wird nur 10 des Stromes gehandelt, der Rest geht direkt an die Kunden der Stromerzeuger. Ökostrom wird zu fast 100 an der Börse gehandelt, hat also eine 10-fache Hebelwirkung bei der Preisgestaltung. Daher ist Ökostrom für den Kunden kostenneutral - was er mehr an EEG kostet, presst er an der Börse preislich runter. Zu dem Thema gibt es einige Studien, sollte man kennen wenn man das Thema diskutiert. Atomstrom geht zu 100 nicht über die Börse, das er für die Sicherstellung der Basislast eingesetzt wird. Es gibt also keinen teuren Ökostrom, es gibt keinen billigen Atomstrom. Na ja, vielleicht bei Bild und Konsorten, bei der FDP und dem steinzeitlichen Flügel der Union, aber nicht im richtigem Leben.
Der Kommentar von Hernn Volmer ist einfach zu oberflächlich betrachtet und geschrieben aber das kennt man ja auch von den Grünen. Also man muss sich doch mal das Ergebniss des letzten Klimagipfels anschauen und der war doch schließlich ein Witz. Alle großen werden nichts tun! Das ist doch wohl Fakt und jetzt sollen wir Deutschen es wieder richten und das indem wir die AKWs abschalten die nicht einmal CO2 erzeugen und dafür die Kohlekraft- , Gas- und Ölanlagen so richtig viel verfeuern lassen. Das macht ja Sinn. Ich seh es als Deutscher Bürger nicht ein für Ökostrom 10mal soviel zu bezahlen und bei Kohle, Gas und Öl muss man dann ein schlechtes Gewissen haben. Zumal die gesamten Erbeuerbaren Energien bis jetzt nicht reichen um Deutschlands Strombedarf zu decken und sich Deutschland aus Frankreich dann Atomstrom dazukaufen müsste. Das macht doch wohl auch keinen Sinn oder. Das Problem ist dann nur verlagert aber was interessiert die Grünen denn Frankreich und was interessiert die Grünen denn die zerbrochenen Ölpipelines in Russland die das halbe Land verseuchen! Nun ich bin überzeugt es interessiert sie überhaupt nicht! Also find ich diesen Konsenz nicht schlecht und es heißt weiter mit Subventionen und meiner Meinung nach auch mit Gesetzen dafür zu sorgen Wind, Wasser, Geo und Sonnenenergie zu fördern damit eine nahezu Unabhängigkeit vom Ausland entsteht. Es bringt einfach nichts hier alles abzustellen was nicht Grün ist und aus anderen Ländern dann Strom zu kaufen. Dazu den Vorschlag vom Sören umsetzen der für uns Kunden immer nur gut sein kann.
Hallo Sören, können Sie Links posten über die erwähnten Studien und zur Strompreisgestaltung, Strommarkt und -börse allgemein? Möchte mich gerne in das Thema tiefer einlesen, um mir endlich mein eigenes Bild zu machen.
Sören schreibt, dass 10 Prozent des Stromes an der Börse gehandelt werden, aber der Ökostrom zu 100 Prozent an der Börse gehandelt wird und deshalb die 10-fache Hebelwirkung hat bei der Preisgestaltung hat. Da hat wohl jemand die Aktien- mit der Strombörse verwechselt, wobei das auch an der Aktienbörse falsch wäre. Punkt 2: darauf zu kommen, dass deshalb der Ökostrom kostenneutral für den Kunden ist, ist wohl eher dem permanent sinkenden Niveau des Mathematik-Unterrichtes geschuldet. Und wenn es keinen billigen und keinen teuren Strom gibt, warum können dann die KKW-betreiber den jedes Jahr noch ein paar Milliarden an Steuern und Zusatzabgaben abdrücken und warum muss dann bei den Solarstrom noch zugeschossen werden? Der Solarstrom ist doch auch billig. Das ganze erinnert mich an den Witz, wo der Mathe-Lehrer seinen schlechtesten ehemaligen Schüler fragt, wie er zu soviel Geld gekommen ist und der antwortet: Ich habe gelesen, dass man als Händler immer 10 Prozent auf den Preis aufschlagen muss. Und genau so mache ich es. Wenn ich etwas für 10 Euro kaufe, verkaufe ich es für 100 Euro weiter.
