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Freitag, 16. November 2007

Dauertest Energiesparlampen: Eine große Enttäuschung

Man nehme eine 11-Watt-Energiesparlampe und ersetze damit eine herkömmliche 60-Watt-Birne. Die Energiesparlampe verbraucht deutlich weniger Strom und hält zehnmal länger als die Glühlampe. Das steht zumindest auf fast jeder Verpackung der Energiesparlampen. Auf diese Lebensdauer gerechnet, würde sie letztendlich 85 Euro sparen – und das trotz deutlich höherer Anschaffungskosten.

So weit die Theorie. Tester der Zeitschrift "Guter Rat" wollten es genauer wissen und nahmen sich 13 Modelle vor. Mit im Test vertreten waren Markenlampen von Philips, Megaman und Osram aber auch preisgünstigere Modelle aus Baumärkten, Drogerien und Möbelhäusern.

Getestet werden sollte, wie die Energiesparlampen einen Dauertest von 2000 Stunden überstehen, wie hoch die tatsächliche Lichtausbeute ist und wie sie auf Ein- und Ausschalten reagiert. Um Ausreißer zu vermeiden, wurden immer mindestens zwei Lampen des gleichen Herstellers parallel getestet.

Dass häufiges Ein- und Ausschalten die Lebensdauer einer Energiesparlampe verkürzt, ist kein Geheimnis. Doch die Philips Master, die immerhin mit rund neun Euro die teuerste im Test ist, macht schon nach 3300 Schaltzyklen schlapp. Das mag sich zunächst viel anhören, doch wenn man davon ausgeht, dass beispielsweise jedes Mitglied einer vierköpfigen Familie im Bad jeden Morgen und jeden Abend das Licht einmal an- und dann wieder ausschaltet, sind das schon knapp 3000 Schaltzyklen. Die Lampe von Philips würde also nicht einmal eineinhalb Jahre halten.

Starke Ausreißer gibt es auch in Sachen Helligkeit. Hier erreicht die Go On aus dem Hagebaumarkt gerade mal die Hälfte der Lichtausbeute wie die beste Lampe im Test. Und wie hell sind die Lampen nach 1000 Betriebsstunden? Die Maxi Lux von Praktiker schafft gerade noch die Hälfte und die Go On von Hagebau erreicht noch 60 Prozent des Ausgangswertes.

Selbst wenn man vernachlässigt, dass drei Lampen im Feld keine 2000 Stunden leuchteten, gibt es noch einen weiteren Wermutstropfen: Bei niedrigen Temperaturen schwächeln die Energiesparlampen recht deutlich. Setzt man sie bei null statt 25 Grad Celsius ein, erreicht die beste (Flair Energy von Hornbach) gerade einmal 45 Prozent ihrer Leuchtkraft. Alle anderen erreichen zwischen 30 und 43 Prozent.

Als Testsieger lotet "Guter Rat" die Megaman Compact 2000 aus, die mit 8,99 Euro pro Stück recht teuer ist. Nur wenig schlechter und deutlich günstiger schneidet die SU 302 von Ikea für 4,70 Euro das Stück ab.

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