InvestmentfondsGebühren im Überblick
Für Privatanleger werden die laufenden Kosten von Investmentfonds nach Einschätzung von Anlegerschützern immer schwerer durchschaubar. Alle anfallenden Kosten im Überblick.
Für Privatanleger werden die laufenden Kosten von Investmentfonds nach Einschätzung von Anlegerschützern immer schwerer durchschaubar. Grund dafür ist die Vielzahl unterschiedlicher Gebühren, die bei den Fondsanbietern anfallen. Und die Zahl der Gebühren steigt. So verlangen mittlerweile immer mehr Fondsgesellschaften Erfolgsgebühren. Diese belasten die Rendite zusätzlich zu den anderen Kosten.
Ausgabeaufschlag
Der Ausgabeaufschlag fällt beim Kauf von Fondsanteilen an. Er berechnet sich aus dem Unterschied zwischen dem sogenannten Ausgabepreis, den ein Anleger pro Anteil zahlen muss, und dem niedrigeren Rücknahmepreis zum Kaufzeitpunkt. Nach Angaben der Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger (SdK) dient der Aufschlag zur Deckung der Verkaufskosten und geht in Form einer Provision an die Bank, die die Fondsanteile verkauft. Der Ausgabeaufschlag beträgt bis zu sieben Prozent des Anteilswerts.
Managementgebühr
Mit ihr werden die Kosten für die Verwaltung eines Fonds durch eine Fondsgesellschaft sowie deren Analysen der Finanzmärkte finanziert. Sie beläuft sich im Schnitt auf jährlich 1,5 Prozent des Fondsvermögens und wird direkt aus diesem entnommen. Für Anleger ist die Managementgebühr im Kaufpreis nicht zu erkennen.
Depotbankgebühr
Die Fondsanteile von Anlegern werden von einer Investmentgesellschaft bei einer sogenannten Depotbank hinterlegt. Für die Verwaltung dieses Depots entstehen Kosten, die mit der Gebühr gedeckt werden sollen. Wie auch die Managementgebühr wird die Depotbankgebühr direkt aus dem Fondsvermögen entnommen und beläuft sich pro Jahr im Schnitt auf 0,2 Prozent.
Erfolgsgebühr
Diese fällt in der Regel an, wenn sich ein Fonds gut entwickelt und mit seinem Kurs einen Vergleichsindex an der Börse schlägt. Beispiel wäre etwa, wenn sich ein Fonds am Deutschen Aktienindex (Dax) orientiert, aber besser abschneidet. Nach Angaben der SdK bewegen sich diese sogenannten Performance Fees (englisch für Erfolgsgebühren) zwischen jährlich fünf und 25 Prozent des Fondsvermögens. Bei manchen Fonds können Erfolgsgebühren auch bei fallenden Kursen anfallen, etwa, wenn der Fonds weniger stark abstürzt als ein Vergleichsindex an der Börse.
Transaktionskosten
Fonds müssen von Zeit zu Zeit ihre Zusammensetzung anpassen. Dazu muss das Fondsmanagement etwa Wertpapiere wie Aktien kaufen oder verkaufen. Hierfür entstehen der Fondsgesellschaft Gebühren. Diese Kosten werden von den Anlegern getragen.