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Wer mit Nahverkehrszügen und Regiotickets unterwegs ist, kann oft viel Geld sparen.
Wer mit Nahverkehrszügen und Regiotickets unterwegs ist, kann oft viel Geld sparen.(Foto: picture-alliance/ dpa)

Auf der Suche nach günstigen Tickets: Bahnmitarbeiter überfordert

Für Kunden der Deutschen Bahn ist es nach Angaben der Stiftung Warentest schwer, immer das günstigste Ticket zu bekommen. Ursache sei das "komplizierte Preissystem", das auch Bahnberater überfordere. Die Stiftung ließ Tester in den Reisezentren von Bahnhöfen in 19 Städten, bei der telefonischen Bahnauskunft, im Internet sowie an Automaten anhand von fünf Beispielen nach den günstigsten Verbindungen suchen. Dabei ist nicht immer die billigste Fahrkarte angeboten worden.

Als Beispiel nennt die Zeitschrift die Auskunft eines Bahnmitarbeiters in Bremen: Der wollte dem Tester für eine IC-Fahrt ins 200 Kilometer entfernte Warburg und zurück ein Ticket für 228 Euro verkaufen - obwohl der Regionalzug bei nur 30 Minuten längerer Fahrzeit pro Strecke lediglich 41 Euro gekostet hätte. Die Stiftung Warentest rät Bahnkunden, sich nicht mit der ersten Antwort zufrieden zu geben. Oft wurden erst auf Nachfrage von Beratern günstigere Angebote genannt worden. Besonders bei Fahrten ins Ausland ist es den Bahn-Mitarbeitern nicht gelungen, die günstigsten Verbindungen zu nennen.

Am besten sind Passagiere der Bahn dem Test zufolge mit der Internetseite www.bahn.de beraten. Wer dort das Kästchen "schnelle Verbindungen bevorzugen" deaktiviere, bekomme die günstigsten Fahrkarten angezeigt. Zudem können Frühbucher oft günstige Fahrkarten ergattern, die 92 Tage vor dem Reisedatum im Internet zu erwerben sind. Trotz den Mängeln habe sich die Preisberatung der Bahn in den vergangenen drei Jahren jedoch leicht von 3,7 auf 3,3 (befriedigend) verbessert, stellten die Tester fest.

Quelle: n-tv.de

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