Ratgeber

Die Post ist nicht dabei: Die günstigsten Paketdienste

Isabell Noé

Wenn der Versand teurer als der Inhalt ist, hat man den falschen Paketdienst gewählt. Aber welcher ist der günstigste? n-tv hat es herausgefunden. Und - soviel sei schonmal verraten - die Post-Tochter DHL ist es nicht.

DHL, die Post-Logistiktochter, liegt preismäßig im unteren Mittelfeld.
DHL, die Post-Logistiktochter, liegt preismäßig im unteren Mittelfeld.(Foto: picture-alliance/ dpa/dpaweb)

In der Weihnachtszeit sind sie wieder verstärkt gefragt: Paketdienste. In den meisten Fällen führt der Weg in die nächste Postfiliale – sofern diese nicht geschlossen wurde. Oft gibt es vor Ort aber noch weitere Alternativen. Und die können um Einiges günstiger sein, hat das Deutsche Institut für Servicequalität (DISQ) herausgefunden. Für n-tv haben die Marktforscher die Konditionen von acht Paketdiensten verglichen. Dafür wurden die Preise von gängigen Versandleistungen ins Inland und in fünf europäische Länder abgefragt, wobei die Pakete mit mindestens 500 Euro versichert sein sollten.

Preisanalyse: GTS-Logistik vorn.
Preisanalyse: GTS-Logistik vorn.

 

Wer ein kleines Paket innerhalb Deutschlands verschicken will, hat die Wahl zwischen DPD und Hermes. Bei beiden liegt der "Einstiegspreis" bei vier Euro – billiger ist keiner. Mit 4,10 Euro gehört auch GLS zu den Günstigen in dieser Kategorie. Hermes ist auch beim Weinversand unter den Preissiegern: 5,90 Euro kostet ein Karton mit drei Flaschen, genauso viel verlangt auch Der Courier. Nur GTS-Logistik ist mit 5,24 Euro noch günstiger. Schwere Kisten gibt man am besten bei DHL oder DPD ab. Dort zahlt man 12,90 Euro beziehungsweise 13 Euro. Im internationalen Versand hat Hermes die Nase vorn, vergleichsweise günstig sind auch DPD und GLS.

Wenn der Kurier ins Haus kommt

Das Gesamtergebnis.
Das Gesamtergebnis.

Wer sein Päckchen nicht selber tragen will, kann es auch abholen lassen. Das ist aber um Einiges teurer – außer bei GTS-Logistik. Dort kostet der Abholservice genauso viel wie das Abgeben, nämlich 4,58 Euro. Alle anderen Anbieter verlangen  Aufschlag, zum Teil nicht wenig. Bis zu 12,78 Euro kann man für ein kleines Paket zahlen. Eine schwere 22 Kilo-Kiste schlägt mit mindestens 14,76 zu Buche, auch hier liegt GTS-Logistik vorn. Richtig kostspielig wird es, wenn man den dunkelbraunen Lieferwagen anrücken lässt: UPS berechnet stolze 57,83 Euro.

 

Auch im Gesamtvergleich aller Versandoptionen – national und international – liegt UPS weit hinten. Als günstigster Versender positioniert sich GTS-Logistik auf Rang eins, gefolgt von DPD und GLS. Doch weil Preise nicht allein entscheidend sind, hat das DISQ auch die Versandoptionen überprüft und zu 20 Prozent in die Untersuchung einfließen lassen. Dazu gehören unter anderem die Anzahl der Annahmestellen, die Möglichkeit zum Expressversand und die Höchstzahl der Zustellversuche. Auch hier sammelte GTS-Logistik am meisten Punkte und dominiert damit auch das Gesamtergebnis. Trotz der nicht allzu guten Versand- und Zahlungsoptionen landen DPD und GLS dank günstiger Preise auf dem  zweiten dritten Platz.  

Quelle: n-tv.de

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