Ratgeber

Teil 5: Energie

Sozialversicherungen, Finanzen oder Telekommunikation - auch im neuen Jahr gibt es in vielen Bereichen neue Regeln und Sätze. Im fünften Teil unserer Serie lesen Sie, was sich in den Bereichen Wohnen und Energie ändert.

Die strengeren Regeln für Photovoltaik gelten für alle Anlagen, die seit 2012 eingebaut wurden.
Die strengeren Regeln für Photovoltaik gelten für alle Anlagen, die seit 2012 eingebaut wurden.(Foto: dpa)

Um die überlasteten Stromnetze zu schonen, müssen künftig auch kleine Photovoltaikanlagen bestimmte technische Voraussetzungen erfüllen. Vermieter müssen bei der Warmwasserzählung nachrüsten. Was ändert sich sonst noch im Bereich Wohnen und Energie?

Photovoltaik

Photovoltaikanlagen dürfen nicht unbedingt unbegrenzt Energie ins Stromnetz einspeisen. Große Stromerzeuger müssen deshalb schon lange bestimmte technische Vorgaben zur Netzsicherheit umsetzen. Ab 2013 gelten auch für kleine Anlagen mit weniger als 30 Kilowatt Leistung strengere Regeln. Sie müssen so ausgestattet sein, dass der Netzbetreiber die Stromeinspeisung in Spitzenzeiten fernregeln kann oder dass die maximale Einspeiseleistung von vornherein um 30 Prozent gekappt wird. So soll eine Überlastung des Stromnetzes verhindert werden. Die Neuregelung gilt aber nur für Anlagen, die ab dem 1. Januar 2012 in Betrieb genommen worden sind.

Schornsteinfeger

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Das Kehrmonopol fällt - und Hausbesitzer müssen mitdenken. Bislang kam der Schornsteinfeger unaufgefordert ins Haus, um Heizungsanlagen und Kamine regelmäßig  zu warten und zu reinigen. Die Arbeiten müssen auch weiterhin im vorgeschriebenen Rhythmus erledigt werden, allerdings muss man sich jetzt selbst darum kümmern. Der Vorteil: Man kann nun freie Schornsteinfeger damit betrauen. Sie sind nicht an die fixen Preise der Gebührenordnung gebunden, für die Verbraucher dürfte es also günstiger werden.

Den Bezirksschornsteinfeger bekommt man aber auch weiterhin zu Gesicht. Er kommt alle 3,5 Jahre ins Haus, um zu überprüfen, ob weitere Feuerstätten im Haus eingebaut wurden. Außerdem nimmt er neue Kamine sicherheitstechnisch ab.

Warmwasser

Ein großer Teil der Heizenergie wird nicht für die Raumwärme aufgewendet, sondern beim Duschen, Baden oder Spülen - eben immer dann, wenn warmes Wasser fließt. Bei Mehrfamilienhäusern durfte der Anteil der Heizenergie für die Warmwassererwärmung bisher pauschal ermittelt werden. Ende 2013 ist damit Schluss. Dann muss für jede Wohnung der tatsächliche Verbrauch in Kilowattstunden angegebe n werden. Ein Jahr haben Hausbesitzer noch Zeit, um die Wohnungen mit Warmwasserzählern auszurüsten. Nur wenn die Erfassung mit einem unzumutbar hohen Aufwand oder unverhältnismäßig hohen Kosten verbunden ist, kann der Vermieter von dieser Pflicht befreit werden. Ansonsten dürfen Mieter ihre Heizkostenabrechnung um 15 Prozent kürzen, wenn bis Ende des Jahres keine genaue Kostenverteilung möglich ist.

Auch eine weitere Frist für Vermieter endet am 31. Dezember 2013: Bis dahin müssen Vermieter ihre Anlagen zur Warmwasserversorgung auf Legionellen untersuchen lassen. Folgeprüfungen sind nach der Novelle der Trinkwasserverordnung alle drei Jahre vorgeschrieben. Ein- und Zweifamilienhäuser sind von der Pflicht ausgenommen.

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Quelle: n-tv.de

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