Hallo Harry Werner Waren es nicht die Deutschen Stromkonzerne, die die Politik vor einigen Tagen erpresst haben bezüglich der Brennelementesteuer? Sie würden die AKWs abschalten, wenn diese kommen sollte. Somit müsste Deutschland Strom teuer aus dem Ausland zukaufen. Bitte einmal da rüber nachdenken. Danke
Hallo Harry Werner... Heimisch ist Uran in Deutschland wohl nicht eher in Kanada, Australien, Kasachstan, Niger und Rußland - bei uns sind Braun- und Steinkohle, Wind Nordsee und Wassergefällekraft Süddeutschland vorhanden. Ökostrom ist objektiv gesehen auch nicht so teuer wie Atomstrom: Würde die dauerhafte Entsorgung von Uran 4,4 Mrd. Jahre nicht von den Steuerzahlern übernommen und müssten die 4 Monopolisten potenzielle Schadensereignisse per Versicherung abdecken wäre der Preis einer Kilowattstunde erheblich teurer. Die Milliarden-Subventionen der Ära Kohl sind dabei ebenso unberücksichtigt wie die Rückholungskosten des angeblich so sicheren Endlagers Asse bei Niedersachsen. Die jetzige Regierung macht es sich leicht und wälzt sämtliche Kosten auf die zukünftigen Generationen ab - eine tolle Rechnung! Intelligenter wären Maßnahmen für mehr Energieeffizienz z.B. gesetzliche Regelung zu Stand-Bye sowie eine Politik, die auf Nachhaltigkeit und erfolgreiche Marktmechanismen dezentrale Energieproduktion durch konkurrierende Anbieter setzt!
Der schwarz-gelbe Atomkonsens zeigt, worum es bei dem ganzen Thema wirklich geht: Ums liebe Geld! Und zwar sowohl für die Stromkonzerne - was in einer freien Marktwirtschaft ja auch durchaus legitim ist - als auch für die Bundesregierung, die damit ihren löchrigen Haushalt stopfen will. Zentrale Fragen wie das Thema Sicherheit, der dringend notwendige Netzausbau oder die noch immer nicht geklärte Endlagerung wurden hingegen weitgehend ausgeblendet. Das ist verantwortungslos und einer von der Mehrheit dieses Volkes gewählten Regierung unwürdig. Aber es musste ja mal wieder alles schnell an einem Sonntagnachmittag über die Bühne gebracht werden...
Auch ich möchte zu dem Kommentar von Harry Werner ergänzen, dass Atomkraft KEIN heimischer Energieträger ist wie gerne behauter wird. Das spaltbare Material muss größtenteils importiert werden, und zwar aus Staaten wie Kasachstan, Russlan, Niger, Namibia, Usbekistan, Kanada und Australien. Atomenergie verringert also keine Abhängigkeiten, sondern schafft neue Abhängigkeiten zu Staaten, deren Großteil politisch nicht unbedingt als besonders stabil einzuschätzen ist!
@Harry Werner: Viele scheinen zu vergessen, dass Uran ebenfalls importiert wird - genauso wie Öl und Gas. Dazu gibt es selbst bei n-tv einen Artikel: http://www.n-tv.de/politik/Die-Uran-Luege-article601739.html . Somit ist Uran keine heimische Energiequelle! Es mag Gründe für Kernenergie auch aus Kernspaltung geben, aber Versorgungssicherheit und Heimatnähe sollte man nicht anführen ...
Ich höre und lese in letzter Zeit auch nur Kommentare, die immer in die Kerbe Lobbyismus / Lüge usw., schlagen. Mag sein das die großen Konzerne die hier in Deutschland auch Arbeitsplätze schaffen und erhalten, davon profitieren. Aber es haben zum ersten mal seit den letzten 10 Jahren nicht die Öko-Lobbisten mit Ihren populistischen Äusserungen gewonnen. Den alles was heute und Gestern von der SPD zum Beispiel als Tatsache und wissenschaftlich erwiesen dargestellt wurde ist purer Populismus und der Tenor der Zungenschlag Ökolobby der letzten zehn Jahre. Nur weil man es oft genug wiederholt wird es nicht richtiger. Leider kommen immer nur die Marktschreier zu Wort und nicht die tatsächlichen Energie- und Wirtschaftsexperten. Aber so ist Deutschland geworden. Eine einfach zu verstehende Lüge wird einer komplexen, unangenehmen Wahrheit vorgezogen. Zudem finde ich es schade, dass dieser Artikel sehr einseitig geschrieben ist ohne etwas substanzielles zu vermitteln.
