Ratgeber

Beschwerdeplattform für Paketkunden: Dem Ärger Luft machen

Paketkunden haben einen Anspruch auf eine zuverlässige Lieferung. Geht beim Paketdienst etwas schief, können sie sich auf der Plattform www.paket-ärger.de beschweren.
Paketkunden haben einen Anspruch auf eine zuverlässige Lieferung. Geht beim Paketdienst etwas schief, können sie sich auf der Plattform www.paket-ärger.de beschweren.(Foto: dpa)

Es ist zum Haareraufen: Das Paket kommt zu spät, der Paketbote klingelt nicht oder gibt es drei Häuser weiter ab. Auf der Seite www.paket-ärger.de können verärgerte Kunden ihren Ärger loswerden.

Seit Dezember 2015 gingen auf der Plattform insgesamt rund 1600 Beschwerden ein, teilte die Verbraucherzentrale Nordrhein Westfalen mit. Sie betreibt zusammen mit ihrer Schwesterorganisation in Thüringen diese Website.

Jede dritte Beschwerde geht laut der Zwischenbilanz auf ein vergebliches Warten zu Hause zurück. Bei jeder zehnten Beschwerde wurde bemängelt, dass die Sendung verloren gegangen sei. Auf Platz 3 im Beschwerderanking folgten fehlende Benachrichtigungen über eine versuchte Zustellung. Vor der Freischaltung der Beschwerde im Forum erhielten kritisierte Paketunternehmen Gelegenheit zur Stellungnahme. Ziel des Forums sei, die Qualität der Paketzustellung zu verbessern.

"Paketkunden haben ein Recht darauf, dass Lieferungen schnell und zuverlässig ankommen", erklärte Wolfgang Schuldzinski, Vorstand der NRW-Verbraucherzentrale, in einer Mitteilung. Zu den Regeln der Paketlieferung gehöre ein "ernsthafter Zustellversuch" sowie die Möglichkeit des Empfängers, seine Sendung nachzuverfolgen.

Die meisten Paketdienste behalten sich in ihren Vertragsbedingungen die so genannte Ersatzzustellung an Nachbarn vor. Dabei muss der Empfänger zumindest über die Zustellung seines Pakets beim Nachbarn informiert werden – und zwar mit einer Karte im Briefkasten. Diese an die Tür zu kleben, ist dem Paketzusteller ausnahmsweise nur erlaubt, wenn es keinen Briefkasten gibt oder dieser nicht zugänglich ist.

Grundsätzlich muss kein Nachbar ein fremdes Paket annehmen. Sobald er unterschreibt, muss er es aber sorgfältig aufbewahren. Er darf es dem Empfänger nicht einfach vor die Tür stellen. Geht diesen Fällen ein Paket verloren, kann der Nachbar dafür ggf. haftbar gemacht werden. Der Paketzusteller haftet nach Annahme durch den Nachbarn insoweit regelmäßig nicht mehr.

Quelle: n-tv.de

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