Donnerstag, 29. Juli 2010
Qualität sieht anders aus: Damen-T-Shirts im Test
Die Produktqualität von T-Shirts ist laut Stiftung Warentest häufig schlecht. Teils enthalten die Kleidungsstücke auch problematische Substanzen. Zudem sind die Produktionsbedingungen im Ausland oft miserabel.Beim Test von 39 Kurzarm-Shirts sind viele der Hemden "durch das Waschen aus der Form" geraten. Manche haben auch schon vor dem Wachen defekte Nähte gehabt sowie Beschädigungen durch Maschinen, so die Stiftung Warentest. Bereits nach zehn Wäschen haben die Shirts "grau und lappig" ausgesehen. Die zuvor satten Farbtöne "überstanden den Test nicht" lange. Nur drei Shirts haben insgesamt gut abgeschnitten (Esprit, Tom Tailor und hessnatur).
Problematische Substanzen seien zwar bei keinem der untersuchten T-Shirts direkt im Gewebe gefunden worden, berichtete "Test". Jedoch gäben die Aufdrucke der Shirts teils Grund zur Sorge. Festgestellt worden sei mitunter Formaldehyd, das Allergien auslösen kann und im Verdacht steht, Krebs mit zu verursachen. Auch seien in den Drucken teils Zinnverbindungen nachgewiesen worden, welche die Fortpflanzungsfähigkeit des Menschen beeinträchtigen oder Kinder im Mutterleib schädigen können. Die Verbindungen seien aber nur in geringen Mengen festgestellt worden. Nur die Hälfte der untersuchten Shirts sei schadstofffrei gewesen.
Nur ein Anbieter "stark engagiert"
Bei einer weiteren Untersuchung mit 20 T-Shirts hat sich gezeigt, dass sich die Hersteller in aller Regel nicht besonders für den Umweltschutz, ihre Beschäftigten oder in Sachen Verbraucherinformation einsetzen, so die Stiftung Warentest. Nur hessnatur hat sich stark engagiert gezeigt, weitere sechs immerhin engagiert - der Rest lediglich "in Ansätzen oder bescheidenen Ansätzen". Oft können Fabrikarbeiter in den Herstellerländern ihre Lebenshaltungskosten mit ihrem Lohn kaum decken, wie die Prüfung von Unterlagen oder Gespräche vor Ort ergeben haben.
Mehrere Anbieter haben nicht schlüssig nachgewiesen, dass ihre Shirts trotz entsprechender Werbung tatsächlich in Bio-Qualität hergestellt wurden. Einzelne Anbieter konnten demnach aber belegen, dass diese im Ausland "in anständiger Weise" produzieren lassen und ihren Mitarbeitern teils auch Bonuszahlungen zusätzlich zum Lohn gewähren.
AFP
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