Hallo Sören, DU hast dir wirklich Mühe gegeben und dich teilweise in die Materie eingearbeitet, jedoch stimmt trotzdem nicht alles in deiner Argumentation. Atomstrom wird als Basislast eingesetzt da er nach Merit Order nach allen Must-Run Erzeugungsarten, wie EE per EE-Gesetzdie günstigste Erzeugungsart darstellt. Atomstrom ist nicht per definition oder physikalischer/Technischer Restriktion Basislast, sondern flexible einsetzbar als z.B.Kohle und auch Regelbarer. In Frankeich kann man die Kraftwerke ja offensichtlich auch Regeln. Das mt der Börse hast Du teilweise richtig dargestellt. Nur ist Ökostrom doch teuerer, da der an der Börse erlöste Preis nur die EEG-Umlage vermindert. Der Rest geht dann doch als Posten EEG auf unserer Stromrechnung an der Börse vorbei aus unserem Portmonaie gezogen. Die Vermarktung an der Börse gibt es erst seit diesem Jahr, der Strompreis an der Börse war letztes Jahr unter 50 €/MWh oder 5ct/MWh, die EEG-Umlage wird nächstes Jahr aber 3ct/MWh zusätzlich, insofern stimmen deine Relationen nicht ganz. Der Grund warum nur 10 an der Börse gehandelt werden sind die Kosten durch Clearing usw., der Rest wird auch über Brokerplattformen wie z.B. ICAP gehandelt, wie bei andern Commodities und Aktien auch. Das hat nichts damit zu tun, dass Trom dann ohne Börse direkt geliefert wird. Das Atomstrom mit ENtsorgung eingerechnet nicht billig ist, möchte ich nicht bestreiten, aber warum kostet den der haushaltsstrom 18ct und an der Börse 5ct? EEG-Zulage, KWK-Förderung,Stromsteuer, Netz mit Netzausbau für die Erneuerbaren....
Wir bezahlen den ach so billigen Atomstrom vier mal, Subventionen beim Bau der Kraftwerke,den Verbrauch, die Müllentsorgung,allein für die Rückführung aus der ASSE sin VORLÄUFIG 10 MILLIARDEN eingeplantund den Abbau der Kraftwerke.Hoffentlich zahlen wir nicht auch noch mit Gesundheit und Leben bei einem Gau.Ab heute heisen die regierenden Parteien EON, EnBW,RWE und Vattenfall.
Hallo F.K. wenn das alles ist was Sie zum Thema beizutragen haben, ist das sachlich gesehen nicht sehr viel. Sie sagen: was der da sagt ist falsch, weil der, der das sagt dumm ist. Schließlich sagt er ja was falsches, kann nicht mal rechnen usw. Wie intelligent eine solche Strategie ist, soll jeder für sich beurteilen. Was Sie vielleicht nicht wissen, in Leipzig gibt es eine Strombörse. Je mehr Strom dort angeboten wird - bei gleichbleibender Nachfrage - desto niedriger ist der Preis. Hier gibt es in der Tat Parallelen zum Aktienmarkt. Da Ökostrom keine höhere Nachfrage generiert, aber ein höheres Angebot, sinken die Preise. Da der Ökostrom fast hundertprozentig über die Börse läuft, gibt das natürlich einen relativ hohen Effekt auf einem Markt, wo nur zehn Prozent des Angebotes und der Nachfrage an der preisbildenden Börse stattfindet. Ist eigentlich nicht so schwer zu verstehen. Warum können die AKW-Betreiber so hohe Gewinne machen? Die größten Kostenpunkte für den Atomstrom sind Abschreibung und Entsorgung des verstrahlten Abfalls, danach kommen Forschung und Entwicklung, erst dann die Kosten des laufenden Betriebes und für den Brennstoff. Die AKW:s wurden mit Steuermitteln gebaut worden und sind inzwischen überwiegend abgeschrieben. Auch die Kosten für FoU und ein großen Teil der Kosten der für die Lagerung des