Politik

Sondierungen in ThüringenMatschie spricht mit CDU

31.08.2009, 06:48 Uhr

Die Thüringer SPD will am Freitag Sondierungsgespräche über eine Regierungsbildung aufnehmen. Zuerst werde die SPD mit der CDU sprechen, weil diese die größte Fraktion sei, sagt SPD-Landeschef Christoph Matschie nach einer Landesvorstandssitzung in Erfurt.

Der Landesvorstand habe beschlossen, "gleichberechtigt" Sondierungsgespräche mit der CDU und danach mit Linkspartei und Grünen zu führen. Auf die Frage nach einer rot-roten Koalition betonte Matschie erneut, dies sei nur unter einem sozialdemokratischen Ministerpräsidenten möglich.

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Matschie möchte gleichberechtigt Gespräche führen. (Foto: dpa)

Zuvor hatte bereits Ministerpräsident Dieter Althaus (CDU) angekündigt, dass er die SPD zu Sondierungen einladen werde. Er werde in den Gesprächen "keine Vorbedingungen stellen", sagte Althaus der "Thüringer Allgemeinen". Er bekräftigte allerdings, dass er und seine Partei am Amt des Regierungschefs festhalten wollten.

Linke wollen Gespräche

Auch die Linken wollen mit den Sozialdemokraten sprechen. Knackpunkt für eine mögliche rot-rote Koalition unter Beteiligung der Grünen ist aber die Frage, wer den Ministerpräsidenten stellt. Sowohl die Linkspartei, die bei der Landtagswahl am Sonntag zweitstärkste Kraft hinter der CDU wurde, als auch die SPD beharren bisher auf ihrem Anspruch auf den Regierungsposten.

Die CDU hatte am Sonntag mehr als elf Prozentpunkte verloren und landete nur noch bei bei 31,2 Prozent. Die Linkspartei wurde mit 27,4 Prozent zweitstärkste Kraft. Die SPD kam auf 18,5 Prozent. Die FDP schaffte mit 7,6 Prozent nach 15 Jahren Abwesenheit den Wiedereinzug in den Erfurter Landtag, ebenso die Grünen mit 6,2 Prozent.

Quelle: AFP