Ratgeber

Aufschlag bis zu 85 Prozent Fremdgehen wird teurer

20.07.2009, 11:24 Uhr

Das Geldabheben an einem "fremden" Geldautomaten wird immer teurer. Einzelne Anbieter haben den Preis für das Abheben an einem Automaten außerhalb des eigenen Bankenverbundes seit 2006 um bis zu 85 Prozent erhöht.

Das Geldabheben an einem "fremden" Geldautomaten wird immer teurer. Eine Auswertung der unabhängigen Finanzberatung FMH hat jetzt ergeben, dass einzelne Anbieter den Preis für das Abheben an einem Automaten außerhalb des eigenen Bankenverbundes seit 2006 um bis zu 85 Prozent erhöht haben. Der durchschnittliche Preis für eine Abhebung betrug vor drei Jahren 4,38 Euro. Heute liegt er bei 5,14 Euro. Das sei eine Steigerung um 17 Prozent, rechnet FMH vor.

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Am besten, man bleibt dem Geldautomatennetz der Hausbank treu. (Foto: picture-alliance/ dpa)

Nur 24 der 50 untersuchten Banken hätten die Preise nicht erhöht. Die übrigen 26 Banken setzten die Gebühren um mindestens zehn, in der Spitze um 85 Prozent herauf. 31 Banken verlangen inzwischen Gebühren von mehr als fünf Euro. Konstant hoch sind die Abhebungsgebühren bei der Deutsche Kreditbank. Sie verlangt seit 2006 durchgängig zehn Euro für die Nutzung der EC-Karte und ist damit Spitzenreiter. Gleichzeitig bietet sie aber auch weltweit eine kostenfreie Bargeldversorgung mit der Visa-Karte.

Deutsche Bank und Postbank liegen mit einer Erhöhung um 40 beziehungsweise 50 Prozent auf jetzt jeweils 5,99 Euro bei den Aufschlägen im Mittelfeld. Teuer ist das "Fremdgehen" bei einigen Sparkassen geworden. Mehrere Institute verlangen inzwischen 7,50 Euro, wenn sich Kunden außerhalb des eigenen Netzes bedienen.

FMH wertet seit drei Jahren regelmäßig die Preise von 50 Banken aus. Basis der Untersuchung sind die Entgelte, die die kontoführende Bank ihren Kunden für das "Fremdgehen" auferlegt - nicht die der Institute, die die Automaten betreiben.

Quelle: ino/dpa