Abfalles übernahm und übernimmt großzügig der Steuerzahler. Bleiben nur die Kosten für die Betriebsführung und für das Uran. Diese sind im Verhältnis zur Stromproduktion sehr gering. Man rechnet gemeinhin mit 1-2 Cent pro kWh. Zur Erinnerung, wir Konsumenten bezahlen cirka 7 Cent. Eine kWh Windstrom kostet übrigens zwischen 6 und 10 Cent, liegt also nicht so weit über dem Durchschnittspreis des Stromes. Strom aus abgeschriebenen Windenergieanlagen ist übrigens noch billiger als Strom aus abgeschriebenen AKW:s, aber es dauert 15 - 20 Jahre um eine WEA-Anlage abzuschreiben. Strom aus nicht abgeschriebenen AKW:s würde heute um die 7 Cent pro kWh kosten bei 40-jähriger Abschreibung. Rechnet man dann noch die Kosten für die Hantierung des Abfalles hinzu, ist Atomstrom keinesfalls billiger als Windstrom. Es zeigt sich immer wieder bei solchen Diskussionen, dass Neoliberale wie FK nicht in der Lage sind, argumentativ zu diskutieren. Von dieser Seite kommen immer persönliche Beleidigungen, nicht belegbare Fakten und ein Hinweis auf eventuelle Verschwörungen. Also wieder mal nicht Neues. Armselig wie immer. Grüßen Sie Ihren FDP-Ortsverband von mir! Na ja, und natürlich auch Ihren Mathematiklehrer, er ist sicher stolz auf Sie! Übrigens
@Harry Werner Ich höre immer und immer wieder wie toll günstig der Atomstrom ist. Aber das ist eine Lüge sondersgleichen. Die Langzeitfolgen werden nicht berücksichtig. Die Lagerungskosten werden nicht berücksichtig. Der 2. Generationsstrahlungsmüll wird nicht berücksichtig. Was das ist? Naja alles was mit der Radioaktivität in Kontakt kommt ist eben auch Radioaktiver Müll. Soziale Kosten, Gesunderheitliche Kosten. Subventionskosten. Ja Atomstrom wird bis aufs Letzte subventioniert. Dann noch das Risiko eines Gaus. Da sind wir häufiger dran als man glaubt... Scheiße. Atomstrom ist verflucht teuer!!! Ökostrom ist nur teuer, weil die Energieunternehmen ihn nicht wirklich wollen oder fördern, weil er sich nicht so schön schönrechnen oder monopolisieren lässt. Macht endlich die Augen auf. Atomstrom ist eine tickende Zeitbombe.
Die Stromerzeuger gehören Verstaatlicht. Dann ist Schluß mit Preisabsprachen und Lobbyismus. Der Steuerzahler hat bis jetzt 160 Milliarden Euro für Atomstrom aufgebracht,wäre dieses Geld in die Forschung für grüne Energie geflossen,würde mit großer wahrscheinlichkeit heute kein einziger Atommeiler gebraucht. Unsere Regierung ist von der Wirtschaft gesteuert weis eigentlich jeder, aber das veraltete Atommeiler weiterbetrieben und kein konkretes Endlager für Atommüll vorhanden ist, grenzt für mich an vorsätzlicher Körperverletzung. Jetzt werden einige denken, da muß erst was passieren, bevor der Tatbestand gegeben ist. Ich kann nur hoffen das jetzt auch der letzte verstanden hat, wohin diese Regierung uns führt.
Jede Tonne CO2 die eingesparrt werden kann hilft dem Klima. Hier bahnt sich in den nächsten Jahren eine Katastrophe an. Was in tausend Jahren mit radiaktivem Müll getan werden muss ist dann vermutlich nicht mehr relevant.Wenn schon, dann sollten Kohlekraftwerke sofort dicht gemacht werden. In der ganzen Welt werden neue Atomkraftwerke gebaut. Laut Wikipedia in Planung: Indien 20, Frankreich 1,Russland 14,USA 9, China 33, Polen 6 etc.. Komisch das sich hier wohl die ganze Welt irrt.
