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Zusätzliche Gebühren beim Bezahlen sind ein Ärgernis.
Zusätzliche Gebühren beim Bezahlen sind ein Ärgernis.(Foto: imago/blickwinkel)
Freitag, 17. März 2017

Gebühren sollen wegfallen: Beim Bezahlen wird vieles besser

Herrscht auf einem Markt Wettbewerb, profitiert meist der Verbraucher. Kommt keine Bewegung in die Sache, hilft schon mal der Gesetzgeber nach. So sollen in Zukunft keine Kosten mehr für Kartenzahlungen, Lastschriften und Überweisungen anfallen.

Frohe Kunde für Verbraucher: Auch wenn die Deutschen ihr Bargeld lieben, wird hierzulande zum Bezahlen auch eifrig die Giro- und Kreditkarte benutzt, fällige Geldbeträge werden zudem per Überweisung und Lastschrift transferiert. Mitunter fallen dann zusätzliche Kosten für den Bezahlenden an, etwa bei manchen Flugbuchungen oder einigen Onlineshops.

Die Bundesregierung will das ändern und den Wettbewerb im Bereich der Zahlungsdienste verbessern. So sollen Gebühren für Kartenzahlungen abgeschafft und die Verbraucher gleichzeitig besser geschützt werden. Laut entsprechendem Gesetzentwurf dürfen Händler dann in Zukunft keine gesonderten Gebühren mehr für Kartenzahlungen, Überweisungen und Lastschriften verlangen. Die Regelung soll europaweit gelten. "Hierzu gehören insbesondere die gängigsten Kartenzahlverfahren in der Bundesrepublik Deutschland", heißt es in der Begründung zum Umfang der in Zukunft gebührenfreien Zahlungsmöglichkeiten.

Außerdem soll die Haftung der Verbraucher für nicht autorisierte Zahlungen von derzeit höchstens 150 auf 50 Euro herabgesetzt werden. Lastschriften ließen sich bisher schon innerhalb von acht Wochen zurückholen. Dieses Erstattungsrecht soll nun gesetzlich verankert werden und gilt dann europaweit. Zudem sind Verbesserungen bei der Beweislast zugunsten der Kunden geplant: Künftig muss dann der Zahlungsdienstleister unterstützende Beweismittel vorlegen, um Betrug oder grobe Fahrlässigkeit des Nutzers nachzuweisen. Fehlüberweisungen von Kunden sollen einfacher zurückgeholt werden können.

Aber auch die EU-Kommission wirkt im Sinne der Verbraucher, wie das "Handelsblatt" berichtet. So möchte diese Banken in Zukunft dazu verpflichten, die Gebühren für grenzüberschreitende Überweisungen innerhalb Europas zu senken. Denn für "Nicht-Euro-Überweisungen" verlangen Banken teilweise "undurchsichtige" und "exzessive Gebühren", wie es in einem entsprechenden "Aktionsplan zu Finanzdienstleistungen für Verbraucher" heißt. Betroffen hiervon sind Währungen aller Nicht-Euro-Staaten, wie schwedische und dänische Krone, britisches Pfund oder polnischer Zloty. Grenzüberschreitende Euro-Überweisungen innerhalb des Euroraumes sind bereits gesetzlich gedeckelt und dürfen nicht mehr kosten als Inlands-Überweisungen.

Quelle: n-tv.de

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