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Streik ist höhere Gewalt: Fluggäste gehen leer aus

Stundenlang am Flughafen festsitzen, darauf hat keiner Lust. Wenn ein Flug wegen Streiks ausfällt, können die Kunden ihr Geld zurückverlangen und sehen, wie sie anderweitig fortkommen. Eine Entschädigung von der Fluggesellschaft können sie dafür aber nicht erwarten.

An Flughäfen könnte es in den nächsten Tagen besonders nervig werden.
An Flughäfen könnte es in den nächsten Tagen besonders nervig werden.(Foto: picture alliance / dpa)

Wer in den nächsten Tagen fliegen will, könnte Probleme bekommen. Die Gewerkschaft der Flugsicherung (GdF) will streiken, am Donnerstag könnte es losgehen. Betroffene Passagiere haben ab einer bestimmten Wartezeit Anspruch auf Betreuung durch die Fluggesellschaft, Entschädigung gibt es bei Streiks aber nicht.

Informationen

Erster Ansprechpartner für Flugreisende ist immer die Fluggesellschaft, bei Pauschalreisen der Reiseveranstalter. Auch die Flughäfen bieten auf ihren Internetseiten meist ausführliche Informationen über die aktuellen Flug- und Ankunftszeiten. Solche Infos aus dem Internet druckt man sich am besten aus, um später einen Beleg zu haben.

Stornierung und Umbuchung

Einen wegen Streiks gestrichenen Flug kann der Kunde stornieren, er bekommt dann sein Geld zurück. Wer trotzdem fliegen will, hat Anspruch auf einen späteren Flug - das kann aber dauern, bis der Streik vorbei ist.

Leistungen bei Verspätung

Ab zwei Stunden Verspätung haben Fluggäste laut EU-Verordnung Anspruch auf Betreuungsleistungen - also Telefonate, Getränke, Mahlzeiten und gegebenenfalls eine Übernachtung im Hotel. Die Wartezeit von zwei Stunden gilt für Flüge bis zu 1500 Kilometern. Bei einer Strecke von 1500 bis 3500 Kilometern gibt es Unterstützung nach drei Stunden, ab 3500 Kilometern Strecke nach vier Stunden. Ab einer Wartezeit von fünf Stunden können Passagiere eine Erstattung des Flugpreises verlangen. Auch bei einer großen absehbaren Verspätung sollten Passagiere immer zur ursprünglichen Abflugszeit am Flughafen sein. Es besteht sonst die Gefahr, dass die Fluggesellschaft doch früher einen Ersatzflug anbieten kann - und der Reisende ihn dann verpasst.

Entschädigung

Bei Annullierung, Überbuchung oder Verspätung ab drei Stunden haben Passagiere zwar laut EU-Verordnung Anspruch auf eine Entschädigung von bis zu 600 Euro - aber nur, wenn kein "außergewöhnlicher" Umstand daran schuld ist. Die Fluggesellschaften werten Streiks aber wie miserables Wetter als außergewöhnlichen Umstand - und zahlen deshalb keine Entschädigung bei Streiks.

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Quelle: n-tv.de

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