Freitag, 08. Januar 2010
Problem angeblich gelöst: EC-Karten funktionieren wieder
Da die Sicherheits-Chips auf den Karten nicht richtig funktionieren wurden die Zahlungsterminals neu konfiguriert.
(Foto: picture alliance / dpa)
Der deutsche Einzelhandel gibt Entwarnung: Die Schwierigkeiten beim Bezahlen mit EC-Karten seien behoben, teilte der Handelsverband Deutschland (HDE) mit. "Die Verbraucher können wieder unbesorgt ihre EC-Karten an den Kassen des Handels nutzen", hieß es in einer Mitteilung. Gemeinsam mit den Netzbetreibern sei es der Branche gelungen, die Zahlungsterminals an den Kassen neu zu konfigurieren. Nun könnten die fehlerhaft programmierten EC-Karten dort wieder gelesen werden.
Entschädigung für Kunden
Banken und Sparkassen wollen ihren Kunden die durch die Probleme mit fehlerhaften EC- und Kreditkarten entstandenen Kosten erstatten. Gebühren etwa für die Bargeldversorgung bei fremden Instituten sollen den Verbrauchern ersetzt werden, wie Verbandssprecher der Sparkassen, Genossenschaftsbanken und Geschäftsbanken sagten. Sparkassen-Präsident Heinrich Haasis entschuldigte sich für die Probleme.
Die Sparkassen würden Karteninhabern "diejenigen Gebühren ersetzen, die durch die Bargeldbeschaffung bei Banken beziehungsweise die Nutzung alternativer Zahlungsmittel wegen der aktuellen Funktionseinschränkung bei EC- und Kreditkarten entstanden sind", erklärte Haasis. Die Sparkassen sind weitaus am stärksten von den technischen Schwierigkeiten betroffen, die zum Jahreswechsel aufgetreten sind. Rund 23,5 Millionen der 53 Millionen der von Sparkassen ausgegebenen EC- und Kreditkarten sind mit fehlerhafter Software ausgestattet.
Nachweise erforderlich
Banken- und Sparkassenverbände rieten betroffenen Kunden, Nachweise für die entstandenen Gebühren in ihre Filiale mitzubringen. Um die Gebühren ersetzt zu bekommen, sollten die Kunden "entsprechende Belege" mitbringen, sagte ein Sprecher des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes (DSGV).
Gebühren bei der Bargeldversorgung können unter anderem dann angefallen sein, wenn Verbraucher bei Problemen mit Geldautomaten ihrer Bank oder Sparkasse am Automaten eines anderen Instituts Geld abgehoben haben. Auch bei Bargeldüberweisungen ins Ausland etwa über den Finanzdienstleister Western Union können solche Kosten entstanden sein.
dpa/AFP
