Ratgeber

Schäden melden: Flecken und Kratzer im Carsharing-Auto

Wenn Carsharing-Nutzer ein stark verschmutztes oder sogar leicht beschädigtes Auto vorfinden, kontaktieren sie am besten die jeweilige Buchungszentrale. Zuvor ist jedoch die Schadensliste des Fahrzeugs zu prüfen.

Vor der Übernahme des Fahrzeugs sollten Carsharing-Nutzer vorhandene Schäden der Buchungszentrale mitteilen.
Vor der Übernahme des Fahrzeugs sollten Carsharing-Nutzer vorhandene Schäden der Buchungszentrale mitteilen.(Foto: dpa)

Für viele gilt das Auto als eine der großen Anschaffungen des Lebens. Doch gerade Großstädter fahren zusehends auch Bus oder Fahrrad und legen lange Strecken mit der Bahn zurück. Wenn es doch mal das Auto sein muss, bietet sich Carsharing an: das Auto zum Teilen.

Wer allerdings Schäden an einem Carsharing-Auto entdeckt, sollte sie schnell bei der Buchungszentrale angeben. "Die Zentrale nimmt die Beschwerde auf und kann auch nachvollziehen, wann der Fahrer sich gemeldet hat", erklärt Gabi Lambrecht vom Bundesverband Carsharing (bcs) in Berlin. So könne man sichergehen, nicht selbst für den Schaden verantwortlich gemacht zu werden. Die Buchungszentralen der großen Anbieter seien durchgängig 24 Stunden besetzt.

Die Entscheidung, ob der Zustand eines Autos gemeldet werden sollte, hängt Lambrecht zufolge von folgender Frage ab: Könnte ich für den Schaden selbst kostenpflichtig belangt werden? "Wenn ja, dann würde ich mich immer absichern." Ein relevanter Schaden sei zum Beispiel schon dann gegeben, wenn auf der Rückbank ein Kaffee über die Sitze verschüttet wurde. Die Flecken müssten schließlich aufwendig gereinigt werden. Auch kleine Kratzer an Tür oder Stoßstange sollten gemeldet werden.

Anders sieht es aus mit Müll. "Der ist zwar ärgerlich, aber verursacht in der Regel keine Kosten", sagt Lambrecht. Sie rät, den Abfall schlicht im nächsten Mülleimer zu entsorgen. Damit ein Schaden nicht doppelt gemeldet wird, ist es sinnvoll, vor einem Anruf bei der Buchungszentrale in die Schadensliste im Auto zu schauen. "Wenn es dort schon einen Eintrag gibt, muss ich nichts mehr machen."

Bundesweit gibt es etwa 140 eigenständige Carsharing-Anbieter . Vor allem in den Metropolen nimmt der Wettbewerb zu. Anfang 2012 gab es laut Bundesverband Carsharing 220.000 Nutzer. Grundsätzlich gibt es zwei Spielarten: stationsbasiertes oder freies Carsharing, auch "Free-Floating" genannt.

Quelle: n-tv.de

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