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Montag, 03. April 2017

Vor allem auf dem Lande : Auch Volksbanken kassieren fürs Abheben

Nicht nur Sparkassen verlangen Gebühren fürs Geldabheben von der eigenen Kundschaft, auch die Volks- und Raiffeisenbanken langen hin. Und zwar in noch mehr Filialen. Aber auch die Sparkassen München und Chemnitz legen nach.

Erst letzte Woche wurde bekannt, dass 40 von insgesamt 400 Sparkassen in Deutschland Gebühren für das Geldabheben verlangen - von den eigenen Kunden. Nun stellt sich heraus, dass auch die Volks- und Raiffeisenbanken (VR) diese Art des Geschäftsmodells neu für sich entdeckt haben. 

Wie das Finanzportal "biallo.de" anhand einer Untersuchung herausgefunden hat, haben mehr als 150 von den insgesamt 1000 VR-Genossenschaftsbanken die kostenlose Bargeldversorgung abgeschafft und überbietet damit in der Summe die Sparkassen. Tatsächlich rechnet das Finanzportal aber mit noch deutlich höheren Zahlen.

Laut der Untersuchung handelt es sich vor allem um solche VR-Banken und Sparkassen, die sich in einer ländlichen Gegend befinden, wo Privatbanken kaum anzutreffen sind. Denn hier müssen beide Geldhäuser keinen Wettbewerb fürchten und können so bei den Gebühren zulangen.

Sparkassen in München und Chemnitz legen nach

Nun berichtet das Finanzportal, dass auch die Sparkassen München und Chemnitz Gebühren für das Geldabheben erheben. Wer viermal zum Geldholen in der bayrischen Landeshauptstadt am Schalter war, muss demnach 1,50 Euro berappen. 0,30 Cent sind es am Geldautomaten aller Sparkassen - und zwar sofort, ohne freie Abhebungen. In Chemnitz werden bei den Kontomodellen "Giro Direkt" und "Giro online" 2,50 Euro fällig, wenn man mehr als einmal am Schalter Geld holt. Am Automaten werden für "Wiederholungstäter" hier bei drei weiteren Konten Gebühren zwischen 0,30 und 0,60 Cent fällig.     

Anders als die Sparkassen nehmen viele der Genossenschaftsbanken schon für das erste Geldabheben Gebühren. Dies ist demnach bei zwei Dritteln aller VR-Geldhäuser der Fall. Andere VR-Banken gewähren ihrer Kundschaft ein vier- oder fünfmaliges Geldabheben pro Monat, bevor der Kunde extra zahlen muss.   

Je nach Kontomodell fallen so bis zu 60 Cent an Gebühr für das Geldabheben an Automaten an. Wollen sich Kunden am Schalter mit Bargeld versorgen, werden mitunter bis zu 95 Cent fällig.

Selbstverständlich kann man auch bei den Volks- und Raiffeisenbanken mit dem richtigen Konto ganz umsonst Geld abheben. So bietet zum Beispiel die Volksbank Lahr das "VR-Giro Comfort Privat" an. Für stolze 7,90 Euro monatlich ist hier sogar das Geldabheben in unbegrenzter Anzahl umsonst.  

Hier einige Beispiele für VR-Geldinstitute, bei welchen nach Überschreiten des Limits an Freiabhebungen der Kunde zur Kasse gebeten wird:

So klappt der Kontowechsel

Quelle: n-tv.de

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