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Nicht immer stimmen die Angaben im Steuerbescheid. Daher kann sich ein Einspruch für Steuerzahler durchaus lohnen.
Nicht immer stimmen die Angaben im Steuerbescheid. Daher kann sich ein Einspruch für Steuerzahler durchaus lohnen.(Foto: dpa-tmn)
Montag, 24. Juli 2017

Tipps für Form und Frist: Einspruch gegen den Steuerbescheid

Fehler im Steuerbescheid entdeckt? Dann kann man Einspruch einlegen. Viel Zeit bleibt dafür nicht. Auch die Form sollte stimmen.

Gute Nachrichten für kritische Steuerzahler: Auch im letzten Jahr entschieden die Finanzämter rund zwei Drittel der Widersprüche zugunsten aufmerksamer Steurpflichtiger. Denn Fehler bei der Steuererklärung sind schnell gemacht - vom Bürger und vom Finanzamt. Zahlendreher, Übertragungs- und Rechenfehler oder aber vergessene oder nicht anerkannte Posten bei der jährlichen Pflichtübung sind keine Seltenheit.

Doch der fällige Widerspruch muss den formellen Ansprüchen genügen. Wie Fristen, Form und Formulierungen aussehen müssen, erklärt der Bundesverband der Lohnsteuerhilfevereine.

Richtige Frist

"Der Einspruch muss innerhalb eines Monats nach Bekanntgabe eingelegt werden", erklärt Uwe Rauhöft vom Bundesverband der Lohnsteuerhilfevereine. Die Frist beginnt meist drei Tage nach dem Versand der Bescheide. Maßgeblich hierfür ist das Datum auf den Unterlagen. Ein elektronischer Bescheid gilt am dritten Tag nach Absendung der elektronischen Benachrichtigung als bekanntgegeben.

Richtige Form

Ein Anruf beim Finanzbeamten reicht nicht. "Ein Einspruch muss schriftlich eingelegt werden", erklärt Rauhöft. Das heißt: Steuerzahler müssen einen Brief aufsetzen. Wichtig: nicht die Steuernummer und den Namen vergessen. Denn das Finanzamt muss den Einspruch auch einem Steuerzahler zuordnen können.

Richtiger Inhalt

Die Formulierung "Hiermit lege ich Einspruch gegen meinen Steuerbescheid ein" reicht meist nicht. Denn: "Der Einspruch sollte begründet werden", sagt Rauhöft. Steuerzahler müssen also erklären, warum sie nicht einverstanden sind, also etwa angeben, dass bestimmte Kosten nicht berücksichtigt wurden.

Richtige Zustellung

Meist reicht es aus, wenn Steuerzahler ihren Einspruch per Post an das zuständige Finanzamt schicken. "Wer sichergehen will, dass das Schreiben ankommt, kann es auch persönlich abgeben und sich den Empfang bestätigen lassen", sagt Rauhöft. Eine andere Möglichkeit ist, ein Fax zu schicken.

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Quelle: n-tv.de

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