Ratgeber
Montag, 06. Juli 2009

Reisezahlungsmittel: Der richtige Mix macht's

Kreditkarten sind im Ausland in Sachen Akzeptanz unschlagbar.
Kreditkarten sind im Ausland in Sachen Akzeptanz unschlagbar.(Foto: picture-alliance/ dpa/dpaweb)

Urlauber sollten sich vor Beginn der Reise Gedanken über ihre Reisekasse machen. Hier kommt es vor allem auf den richtigen Mix an: Auf ein Zahlungsmittel allein sollte sich niemand verlassen.

 

Bargeld: Wichtiges Zahlungsmittel ist und bleibt Bargeld. Doch weil es bei Diebstahl nicht ersetzt wird, empfehlen Verbraucherschützer, möglichst wenig davon mitzunehmen. Das Bare sollte nur den Bedarf der ersten Tage decken, umgerechnet 100 bis 200 Euro reichen meist.

 

Maestro-Karte: Die Maestro-Karte (früher ec-Karte) wird in weit über hundert Ländern an über einer Million Geldautomaten und gut zehn Millionen Restaurant- und Ladenkassen akzeptiert. Bargeld am Automaten fremder Institute kostet meist ein Prozent des abgehobenen Betrages, mindestens drei bis sechs Euro. Wer sich bei der Hausbank nach Partnerbanken erkundigt, kann dort oft kostenlos Geld abheben. Der Einkauf im Laden ist in der Euro-Zone gebührenfrei. Ansonsten fällt meist ein Prozent des Preises als Gebühr an.

 

Kreditkarte: Bei der Akzeptanz im Ausland sind Kreditkarten unschlagbar. Die Anbieter kassieren beim Einkauf außerhalb der Euro-Zone eine Umrechnungsgebühr zwischen einem und zwei Prozent der Summe, manchmal schlagen die Händler vor Ort zusätzlich etwas auf. Beim Geldabheben fallen oft hohe Gebühren an: In der Regel werden zwei bis vier Prozent fällig, mindestens jedoch drei bis sieben Euro. Einige Banken bieten aber auch Kreditkarten an, die eine weltweite Bargeldbeschaffung an Geldautomaten ohne zusätzliche Automatengebühr ermöglichen. Wer im Geschäft in Frankreich oder Dänemark seine Kreditkarte zückt, sollte zudem seine Geheimnummer parat haben - die Unterschrift reicht oft nicht.

 

Reiseschecks: Während Reiseschecks wie von American Express und Thomas Cook in Westeuropa wegen der Geldautomaten-Dichte kaum benötigt werden, gehören sie vor allem in Afrika, in Teilen Asiens oder Amerikas in die Urlaubskasse. Die Anbieter haben für jedes Reiseland eine Liste mit Akzeptanzstellen, die keine oder geringe Tauschgebühren verlangen. Das Ausstellen der Schecks kostet etwa ein Prozent des Betrags. Wichtig ist die Stückelung: In den USA, wo Traveler Cheques oft wie Bargeld behandelt werden, empfehlen sich Beträge von zehn oder 20 Dollar. Reiseschecks werden bei Verlust ersetzt.

 

Verlust der Karte: Beim Verlust von Geldkarten sollten diese schnell gesperrt werden, damit Betrüger nicht das Konto abräumen. Dies ist rund um die Uhr unter der Telefonnummer +49-1805-021021 möglich. Für viele Bank- und Kreditkarten gibt es die einheitliche Sperrnummer +49-116116.

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Quelle: n-tv.de

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