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Heutzutage braucht man viel Geduld, um bei der Anlage sein Vermögen wachsen zu sehen.
Heutzutage braucht man viel Geduld, um bei der Anlage sein Vermögen wachsen zu sehen.(Foto: dpa/dpa-infocom)
Dienstag, 06. Juni 2017

"Sparen kann sich doch lohnen": Aus 10.000 Euro das Beste herausholen

Die Zinssätze auf dem Finanzmarkt können kaum zum Sparen motivieren. Es gibt aber offenbar noch immer Möglichkeiten, sein Geld gut anzulegen. Chefredakteur Landwehr von "Finanztest" hat einige Tipps, um attraktive Renditen zu erwirtschaften.

Sichere Anlageformen bringen derzeit nur Mini-Zinsen. Im Durchschnitt bekommen Sparer nach Angaben der Stiftung Warentest bei den 20 besten Anbietern von Tagesgeldkonten derzeit nur 0,3 bis 0,5 Prozent Zinsen - so wenig wie noch nie.

"Viele Anleger sind deshalb der Meinung: Sparen bringt nichts", sagt Heinz Landwehr, Chefredakteur der Zeitschrift "Finanztest". Doch das stimmt offenbar nicht: Mit Geduld und den richtigen Anlagen könne man durchaus attraktive Renditen erwirtschaften.

Ein Beispiel: Legen Anleger 10.000 Euro auf einem Tagesgeldkonto zu einem Zinssatz von ein Prozent an, werden daraus nach zehn Jahren 11.046 Euro. Nach 20 Jahren ist das Vermögen auf 12.202 Euro angewachsen, und nach 30 Jahren kann der Sparer über 13.478 Euro verfügen.

Investiert der Anleger stattdessen breit gestreut in Aktien, kann er mit einer durchschnittlichen Rendite von 6 Prozent pro Jahr rechnen. Aus den 10.000 Euro werden so nach 10 Jahren 17.908, nach 20 Jahren 32.071 Euro und nach 30 Jahren sogar 57.435 Euro.

"Sparen kann sich also doch lohnen", sagt Landwehr. Denn langfristig kann sich durchaus ein kleines Vermögen aufbauen. "Die Zeit ist ein entscheidender Faktor." Aber auch die Rendite spielt eine Rolle, wie das Rechenbeispiel zeigt. Niedrig verzinste Konten sollten aus Sicht von Landwehr eher nicht zum Vermögensaufbau verwendet werden. "Das Tagesgeldkonto ist optimal für die finanzielle Reserve." Rendite erzielen Anleger derzeit am besten mit ETFs, also marktbreiten börsengehandelten Indexfonds.

Die Stiftung Warentest empfiehlt als Basisanlagen börsengehandelte Indexfonds (ETFs) auf den globalen oder europäischen Aktienmärkten. Ideal sind aus Sicht der Experten etwa ETFs, die den MSCI World, den MSCI Europe oder den Stoxx 600 Europe abbilden. Dividendenfonds bieten in der Regel keine breite Länder- und Branchenmischung und sind deshalb eher als Beimischung geeignet.

Quelle: n-tv.de

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