Ich halte die Verlängerung für sinnvoll. Ich sehe bei dem Kommentar von Volmer Hubertus rein politische Stimmungsmache. Es ist zur Zeit einfach nicht möglich auf Kernenergie zu verzichten und wir können natürlich den Strom aus unseren Nachbarländern importieren, aber dann fällt der Atommüll halt in diesen Ländern an. Verantwortung ist nun mal nicht, den Bürgern ein schönes und sauberes Deutschland zu versprechen. Vielmehr ist Verantwortung auch an die Menschen in diesen Nachbarländern zu denken, die erneuerbaren Energien zu förden und finanzieren. Dazu braucht man halt Geld! Liebe Leser: Der Strom kommt nicht nur aus der Steckdose und ein zu frühes Abschalten der Reaktoren schiebt das Problem nur über die Grenzen. Das Problem der Endlagerung besteht nach wie vor und die Menge ist dabei nicht relevant. Vielleicht sollte n-tv schon mal anfangen und diesen Webserver und Fernsehsender abschalten. Wer diese Entscheidung kritisiert sollte sich mal Gedanken über sein eigenen Energiekonsum machen.
Mein lieber Harry Werner, seit wann ist denn Uran in Deutschland eine heimische Energiequelle?? Gerhard Meiwald
Da ich Sören ziemlich getroffen habe, noch einige Anmerkungen. FDP-Ortsverband: Ich bin überzeugt parteilos. Mathematiklehrer: Ja, er wäre stolz, aber eher auf sich, denn er kann sich ja mit Recht einen Teil meines beruflichen Erfolges zuschreiben. Zum Thema unbelegbare Fakten: Ich habe eigentlich gar keine Fakten genannt. Jeder in diesem Forum kann sehen, was Sie geschrieben haben über Hebelwirkungen von Strompreisen und jeder kann meine Einschätzung dazu lesen. Sie werfen aber in Ihrem zweiten Beitrag nur so mit Zahlen um sich. Daniel, dessen Beitrag direkt über meinem steht, hat darum gebeten, mal ihre Quellen zu posten. Ich würde mich dem anschließen. Und jetzt mal ein Problem, das ich mir wirklich nicht mit der Mathematik erklären kann. Wenn ich das recht verstehe, bezieht der Ökostrom-Anbieter Greenpeace-Power 99 Prozent seines Stromes aus österreichischen Wasserkraftwerken und 1 Prozent aus österreichischen Windparks. Und der Ökostrom-Anbieter Lichtpunkt bezieht mindestens 75 Prozent seines Stromes aus Wasserkraftwerken in Norwegen und den Rest aus Biomasse in Deutschland. Dass ich es bei Lichtpunkt nicht genau angeben kann, liegt daran, dass nur die Nennleistungen angegeben sind und nicht die Verfügbarkeit der Biomasse-Anlage. Und warum beziehen die das nicht zu 100 Prozent aus unseren eigenen doch so günstigen Windkraftanlagen, oder den Solaranlagen überall auf den Dächern? Wenn nicht die, wer denn dann? Ach ja, falls es den Verdacht gibt, dass ich hier mit unbelegbaren Fakten hantiere. Das habe ich in deren Internet-Auftritten gefunden. Natürlich nicht auf der Hauptseite, man muss schon ein wenig suchen. Und nochwas: Ich habe im Intenet einen Artiel vom 18.05.08 vom österreichischen Wochenblatt gefunden, in dem steht, dass Österreich 10 Prozent seines Stromes importieren muss. Also daraus ergibt sich für mich, was Greenpeace-Power da kauft, hat Österreich nicht etwa übrig. Ich vermute ja ganz verschwörerisch, dass die Österreicher als Ersatz Strom aus einem ganz ordinären Mix importieren, vielleicht sogar aus Deutschland. Ist aber wahrscheinlich nur eine vollkommen abwegige Verschwörungstheorie.
Franky: danke, endlich jemand der es verstanden hat. Vernünftig wäre es auch zu diskutieren mit welchen Mitteln man wieder einsteigt und neue Reaktoren baut bzw. die vorhandenen weiter modernisiert. Dann wäre es in 2050 möglich die verbleibenden 20 Energie die diskutiert werden durch sichere Atomenergie abzudecken. Die CO2 Bilanz von Deutschland wäre dann für Strom fast 0. Wenn man dazu gescheite Elektroautos hätte und ein passender Steckdosennetz ... meine grünen Freunde - dann hätten wir wirklich was grünes erreicht was den Dosenpfand weit im Schatten stellen würde.
