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Von der Leyen als Bundespräsidentin"Es wäre eine gute Wahl"

02.06.2010, 20:23 Uhr

Ursula von der Leyen gilt als Top-Favoritin für das neu zu besetzende Bundespräsidentenamt – und sie ist ganz offensichtlich nicht nur die Wunschkandidatin von Kanzlerin Merkel ...

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Von der Leyen gelingt es "Gegensätze zu versöhnen". (Foto: REUTERS)

Wieder einmal zeichnet sich bei Ursula von der Leyen ein Aufbruch zu neuen Ufern ab. Im Kandidatenwettrennen um die Nachfolge des zurückgetretenen Bundespräsidenten Horst Köhler hat die Bundesministerin für Arbeit und Soziales gegen Bundestagspräsident Norbert Lammert und den niedersächsischen Ministerpräsidenten Christian Wulff wohl die besten Karten: Sie gilt als Favoritin - und ist offensichtlich nicht nur die Wunschkandidatin von Kanzlerin Angela Merkel.

Für die Nürnberger Zeitung scheint klar: "Ob sie kandidiert, liegt wohl nur noch an ihr selbst. Denn alle weiteren bisher genannten Namen aus dem Bereich der Union folgen mit gehörigem Abstand. Der einstige Bundesfinanzminister und CSU-Chef Theo Waigel, Bundestagspräsident Norbert Lammert, Klaus Töpfer dies alles sind durchaus geeignete Männer". Doch keiner bringe das mit, was Ursula von der Leyen auszeichne: "Grazie und Intelligenz, politische Unabhängigkeit und die Fähigkeit, schwierige Situationen fast spielerisch zu meistern. Von der Leyen gehört zur neuen CDU-Generation, die den sozial- und demokratischen Flügel verkörpert."

Voll des Lobes ist auch die Bayerische Rundschau: "Die Familienpolitikerin genießt Sympathien in der Bevölkerung. Und sie ist jung, gescheit und diszipliniert genug, um das Amt, das Horst Köhler am Ende beschädigt hat, rasch wieder aus dem Strudel der Parteipolitik zu heben". "Vieles", so das in Kulmbach herausgegebene Blatt, "spricht für die erste Frau".

Auch für die Emder Zeitung wäre der Zuschlag an von der Leyen die richtige Entscheidung: "Da die Koalition eine komfortable Mehrheit in der Bundesversammlung hat, wäre die Entscheidung für von der Leyen gesichert und es wäre eine gute Wahl. Dabei sollte es nicht darum gehen, nun unbedingt einer Frau das höchste Staatsamt anzuvertrauen." Von der Leyen sei "eine gewiefte Politikerin", die die Fallstricke der Macht kenne. "(…) aber sie weiß auch, Macht zu nutzen. Dabei gelingt es ihr aber auch immer wieder, Gegensätze zu versöhnen. Genau diese Fähigkeiten benötigt das neue Staatsoberhaupt."

"Der Ehrentitel Mutter der Nation war bislang von der Schauspielerin Inge Meysel besetzt. Das könnte sich ändern, wenn die Arbeitsministerin Ursula von der Leyen zu präsidialen und damit überparteilichen Ehren kommt. Vieles spricht dafür", bekundet die Märkische Oderzeitung. Von der Leyen kenne sich aus im Politikbetrieb und sei zudem in der Bevölkerung ob ihres Einsatzes für soziale Belange populär. Das minimiere die Gegnerschaft im Unionslager, meint die in Frankfurt/Oder erscheinende Zeitung. "Und der Opposition dürfte es schwer fallen, gegen von der Leyen einen nur annähernd adäquaten Kandidaten bei der Bundespräsidentenwahl in Stellung zu bringen. Schon um eine Fortsetzung der eher abstrus wirkenden Debatte um die Köhler-Nachfolge zu beenden, sollte die schwarz-gelbe Bundesregierung schnell offiziell mitteilen, wen sie ins Rennen schicken will."

Quelle: Zusammengestellt von Susanne Niedorf