Ratgeber

Für Kaffee-FeinschmeckerEspressomaschinen für Zuhause

22.01.2009, 07:00 Uhr

Kaffe ist das am meisten Konsumierte Getränk in Deutschland – mehr noch als Bier oder Wasser. Doch welche Espressomaschine für Zuhause liefert das beste Ergebnis?

Kaffe ist das am meisten Konsumierte Getränk in Deutschland. Mit 146 Litern pro Person und Jahr trinken die Deutschen sogar mehr Kaffee als Bier oder Wasser. Echte Kenner schwören dabei vor allem auf die kleine dicke Variante des braunen Bohnen-Trunks – den Espresso.

Doch nicht nur Profi-Maschinen im Caf zaubern schönen Kaffee. Das geht auch Zuhause. Welche das besonders gut können, weiß Ivo Weller. Er besitzt das "Pro macchina da caffee" in Berlin, also ein Experte für Espressomaschinen. Für uns testet er vier handelsübliche Maschinen: Die Kapselmaschine "Le Cube" von Krups, das Modell "Pucchino" aus dem Hause "La Pavoni", die Hebelmaschine Micro Casa Aleva von Elektra und die ECM Mechanika III.

Schönheit ist gefragt

Die Espressomaschine soll vor allem guten Kaffee machen. Aber, sie soll auch schön sein. "Ich tendiere eher zu klassischen Maschinen. Ich bin da eher so der traditionelle Typ", meint Ivo Weller. Klare Favoriten sind hier für ihn die Micro Casa Aleva und die ECM Mechanika III.

Damit die Espressomaschinen nicht verkalken, sollten sie nur mit gefiltertem Wasser befüllt werden. Drei der vier Maschinen im Test lassen sich im Betrieb nachfüllen. So sind bei ihnen auch größere Mengen Espresso kein Problem. Im Gegensatz zur Micro Casa Aleva. "Diese Maschine hat keinen separaten Frischwassertank. Man muss hier das Wasser direkt in den Kessel füllen und dazu den Druck erst einmal rauslassen, um sich nicht zu verbrühen, wenn man den Deckel wieder aufmacht", erklärt Weller.

Zubereitungszeit

Wer morgens einen schnellen Kaffee trinken möchte, will nicht ewig warten. Deshalb testete der Experte, wie lange die Maschinen zum Aufheizen benötigen: Während die Kapselmaschine und die Pavoni nach gut einer Minute startklar sind, braucht die Elektra knapp sechs Minuten. Schlusslicht ist die ECM mit über elf Minuten.

Egal welche Maschine, lecker wird’s nur mit den richtigen Bohnen, die am besten frisch aus der eigenen Mühle kommen.

Zuletzt testet Ivo Weller die Handhabung der einzelnen Maschinen. Wird der Espresso dickflüssig genug? Hat er eine ordentliche Crema? Wie gut lässt sich mit der Maschine die Milch aufschäumen?

Geschmackserlebnis

"Mein persönlicher Favorit ist auf dem Fall die ECM", so Wellter. "Sie liefert guten Schaum, perfekten Espresso und sieht schick aus. Alles, was man sich als Espressoliebhaber wünscht kriegt man mit dieser Maschine."

Abschließend testen zwei Kaffeeliebhaber den Geschmack. Kresimir Weller ist ausgebildeter Kaffee-Sommelier. Kaffee zubereiten und schmecken ist sein Beruf. Bastian Unterberg trinkt gerne Kaffee, ist aber Laie.

Beide kommen jedoch zu dem gleichen Resultat. Bei gleicher Bohne liefert die ECM Mechanika III den besten Geschmack und den schönsten Schaum. Mit einem Preis von 1800 Euro ist sie allerdings auch die teuerste Maschine im Test. Wem das zu teuer ist, bleibt immer noch der Weg ins Caf.