Ich kann nur mit dem Kopf schütteln, wenn ich hier von der CO2-Neutralität der Kernenergie lese! Es geht ja nicht nur um die Erzeugung, wie siehts denn mit der Gewinnung von Uran aus? Und dem Prozess, um aus Uranerz Brennstäbe herzustellen? Und der Transport sowohl der Brennstäbe als auch des Abfalls? Und wenn ich dann noch lese, dass uns die Kernenergie von der Abhängigkeit zu Russland Gas sowie den Ölfördernationen befreit, dann treibt mir das die Tränen in die Augen! Wo kommt denn das Uran her? Aus der EU? Wächst im Biogarten auf dem Baum? Aber offensichtlich ist es unseren Lobbyisten-Bückstücken die das Land eigentlich regieren sollen und der Atomlobby gelungen, dem geneigten Bildzeitungsleser die Atomenergie tatsächlich als umweltfreundlich zu verkaufen! Achja, lieber Franky: Überall auf der Welt werden Fahrzeuge mit Verbrennungsmotoren gekauft, die Nachfrage zog erst jüngst wieder stark an! Ist dann ja wohl auch die wegweisende Technologie, soviele Menschen können sich nicht irren, gell? Bei solchen Argumenten fällt einem echt nix mehr ein!
Vorschlag! Wir machen alles Dicht, Kohle AKWs,Gas usw. und lassen die anderen Staaten um uns herum Produzieren. Dann können sich die GRÜNEN auf ihre Fahnen schreiben, wir haben einen sauberen Staat geschaffen. Welch Idiotie...
Hallo Sören, bitte nenne uns die von dir zizierten Studien und die Ersteller der Studien. Sind es Studien aus dem neutralen Lager wie in den Energiewirtschaftlichen Tagesfragen oder die von Greenpeace oder Lichtblick? Bzw. beziehst DU dich etwas auf den Artikel in der neuen Erneuerbare Energien der einem fachlich die Nackenhaare aufstellen lässt. Wer sind die Ersteller? Pöyry,NENA,KEMA,EWI,PROGNOS? @ Peter, welche Preisabsprachen? Die an der Börse? DIe Grossen können gar keine Preisabsprachen treffen da das Kartellamt jeden Handel überprüft, aber die Bildzeitung hat offensichtlich ganze Arbeit in Deutschland geleistet, was Aufklärung betrifft. Wie bereits erwähnt, ich bin nicht dafür die Atomkraftwerke für alle Zeiten laufen zu lassen, aber doch für eine fundierte Diskussion, die nichts mit den populistischen Diskussionen von beiden Lagerndie in den Medien angeblich Aufklärung versprechen gemeinhaben. Ich bin für Atomstrom als Brücke bis die Speicherbarbeit der EE-Energie gelöst ist und lieber sollen Kohlekraftwerke abgeschaltet werden. Leider wäre alles so einfach wenn wir Menschen uns beschränken würde, sprich wenn es keinen Strom gibt, hab ich eben Pech gehabt. Aber wir schalten das Licht eben ein wann wir wollen, ohne darüber nachzudenken, ebenso wie PCs permanent laufen und das neue gigantische TV-Gerät. Am besten über Telekom, damit die Server im Hintergrund noch ordentlich etwas zu tun haben. AKWs sind gefördert worden, richtig, aber das sind nunmal sunk costs und durch den Verkauf der Anteile an Bayernwerk und Co.vor Bildung von E.On hat der Staat sich vorzeitig von seinem eigenen Invest getrennt. Das Land Baden Würtenberg und die Städte Dortmund, Essen und Mühlheim RWE profitieren ja nach wie vor von den Gewinnen als Anteilseigner. Wieso beschwert sich eigentlich keiner über Apple? hardware wird zu überteuerten Preisen verkauft und annimiert zur Energieverschwendung?
Deutschland: Stromexport-Weltmeister Nie wurde so viel Strom in der Geschichte der Bundesrepublik exportiert, wie 2010: Im ersten Quartal waren 6,7 Prozent mehr Strom erzeugt als verbraucht. Übersetzt bedeutet das: Deutschland könnte mühelos acht Atomkraftwerke abschalten.
