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Ratgeber

Dienstag, 18. August 2009

Was wäre wenn?: Bankdaten gehackt

130 Millionen Datensätze hatte ein US-Hacker gestohlen, der sich nun vor Gericht verantworten muss. Was passiert eigentlich, wenn die eigenen Bankdaten gehackt werden? In solchen Fällen sind die Banken am Zug: "Sobald die Institute von dem Datenverlust Kenntnis erlangen, werden die betroffenen Kunden informiert", erklärt Steffen Steudel, Sprecher des Zentralen Kreditausschusses der deutschen Kreditwirtschaft und des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken.

Gegen Angriffe auf zentrale Server ist der Bankkunde machtlos.

Gegen Angriffe auf zentrale Server ist der Bankkunde machtlos.
(Foto: Antje Delater, pixelio.de)

Verbraucherschützer sehen die Banken rechtlich dazu in der Pflicht: Die Auskunft an die Kunden sei eine Nebenpflicht des Vertrags, meint Kerstin Föller, Kreditexpertin der Verbraucherzentrale Hamburg. Bei einem Hackerangriff sei jedoch schwer zu überprüfen, wessen Daten betroffen sind. Zweifel bleiben also trotz der zugesicherten Transparenz: "Es lässt sich schwer nachvollziehen, ob die Banken immer alle Kunden informieren" so Föller.

Wenn Karteninhaber selbst einen Schaden bemerken, sollten sie die Kreditkarte schnellstmöglich sperren und eine neue beantragen. Sollte schon etwas abgebucht worden sein, ist die Abbuchung umgehend zu stornieren, rät Föller. Vorbeugend könnten Kunden allerdings keine Vorkehrungen treffen: Wenn zentrale Datenbanken bestohlen würden, sei der Kunde machtlos.

Wie hoch der Schaden ist, der durch den Datenklau des US-Hackers und seiner zwei Komplizen entstand, ist derzeit noch unklar. Fest steht jetzt schon, dass es sich um den größten Datendiebstahl in der Geschichte des Internet handelt.

dpa, ino

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