TagesgeldkontenBis über drei Prozent sind drin
Tagesgeldkonten lohnen sich wieder: Manche Banken locken mit Zinsen über 2,5 Prozent. Wer jetzt nicht wechselt, verschenkt Geld. Die richtig guten Angebote haben allerdings ihre Tücken.
Die Zeit der Magerzinsen neigt sich dem Ende zu. Geld, das auf einem schlecht verzinsten Sparbuch oder Tagesgeldkonto dahindümpelt, sollte jetzt umgeschichtet werden. Ein Wechsel lohne sich allemal, sagt Max Herbst von der unabhängigen Finanzberatung FMH. Derzeit können Kunden laut FMH bei einer Anlage von 1000 Euro auf einem Tagesgeldkonto zwischen 1,75 und 3,33 Prozent Zinsen bekommen.
Die richtig gut verzinsten Angebote sind allerdings nicht ganz ohne Haken. "Man sollte sich fragen: Was steckt hinter dem attraktiven Angebot? Passt das überhaupt zu mir?", empfiehlt Herbst. Manche Banken verknüpfen mit der Eröffnung eines attraktiv verzinsten Tagesgeldkontos die gleichzeitige Einrichtung eines Girokontos, andere die eines Depotkontos. Letzteres ist etwa bei der DAB Bank Pflicht, die mit ordentlichen 2,6 Prozent Zinsen lockt – aber eben nur, wenn gleichzeitig ein kostenloses Depot eröffnet wird.
Zinsen nur mit Girokonto
Wer das Spitzenangebot der Postbank nutzen will, muss noch weiter gehen: Die 3,33 Prozent Zinsen für sechs Monate gibt es nämlich nur, wenn das Gehaltskonto zur Postbank verlagert wird. Immerhin ist das Girokonto ab einem monatlichen Geldeingang von 1000 Euro kostenfrei. Das beste Tagesgeldkonto ohne Zusatzbedingungen gibt es bei Santander. Die Spanier zahlen Neukunden derzeit 2,5 Prozent. Ab einem Anlagebetrag von 100.000 Euro sind es allerdings nur noch 1,75 Prozent.
Wer wechseln will, sollte die Nebenbedingungen ebenso berücksichtigen wie Höhe und Laufzeit des Zinssatzes, erläutert Herbst. "Der Zinssatz sollte mindestens die Inflationsrate abdecken, also bei mehr als zwei Prozent liegen, und für mindestens ein halbes Jahr garantiert werden." Da die Zinsen weiter steigen, dürfte es den Banken nicht schwerfallen, dies zuzusichern.