Atomkraft ist die TEUERSTE Energieerzeugungsvariante von allen, nicht die billigste, wie die Propaganda vo Regierung und Atomlobby so gern behauptet. Das Zeug muss für mehrere tausend Jahre sicher endgelagert werden! Wir haben bislang weder einen ort dafür noch auch nur ansatzweise entsprechende Behältermaterialien. Künftige Generationen werden immer wieder Milliarden und aber Milliarden zahlen müssen, um den ganzen Dreck neu zu ummanteln und zu lagern. Dann sind Merkel und die Strombosse längst in Pension oder tot und mit den katastrophalen Umweltfolgen ihrer Dreckspolitik können sich dann unsere Kinder herumschlagen. Korruptes, inkompetentes Politkerpack!
Wer zahlt schafft an. Daran hat sich nichts geändert.
Letztendlich geht es vielen leider immer wieder nur ums Geld. Jede Meinung zu diesem Thema wird oftmals mit Rechnungen aufgemacht. Da unterstellt jede Seite der anderen sie könne nicht rechnen. Ökostrom könnte preiswerter werden, wenn die Netze entsprechend ausgebaut würden. Dazu sind eigentlich die großen Stromkonzerne verpflichtet. Atomstrom würde viel teurer werden, wenn die Konzerne die Endlagerung bezahlen oder auch Asse sanieren müssten. Mein Fazit: Strom wird immer seinen Preis kosten und die Zukunft liegt eindeutig in erneuerbare Energien und nicht in Laufzeitverlängerungen.
Der Autor dieses Artikels und alle, insbesondere Grüne und andere Wählerfänger sollen mir mal eine zum jetzigen Zeitpunkt vorhandene Alternative zum Atomstrom nennen. Diese ganze Diskussion ist so etwas von lächerlich. Was passiert wohl, wenn mal alle Atomkraftwerke abschaltet? Atomstrom aus Frankreich + anderer Länder + noch mehr Abhängigkeit. Das 16 des Stromes z.Z. in Deutschland regenerativ hergestellt werden, sagt schon alles. Das ist allerdings verglichen ein guter Wert. Ziel muß es doch sein, diese Stromerzeugung weiter zu fördern, aber nicht auf Kosten einer solch, massenwirksam aufgezogenen Diskussion. Es ist einfach nur noch peinlich. Jeder sollte, bevor er eine, durch peinliche Politiker angeheizte Position bezieht, sich erstmal informieren, was die Vor- und Nachteile der z.Z. verfügbaren Technologien sind... . Auch wenn dies kein Plädoyer sein soll, aber man merkt schon, dass Frau Merkel eine Diplom in Physik hat und eine Frau Künast keine Ahnung von Naturwissenschaften. Grüße vom GiZMo
@F.K. Schön dass Sie so clever sind, aber wenn Sie schon von Kosten reden, dann sollten wir bitte auch alle Kosten in eine Kosten-Nutzen-Rechnung miteinbeziehen. Und da gibt es bei der Atomkraft genug Kosten, die gar nicht einberechnet werden, da Sie nicht die Erzeuger tragen, sondern die Allgemeinheit. Wer versichert denn die Atomkraftwerke gegen Unfälle? Wer zahlt im Falle eines möglichen Unfalls? Wer zahlt für Endlager und Entsorgung? Ich kann es Ihnen gerne sagen. Der Staat oder anders formuliert die Allgemeinheit bzw. die Steuerzahler. So jetzt nehmen Sie diese negativen externen Effekte mal in Ihre Rechnung auf, dann sieht das Ergebnis ganz anders aus. Der große Skandal ist, dass nicht alle Gewinne abgeschöpft werden; d.h. die richtige Vorgehensweise wäre gewesen von den Konzernen sog. Strafzahlungen in Höhe der Gewinne zu verlangen, wenn Sie ein Atomkraftwerk länger laufen lassen. Zudem sollte nicht die Allgemeinheit für die Entwicklung Forschungssubventionen ausgenommen erneuerbaren Energien zahlen, sondern die Konzernen, die später auch mit diesen Produkten Gewinne erwirtschaften wollen. Der Staat zahlt bspw. auch nicht für BMW die Entwicklung eine neuen Modells...