Donnerstag, 21. Januar 2010
Lobby-Studie zu Straßenkosten: Autofahrer zahlen zu viel Steuern
Die Studie soll zeigen, dass eine Pkw-Maut ungerechtfertigt ist.
(Foto: AP)
Die deutschen Autofahrer zahlen einer Studie zufolge über Kfz- und Mineralölsteuer weit mehr, als der Staat für das Straßennetz ausgibt. Pkw-Fahrer decken die Kosten für die Straßen zu 208 Prozent und für Autobahnen sogar zu 415 Prozent ab, wie die "Financial Times Deutschland" unter Berufung auf eine Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) berichtete.
Die Studie wurde im Auftrag des Automobilklubs ADAC, des Bundesverbands der Deutschen Industrie und des Logistikverbands BGL erstellt. Der ADAC und die beiden Wirtschaftsverbände wollen mit der Untersuchung nachweisen, dass Forderungen nach einer Pkw-Maut ungerechtfertigt sind. Schon heute würden die Autofahrer unverhältnismäßig stark zu den Infrastrukturkosten herangezogen, argumentieren die Verbände. Deutsche Lastwagen ab zwölf Tonnen Gesamtgewicht, die mautpflichtig sind, deckten ihre Wegekosten zu gut 200 Prozent. Die Spediteure zahlten also das Doppelte der Kosten.
Andere Gutachten haben in der Vergangenheit hingegen ergeben, dass die Steuern und Abgaben auf Straßenverkehr deutlich unter den gesamtwirtschaftlichen Kosten liegen.
AFP
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